Neuropa – Plastique People (Expanded Version)

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7 Bewertung

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Neuropa – Plastique People (Expanded Version)Neuropa – Plastique People (Expanded Version)


Neuropa – Plastique People (Expanded Version)

Oh, schon wieder eine Synthiepop Kombo aus Schweden? Nein, die Herren Albert Martinez und Jason Last (Nicht verwandt mit James Last) klingen auf ihrem sechsten Studioalbum aber fast so. Das Titelstück hätte ohne Probleme ein Track aus der alten Schaffensphase von Vince Clarke sein können. Von den Sounds und den Harmonien her hätte das Stück von Robert Marlows Album „The Peter Pan Effect“ von 1984 stammen können. Ein Umstand, den man hier durchaus als Kompliment sehen kann. Auch Track zwei, „Renaissance“, besitzt ebenjene Qualität, wobei man sich hier mehr an Depeche Modes „A broken Frame“ erinnert fühlt. Dennoch gewinnt das Gehörte spielend durch den guten Gesang und tolle Melodien. „Das Beat Industrialle“ ist kein Stück von Kraftwerk, sondern eher eine kleine perfekte Synthpop Perle. Ein Stück, bei dem kein Auge trocken und kein Muskel ungespannt bleibt. Die Qualität der Songs auf „Plastique People“ wird beibehalten, ja sogar gesteigert, es gibt einfach keinen Ausfall und das bei 13 Tracks des Albums. Auch „Modern Talking“ (keine Angst, hat nichts mit Dieter und Thomas zu tun) weiß sofort zu gefallen, dieses Mal nicht mit gefälligen Melodien und Sounds, sondern durch interessante Rhythmen und pures New Wave Feeling. Auf jeden Fall eines der besten Stücke des Longplayers. Bei „Cromakey“ schlagen die beiden Aussies soundtechnisch wieder den Bogen zum Anfang des Albums, bei dem die eher naiven Tracks á la „Elegant Machinery“ oder „Data“ vorherrschten und das ist alles andere als schlecht. Fast schon progressiv und rockig klingt „Nothing like you“, ein Stück Musik, welches prompt von „Mesh“ stammen könnte. Der Track fügt sich elegant in das Grundgerüst des Silberlings ein und frischt ihn gehörig auf. Sehr schön. „You Feel The Same“ lässt es auch noch mal krachen, denn hier wird gekonnt ein tanzbarer Beat mit atmosphärischen Flächensounds kombiniert, bevor mit „In the Silence“ bereits das letzte Kapitel des Albums präsentiert wird. Die Bonus Remixes von den besten Stücken der CD sind allesamt gut produziert und besonders ein „guter alter Extended Mix“ wird wie ein alter Freund begrüßt. Fazit: ein qualitativ gutes Album mit wenig eigenen Ideen, dennoch wird jede kleinste Nuance des modernen und altmodischen Synthiepop ausgespielt, sodass niemals Langweile aufkommt.

Diese CD könnte euch gefallen, wenn ihr auf viele Spielarten des Synthiepop steht.

Tracklist:
01. Plastique People
02. Renaissance
03. Das Beat Industrialle
04. Fashion War
05. Concrete Fields
06. Modern Talking
07. Darkness Remains
08. Chromakey
09. Save Us
10. Nothing Like You
11. The Futurist
12. You Feel The Same
13. In The Silence

Bonustracks:
14. Darkness Remains (Biosphere Mix)
15. Modern Talking (Extended Mix)
16. Save Us (Infernal Mix)

Autor: Frank Stienen

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