COVENANT, DECODED FEEDBACK & PATENBRIGADE:WOLFF – Frankfurt, Batschkapp (22.04.2011)

Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

5 Jahre waren seit dem Erscheinen von Covenants letztem Studioalbum "Skyshaper" vergangen. Vor einigen Monaten veröffentlichte die Band dann das lang erwartete Album "Modern Ruin". Mit neuen Songs in der Tasche begannen sie Ende 2010 eine ausgedehnte Europa-Tour. Auftritte auf Festivals wird es im Sommer auch noch geben, wo Covenant in den letzten Jahren auch immer wieder gern gesehen war.

Eigentlich war dieser Karfreitag eher ein Tag zum Grillen. Dennoch wollten sich viele Fans dieses Konzertereignis nicht entgehen lassen, zumal noch weitere warme Tage angekĂŒndigt waren. Da insgesamt 3 Bands spielten, ging es bereits um 19:00 Uhr mit dem Einlass los. Es sollte voll werden an diesem Abend. Die Merchandising-StĂ€nde waren somit draußen. Jedoch ließen sich viele Besucher noch Zeit und verblieben noch etwas an der frischen Luft.

Der Saal war bereits gut gefĂŒllt, als es um 20:00 Uhr mit der ersten Band Patenbrigade:Wolff losging. Die aus Berlin stammende Elektro-Ambient-Band von Sven Wolff und Lance Murdock wurde 1998 gegrĂŒndet. Das erste Album "Laut" erschien 2001. Seitdem folgten zahlreiche Veröffentlichungen. Im Juni 2011 wird die neue 5-Track CD "Schallplattenunterhalter" erscheinen. Patenbrigade:Wolff haben ihre Vorliebe zu Baustellen und großen Maschinen zu ihrem Motto gemacht. So treten sie live auch in orange leuchtenden SchutzanzĂŒgen und mit Bauhelmen auf. Musikalisch verbinden sie DDR-Nostalgie mit tanzbaren Elektro-KlĂ€ngen aus verschiedenen Stilrichtungen. Patenbrigade:Wolff kamen mit ihrer Musik und deutschen Texten gut beim Publikum an. Titel wie "Tanzerveranstaltung", "Der Brigadier trinkt Bier" und "Demokratischer Sektor" brachten die ersten GĂ€ste zum Tanzen.

Als nĂ€chstes stand das kanadische Duo Decoded Feedback auf dem Programm. Das Musikprojekt wurde 1995 von Marco Biagiotti (Gesang, Gitarre) und Yone Dudas (Keyboard, Programming) gegrĂŒndet. Ein Jahr spĂ€ter erschien die erste CD "Overdose". Kontinuierlich erschienen weitere Alben und nach 5-jĂ€hriger Pause veröffentlichten sie letztes Jahr das aktuelle Album "Aftermath". Die Musik von Decoded Feedback ist tanzbar und vielschichtig. Die Show war dĂŒster gehalten und mit einer Videoleinwand untermalt. Bei einigen Titeln spielte SĂ€nger Marco Biagiotti auch Gitarre, was fĂŒr weitere Abwechslung sorgte. Die Show endete nach ca. 45 Minuten mit einer tollen Coverversion des Psychopomps-Klassikers "Godshit". Ein gelungener Abschluss ihrer Show.

Nun war es Zeit fĂŒr den Hauptact: Covenant. Die schwedische Elektro-Band um Eskil Simonsson wurde 1986 gegrĂŒndet. Im Jahre 1994 erschien das erste Album "Dreams Of A Cryotank". Mit ihrem typischen Sound und Songs wie "Figurehead" und "Stalker" konnten sie in den folgenden Jahren die Clubs erobern. Zahlreiche Alben und Clubhits folgten in den nĂ€chsten Jahren.

Der Umbau dauerte jetzt etwas lĂ€nger. DafĂŒr brachten Covenant ihre eigene Lichtshow mit. Beim Line-Up gab es auch wieder einige Neuerungen. Bereits seit einigen Jahren ist Daniel Myer (SĂ€nger von Haujobb) am Keyboard zu sehen. Auf dieser Tour ersetzt zudem Daniel Jonasson (Keyboarder von Dupont) das langjĂ€hrige Mitglied Joakim Montelius.

Das Licht ging aus und die BĂŒhne wurde in Nebel gehĂŒllt. Die Show begann mit dem Intro "Modern Ruin". Danach betrat Eskil Simonsson die BĂŒhne und legte mit dem Klassiker "Stalker" los. Das Publikum stand nun dicht gedrĂ€ngt am BĂŒhnenrand. Die Temperatur stieg weiter an, aber das hinderte die Fans nicht daran, ausgelassen zu tanzen und mitzusingen. Die Setlist bestand diesmal wieder mehr aus tanzbaren StĂŒcken. Insgesamt war es eine gelungene Mischung aus Titeln vom neuen Album und vielen hervorragenden Songs der vergangenen Jahre. Besonders gefallen hat mir "Lightbringer" vom aktuellen Album, bei dem Daniel Myer den Gesangspart ĂŒbernahm. Ein paar coole SprĂŒche, herumklimpern auf den Keyboards sowie teilweise nicht enden wollende Songs –dies insbesondere bei "Happy Man"- gaben der Show eine ganz besondere Note.

Inklusive der Zugaberunden dauerte die Show sogar knapp ĂŒber 2 Stunden. Mit dem grandiosen "Dead Stars" verabschiedeten sich Covenant vom begeisterten Publikum. Meine Erwartungen an dieses Konzert wurden auf jeden Fall erfĂŒllt.

Setlist:
01. Modern Ruin
02. Stalker
03. Bullet
04. Judge Of My Domain
05. Dynamo Clock
06. The Men
07. No Man’s Land
08. Tour De Force
09. Kairos
10. The Beauty And The Grace
11. Leviathan
12. We Stand Alone
13. Ritual Noise
14. Der Leiermann
15. Lightbringer
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16. 20 Hz
17. Figurehead
18. Call The Ships To Port
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19. Happy Man
20. Theremin
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21. Dead Stars

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen Bandfotos.

Covenant:

Decoded Feedback:

Patenbrigade:Wolff:

Autor und Fotos: Thomas Bunge

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