Lesedauer: 3 Minuten
Lesedauer: 3 MinutenDas multikulturelle Alternative-Metal-Quintett Ankor aus Katalonien hat das Musikvideo zu ihrer neuen Single „Nagato • Purple Eyes“ veröffentlicht – und tritt damit gleich doppelt in den Vordergrund: als Band, die ihr Anime-Konzept konsequent weiterspinnt, und als Act, der 2026 eine Nordamerika-Tour sowie einige der größten Metalfestivals des Jahres ansteuert. Ankor wurde 2003 im kleinen Dorf Els Pallaresos nahe Barcelona gegründet, als die Mitglieder kaum 13 Jahre alt waren. Heute besteht die Band aus Frontsängerin Jessie Williams (Bristol, UK), Schlagzeugerin Eleni Nota (Athen, Griechenland), den Gitarristen David Romeu und Fito Martínez sowie Bassist Julio López – und genau diese Multikulturelle DNA macht ihren Sound so unnachahmlich.
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„Nagato • Purple Eyes“ ist die direkte Fortsetzung zu „Madara“, das die Band im Herbst 2025 veröffentlicht hatte – beide Songs sind inspirierten von Figuren aus dem Manga und Anime „Naruto“. Wer Nagato kennt, weiß: Das ist kein Schurke aus der Abteilung buntes Böse, sondern einer der tragischsten Charaktere der Reihe – ein Mann, der Schmerz erfahren hat, der sich in eine Mission verwandelte, die jeden um ihn herum mitriss. Ankor destillieren diese Geschichte in knapp dreieinhalb Minuten: „Those who do not understand true pain can never understand true peace“ – die Band selbst erklärt dazu: „Nagato ist entschlossen, diesen Frieden zu finden, trägt aber das Gewicht seines Leidens.“ Ein Song über Schmerz, gemacht mit Liebe.
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Der Track beginnt erschreckend schön und ruhig, bevor er in ein volles Rock-Gewitter übergeht – ein Kontrast, der beim Hören etwas auslöst, das man nur schwer in Worte fassen kann. Das Video unterstreicht diesen Aufbau visuell. Die Produktion zieht sich durch eine Ästhetik, die Asien-Pop-Kultur, zeitgenössischen Metalcore und einen Hauch spanisches Temperament miteinander verwebt – eine Mischung, die seit dem Durchbruch mit „Prisoner“ (2022, über drei Millionen Streams) zum Markenzeichen der Band geworden ist. Mit dem 2024 erschienenen Debütalbum „Shoganai“ – einem Mini-Album, das die sogenannten „Chapters“-Singles bündelt – hat Ankor den Beweis erbracht, dass sie nicht nur eine Live-Band mit Wachstumspotenzial sind, sondern tatsächlich in der ersten Liga der europäischen Metal-Newcomer angekommen sind.
Die Lyrics zu „Nagato • Purple Eyes“ sind mehr als ein Anime-Tribut – sie brennen sich fest. „There must be something in the water / I taste it in the air, it’s bittersweet / I don’t recognise the monster in the mirror / It has eyes like mine, different skin“ – das ist keine Fantasyerzählung, das ist Identitätsverlust in Echtzeit. Der Spiegel zeigt etwas Fremdes zurück, die eigene Haut fühlt sich wie ein Gefängnis an. „Pull me out / Out of this skin I’m in / Am I buried in a dream, am I? / Am I still mine to hold?“ – Jessie Williams singt das nicht, sie schreit es wie eine Frage, auf die es keine beruhigende Antwort gibt. Und dann dieser Chorus: „I can end the war / If I bring you the end of the world“ – Nagatos tragische Logik in einem einzigen Satz. Wer den Charakter kennt, versteht sofort: Das ist kein Villains-Monolog, das ist die Überzeugung eines gebrochenen Menschen, der glaubt, Zerstörung sei Befreiung. „Do these bones still know my name? / This shell is growing cold“ – die Auflösung des Selbst, beschrieben mit der Präzision eines Skalpells. Ankor gelingt hier etwas, das viele Bands mit Konzept-Ambitionen verfehlen: Der Song funktioniert als eigenständiges emotionales Erlebnis, auch wenn man „Naruto“ nie gesehen hat.
Und live? Wacken Open Air, Hellfest, Tuska, Bloodstock, Graspop, Rock Am Ring und Rock Im Park – in den letzten Jahren hat Ankor auf den wichtigsten Metalfestivals Europas gespielt. Im Frühjahr 2026 kommt dann die erste Nordamerika-Tournee, als Support von Bloodywood. Dass eine Band aus einem Dorf nahe Barcelona diesen Weg gegangen ist – von Teenager-Proberaum-Träumen bis zur Hellfest-Hauptbühne – verdient ehrlichen Respekt. Die Festivaltermine für den Sommer 2026 mit Rock Am Ring und Rock Im Park, Graspop, Nova Rock und Download Festival lesen sich wie ein Best-of der europäischen Metal-Kalender.
Termine ANKOR Tour mit Bloodywood 2026
10.04.2026 USA, Des Moines, Wooly’s
11.04.2026 USA, Minneapolis, Varsity Theater
13.04.2026 USA, Denver, The Oriental Theater
14.04.2026 USA, Salt Lake City, The Depot
16.04.2026 USA, Portland, McMenamins Crystal Ballroom
17.04.2026 USA, Seattle, Neptune Theatre
18.04.2026 USA, Garden City, Revolution Concert House & Event Center
20.04.2026 USA, San Francisco, August Hall
21.04.2026 USA, San Diego, The Observatory North Park
22.04.2026 USA, Los Angeles, The Belasco
24.04.2026 USA, Mesa, The Nile Theater
28.04.2026 USA, Dallas, The Echo Lounge & Music Hall
29.04.2026 USA, Austin, Empire Garage
02.05.2026 USA, Madison, Majestic Theatre
03.05.2026 USA, Chicago, House of Blues Chicago
04.05.2026 USA, Boston, Paradise Rock Club
05.05.2026 USA, Philadelphia, Theatre of Living Arts
06.05.2026 USA, New York, Irving Plaza
08.05.2026 USA, North Myrtle Beach, House of Blues Myrtle Beach
11.05.2026 USA, Atlanta, Buckhead Theatre
12.05.2026 USA, Chattanooga, The Signal
13.05.2026 USA, Louisville, Mercury Ballroom
15.05.2026 CAN, Toronto, The Danforth Music Hall
16.05.2026 USA, Detroit, Saint Andrew’s Hall
Support: Ankor
Termine ANKOR Festivals 2026
04.04.2026 JP, Kawasaki, Dead Pop Festival
05.04.2026 JP, Kawasaki, Dead Pop Festival
05.06.2026 Nürburg, Rock Am Ring Festival
07.06.2026 Nürnberg, Rock Im Park Festival
11.06.2026 AT, Nickelsdorf, Nova Rock Festival
12.06.2026 UK, Derby, Download Festival
18.06.2026 BE, Dessel, Graspop Metal Meeting Festival
10.06.2026 CZ, Hradec Králové, Rock For People Festival
Weblinks ANKOR:
Webseite: ankormusic.com
Facebook: @Ankormusic
Instagram: @Ankor_Official
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