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Lesedauer: 2 MinutenVor 17 Jahren veröffentlichte Lacrimosa mit „Sehnsucht“ eines ihrer markantesten Studioalben, das bis heute zu den zentralen Werken des Duos zählt. Jetzt hat die Band eine bislang nur physisch erhältliche Spezialfassung des Albums erstmals auf allen relevanten Streaming-Plattformen verfügbar gemacht – Anlass genug, den Hintergrund dieses Albums und seine Bedeutung innerhalb der Bandgeschichte noch einmal in Erinnerung zu rufen.
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Ursprünglich erschien „Sehnsucht“ am 8. Mai 2009 und markierte das zehnte Studioalbum der Band. In Interviews erklärte Mastermind Tilo Wolff, er habe ein Album schaffen wollen, das weniger streng konzeptuell und dafür etwas spontaner ausfalle als seine Vorgänger – gleichzeitig sollte es thematisch die verschiedenen Facetten des Verlangens und der Sehnsucht erkunden.
Musikalisch zeichnet sich „Sehnsucht“ durch seine stilistische Bandbreite aus. Melodiöser Gothic Rock trifft auf metalorientierte Passagen und zurückgenommene, introspektive Balladen. „Die Sehnsucht in mir“ eröffnet das Album mit orchestraler Wucht und getragenem Rhythmus, während „Mandira Nabula“ durch seinen dynamischen Aufbau und folkige Akzente einen anderen Aspekt des Albums betont. Stücke wie „Call Me With The Voice Of Love“ setzen hingegen auf Reduktion und lassen Raum für emotionale Verdichtung.
Bereits zur Erstveröffentlichung erschien neben der Standardausgabe auch eine Special Edition, die alternative Versionen mehrerer Titel enthielt. Ergänzt wurde diese durch ein erstmals vierfarbig gestaltetes Cover, das sich deutlich von der bis dahin dominierenden schwarz-weißen Bildsprache abhob. Die alternativen Aufnahmen boten einen vertieften Einblick in den Entstehungsprozess des Albums und machten hörbar, wie unterschiedlich sich einzelne Stücke entwickeln konnten.
In der zeitgenössischen Rezeption polarisierte „Sehnsucht“. Während viele Kritiker und Fans die stilistische Offenheit und emotionale Direktheit hervorhoben, wurden andere Aspekte, etwa einzelne vokale oder lyrische Entscheidungen, kontrovers diskutiert. Ungeachtet dessen gilt das Album heute als wichtiger Fixpunkt im Lacrimosa-Katalog, der eine Phase dokumentiert, in der die Band ihre Ausdrucksmöglichkeiten bewusst erweiterte.
Wie Lacrimosa nun selbst erläutern, entstanden während der damaligen Studioarbeiten von mehreren Songs jeweils zwei Versionen. Diese Aufnahmen bildeten die Grundlage für die Special Edition, die über Jahre hinweg Sammlerinnen und Sammlern physischer Tonträger vorbehalten blieb. Erst jetzt wurde diese Fassung auch digital veröffentlicht.
Die Band lädt ausdrücklich dazu ein, die jeweiligen Versionen miteinander zu vergleichen. Dabei geht es weniger um nostalgische Rückschau als um den Blick auf künstlerische Entscheidungsprozesse. Die alternativen Arrangements eröffnen neue Perspektiven auf vertrautes Material und machen nachvollziehbar, wie bewusst die endgültige Albumfassung gestaltet wurde.
Mit der digitalen Veröffentlichung der „Sehnsucht – Special Edition“ erhalten Hörerinnen und Hörer erstmals die Möglichkeit, diese Varianten ohne physische Barriere zu erkunden. Vor allem für jüngere Fans, die das Album bislang nur in seiner regulären Fassung kannten, eröffnet sich damit ein neuer Zugang zu einem Klassiker der Szene.
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Weblinks LACRIMOSA:
Homepage: https://www.lacrimosa.com
Facebook: LacrimosaOfficial
Instagram: lacrimosa_official
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