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Lesedauer: 2 MinutenMit der neuen Single „Lifetime“ legen Gone Future am 13. Januar 2026 ihre bislang deutlichste Visitenkarte vor. Der Song erscheint über das Berliner Label Duchess Box Records und folgt auf das Debüt „The Middle“, mit dem die Band im vergangenen Jahr erstmals Aufmerksamkeit in der internationalen Post-Punk- und Psych-Rock-Szene auf sich zog. Gone Future positionieren sich damit weiter als eines der spannendsten neuen Projekte aus Stockholm, getragen von Musikern, die bereits in anderen Kontexten prägende Erfahrungen gesammelt haben.
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„Lifetime“ entstand aus einem Moment, der zunächst kaum nach Post-Punk klang. Ausgangspunkt war eine Hochzeitsmelodie, die Keyboarder Mats Björke kurz vor den Studioaufnahmen auf der Orgel gespielt hatte. Als die Band diese Idee später aufgriff und in eine Molltonart verschob, wandelte sich der festliche Charakter schlagartig. Aus dem ursprünglich warmen Motiv entwickelte sich ein düsterer, schleppender Grundton, der den emotionalen Kern des Songs bestimmt. Diese Umkehr bildet das Fundament eines fast sechsminütigen Stücks, das bewusst Raum lässt und sich Zeit nimmt, seine Wirkung zu entfalten.
Musikalisch verbinden Gone Future auf „Lifetime“ repetitive Strukturen mit einer rauen, aber kontrollierten Melodik. Synth-Rock-Elemente treffen auf Kraut-Einflüsse, Grunge-Texturen und eine melancholische Grundhaltung, die immer wieder an Dark-Psych-Rock erinnert. Vergleiche mit Bands wie Black Rebel Motorcycle Club oder The Black Angels sind dabei naheliegend, ohne dass die Band ihre eigene Handschrift verliert. Der Song erzählt von Liebe zur falschen Zeit, von Unentschlossenheit und der Sehnsucht nach einer alternativen Wirklichkeit – Themen, die nicht dramatisiert, sondern ruhig und fast beiläufig verhandelt werden.
Gone Future bestehen aus Mats Björke (ehemals Mando Diao), Tyra Hasselrot (Dolores Haze), Josefin Lyzwinski (Dead Vibrations) sowie Nicki Dar. Ursprünglich als größeres Projekt gestartet, fand die Band nach internen Veränderungen zu einer klareren, kompakteren Form. Entscheidend dafür waren gemeinsame Sessions im Stockholmer Studio Lab259, wo auch „Lifetime“ aufgenommen wurde. Das Mastering übernahm erneut Filiph Antonsson, während das Artwork von Fotograf Johan Bergmark stammt, der bereits die visuelle Ästhetik von „The Middle“ prägte.
Die Veröffentlichung von „Lifetime“ fügt sich in eine auffällige Release-Abfolge ein. Nach „The Middle“ im Herbst 2025, einer reduzierten Piano-Version im Dezember und der neuen Single im Januar deutet vieles darauf hin, dass Gone Future auf ein größeres Projekt hinarbeiten. Ein Album ist offiziell noch nicht angekündigt, doch die Strategie entspricht dem Vorgehen ihres Labels, neue Acts schrittweise aufzubauen. Hinweise aus den sozialen Medien lassen vermuten, dass weitere Details nicht lange auf sich warten lassen.
Live wird die Band den neuen Song bereits am 16. Januar 2026 in Stockholm vorstellen, wenn sie im Slaktkyrkan im Rahmen des 15-jährigen Jubiläums von Jazz är Farligt auftritt. Damit setzen Gone Future ihre Entwicklung konsequent fort – zwischen melancholischem Post-Punk, psychedelischer Offenheit und einer klaren internationalen Ausrichtung.
Weblinks GONE FUTURE:
Instagram: @gonefutureband
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