Lesedauer: 2 Minuten
Lesedauer: 2 MinutenMit „Let The Flowers Grow“ veröffentlichen Peter Murphy und Boy George rund ein Jahr nach der ursprünglichen Single eine neue Version ihres gemeinsamen Stücks. Für den Remix zeichnet Juno-Reactor-Kopf Ben Watkins verantwortlich, dessen Arbeit das orchestrale Original in einen düster schimmernden elektronischen Rahmen überführt.
🔊 Lass Dir den Beitrag vorlesen (KI-Stimme):
Die Komposition, die Ende 2024 zunächst als eigenständige Single erschien, wurde von Youth produziert, der bereits für Pink Floyd, Killing Joke oder The Orb tätig war. Murphy und George setzten damals ein klares inhaltliches Signal: Ursprünglich aus Georges persönlicher Auseinandersetzung mit queerer Identität entstanden, öffneten sich Text und Tonfall im Verlauf der Produktion zu einer breiteren Reflexion über Zugehörigkeit, Herkunft und individuelle Freiheit. Die positive Resonanz führte dazu, dass der Titel später als Bonustrack auf Murphys Album Silver Shade erschien, das im Dezember von Vive Le Rock zum zweitbesten Album des Jahres gewählt wurde.
Der jetzt vorliegende Remix verlagert den Schwerpunkt deutlich. Watkins, der mit Juno Reactor seit den frühen Neunzigern elektronische Musik, globale Einflüsse und orchestrale Elemente miteinander verbindet, greift den symphonischen Kern des Originals auf, verzichtet jedoch auf dessen elegische Grundhaltung. Stattdessen baut er eine weitläufige, rhythmisch fokussierte Struktur auf, die die Stimmen von Murphy und George schärfer konturiert. Die fließenden Klangflächen des Originals werden durch pulsierende Sequenzen ersetzt, ohne die melodischen Linien zu überdecken.
Hier kannst du die nochmal den originalen Song anhören:
Die Begegnung der beiden Sänger erhält durch diesen Zugriff eine zusätzliche Dimension. Murphy, der in den vergangenen Jahren seine baritonale Intensität neu definiert hat, und George, dessen Stimme hier klar und unaufdringlich geführt ist, wirken im Remix präsenter als zuvor. Watkins nutzt diese Qualitäten, indem er beide Stimmen nicht in ein Arrangement einbettet, sondern sie als leitende Orientierungspunkte einsetzt. Dadurch entsteht eine Fassung, die sich hörbar vom Original löst, ohne dessen Intention zu verwässern.
Weblinks PETER MURPHY:
Homepage: https://www.petermurphy.info
Instagram: petermurphyofficial
Facebook: petermurphyinfo
Bandcamp: https://metropolisrecords.bandcamp.com
Entdecke mehr von Monkeypress.de
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

