Mit „Endurance“ veröffentlichen The Foreign Resort einen Song, der sich unmissverständlich gegen das Erstarken rechtsextremer Kräfte richtet – in Dänemark, in Europa, und darüber hinaus. Sänger Mikkel Borbjerg Jakobsen erklärt: „Der Song heißt ,Endurance’, weil es eine Aufforderung ist, in dem jetzigen politischen Zustand durchzuhalten und nicht aufzugeben. Meiner Ansicht nach war es seit den Nazi-Jahren nicht mehr so schlimm – und diesmal könnte es noch schlimmer werden, da die rechtsextremen Politiker in fast ganz Europa sehr populär sind. Aber wir dürfen nicht aufgeben. Es ist unsere Pflicht, gegen Hass und Rechtsextremismus zu kämpfen.“
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Entsprechend konsequent wählen The Foreign Resort auch den Weg ihrer Veröffentlichung von „Endurance“: Am 7. November erschien die Single zunächst exklusiv auf Bandcamp, begleitet von Links über Bluesky – ein bewusstes Zeichen gegen die großen, pro-Trump-geprägten Plattformen.
Am 12. November folgt die Videopremiere exklusiv bei Monkeypress, wo der Clip für 48 Stunden über einen gesonderten YouTube-Link zu sehen ist. Erst am 14. November wird der Song schließlich auf allen Streaming-Diensten veröffentlicht. Ihr Label Artoffact Records warnte die Band, dass sie durch diesen unkonventionellen Schritt viele Plays verlieren könnte – doch Mikkel bleibt standhaft: „Es erzählt auch eine Geschichte: dass es nicht leicht sein wird, das Gute zu tun in dieser Welt.“
Ein paar klare Gitarrenanschläge eröffnen „Endurance“. Der Sound setzt ein, eine melodische Gitarrenlinie breitet sich aus – ruhig, aber eindringlich. Mikkels Stimme tritt hinzu, verletzlich und besorgt, als würde sie den Zustand der Welt widerspiegeln. Im Refrain gewinnt sie an Kraft: entschlossen und fordernd dringt sie zum Hörer durch. Zwischen Melancholie und Aufbruch spannt sich ein Klangfeld, das sich immer weiter verdichtet. Die Gitarren bäumen sich auf, verhallen, als zögen dunkle Wolken auf. In Mikkels Stimme schwingt Verzweiflung mit, und der gesamte Sound trägt nun die Wucht eines aufziehenden Gewitters. Ein Break durchbricht das aufgeladene Gefüge. Nach der Strophe und dem erneuten Refrain steigert sich „Endurance“ ins unermessliche – alles scheint sich aufzustauen, als würde sich etwas Unausweichliches zusammenbrauen. Die Dramatik wächst, ein Gefühl von Bedrohung liegt in der Luft. Schnelles Gitarrenspiel und treibende Drums treiben die Intensität voran, bis sich die Spannung am Ende langsam löst – und alles sanft ausklingt, als hätte der Sturm die Luft gereinigt, aber nicht die Narben.
Gemischt und gemastert wurde der Song von Francesco Giuliano in Neapel, bekannt als früherer Schlagzeuger und Produzent von HAPAX, heute verantwortlich für den unverwechselbaren Sound des gesamten neuen Albums.
Auch das Video, einmal mehr umgesetzt von Chris Wallis (wie auch bei den Singles „She Is Lost“, „Outnumbered“), übersetzt die Emotionen des Songs in eindringliche, kontrastreiche Bilder. Schwarz-Weiß-Aufnahmen treffen auf einzelne Farbakzente: Eine blonde Frau gießt sich ein Glas Wein ein, geht allein durch die Straßen, während Regentropfen an einer Scheibe herabrinnen. Sie wirkt, nachdenklich, gar bedrückt. Auf ihrem Handy tippt sie die Worte: „So much tension.“ Eine jüngere, tätowierte Frau empfängt die Nachricht, dann folgt der Zusatz: „I don’t feel safe.“
Schnitt. Demonstrationen. Menschenmengen. Polizisten mit Schilden, überall entstehen Feuer und Rauch. Zwischen den Szenen steht Mikkel, ruhig, aber unerschütterlich. Auf seinem Shirt prangt das Symbol eines Mülleimers, in dem eine dunkle Vergangenheit entsorgt gehört. „We stand together“ steht auf einem Stück Papier, während Steine durch die Luft fliegen. „Everyone is so“ schreibt die blonde Frau und es erscheint das Wort „divided“. Im nächsten Moment zerspringt ihr volles Weinglas in tausend Stücke. „Just breathe“, antwortet ihr die junge Dame. Ein Blitz durbricht die dunkle Wolkendecke, und für einen Moment scheint Hoffnung auf – zart, aber spürbar.
„Endurance“ ist kein Song, der beruhigt – er fordert. Er legt die Finger in die Wunden einer zerrissenen Welt, rüttelt auf und erinnert daran, was auf dem Spiel steht. The Foreign Resort rufen uns dazu auf, gemeinsam standzuhalten. Menschlichkeit und Zusammenhalt können Verzweiflung in Haltung und Angst in Entschlossenheit verwandeln. Ein Lied, das lodert – und niemals verglüht.
Alles ist gesagt. Jetzt spricht „Endurance“ selbst – in Bildern, die bleiben:
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Termine THE FOREIGN RESORT:
Weblinks THE FOREIGN RESORT:
Webseite: www.theforeignresort.com
Facebook: @theforeignresort
Instagram: @foreignresort
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