SKUM – Molitva

SKUM - Molitva
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9 Musik

7 Vocals

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Wer nicht bangt, der ist kein Metal-Head

Das Corona-Virus fordert zahlreiche Opfer. Neben den Menschenleben, die auf dem Spiel stehen, sind vor allem auch Künstler und Selbständige betroffen. Damit der Mosh aber nicht komplett ausfällt, und nur ins heimische Wohnzimmer verlagert werden kann, stellen wir Euch an dieser Stelle gerne einen Geheimtipp aus der rheinischen Domstadt vor. Den (Vinyl-)Release ihres Albums dürfen Skum zwar (noch) nicht offiziell feiern, dafür dürft Ihr Euch die zwölf Songs (elf Album-Songs inkl. einer Cover-Version sowie ein Live-Track)  daheim um die Ohren hauen.

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Mit ihrem aktuelle Longplayer Molitva beweisen Skum, dass Metal noch lange nicht tot ist. Gleich der namensgebende Opener gibt den Kurs an: eine treibende Rhythmus-Fraktion peitscht den Gitarrensturm voran, lädt in den Strophen zum Headbangen und im Refrain zum Mitsingen/-shouten ein. Obendrauf garniert mit einem Klampfen-Solo, yeah Baby. Der Gesang ist dabei sicherlich Geschmackssache und gewöhnungsbedürftig. Er wird einigen eventuell zu soft, anderen zu grölig sein. Letztlich siedelt sich der Vierer aus Köln irgendwo zwischen Thrash und Death Metal an, und fühlt sich dort offensichtlich pudelwohl. Wenn es heutzutage überhaupt noch Sinn ergibt, in solch klaren Kategorien zu denken und zu unterscheiden. Die Produktion dürfte dabei sowohl die Alte, als auch die Neue Schule zufrieden stimmen. Während die tighten Drums sehr neumodisch klingen (kickt wie sau!), schallt der Rest etwas klassischer aus den Membranen der Metal-massierten Boxen. Die 1990er lassen schön grüßen und schütteln ihr Haupthaar kräftig zur pumpenden Musi. Headbanger, die sich davon angesprochen fühlen, und ihre Kutte noch längst nicht abgelegt haben, sei dieses Album derbe ans Metal-Herz gelegt.

Neben Titel-Track Molitva sind weitere dringende Anspiel-Tipps Mother Lord, Blood Rush und Seed of Hate. Besonders spaßig ist Jesus He Knows Me, eine flott-rockige Cover-Version des gleichnamigen Phil Collins Songs – inklusive „Oooooohs“ und „Aaaaahs“. Alte und Neue Todesmetall-Schule vermählen sich auf Molitva und zeugen in einer orgasmischen Nacht ein stählernes Wunschkind.

Tracklist SKUM – Molitva

01. Molitva
02. Cowards
03. Zalost
04. Bloodline
05. Need
06. Mother Lord
07. Seed Of Hate
08. Blood Rush
09. Ruin
10. Happy Ending
11. Jesus He Knows Me
12. Zalost (live)

Weblinks SKUM:

Homepage: www.skum.de
Facebook: www.facebook.com/skumofcologne

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