PINK TURNS BLUE – Essen, Turock (21.04.2018)

PINK TURNS BLUE - Essen, Turock (21.04.2018)
Pink Turns Blue, © Michael Gamon
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Das Turock war an diesem sonnigen Aprilsamstag gut gefüllt, als die vier Jungs der Supportgruppe Attic auf der Bühne erschienen, die ohne große Ansage sofort anfingen zu rocken. Und das Wort rocken kann man getrost großschreiben, denn der Band gelang es spielend, mit ihrem Stilmix aus Metal, Grunge und melodischen, powervollen Songs zu überzeugen. Stellenweise konnte man sogar meinen, den Red Hot Chilli Peppers zu lauschen. Und das ist auf jeden Fall ein gutes Kompliment. Attic war ein perfekter Anheizer für das anschließende Event.

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Setlist ATTIC @ Essen, Turock (21.04.2018):

01. Make it through
02. Barbie Doll
03. Looking Glass
04. Unbreakable
05. Truth over Suspicion
06. Taste the other Side
07. Eye on the 9
08. Reveries
09. Little Kid

Pünktlich 21 Uhr eröffnete die 1985 in Köln gegründete Dark Wave/Indierockband Pink Turns Blue ihr Set mit dem Song Something und somit eine große Auswahl ihrer besten Hits. Bei Walking on Both Sides fingen die Fans mit geschlossenen Augen an zum Takt der Musik zu tanzen, als wären sie in Trance. Auch die psychedelische Gitarre bei Give Me Your Beauty unterstrich die fast sakrale Stimmung gekonnt und bei The Clown ging es dann fast ska-mäßig ab und die gutgelaunten Gäste in dem kleinen Club stimmten einen „pogo-light“ Tanz an, bei dem man einfach mitmachen musste. Die Band bestehend aus Michael ‘Mic’ Jogwer (Gesang, Gitarre), Rüdiger ‘Ruebi’ Walter (Bass, Keyboards) und Paul Richter (Schlagzeug) spielte hoch konzentriert, fast statisch und das passte perfekt zur kühlen 80er Jahre Attitüde der Musik. Bemerkenswert auch, wie Pink Turns Blue mit nur drei Instrumenten eine faszinierende Atmosphäre zaubern konnte. Der einzige Showeffekt war im Grunde das Lichtspiel auf der Bühne, welches von rot zu pink zu blau wechselte. Spätestens bei Missing you waren die Fans hoch erhitzt vom Rocken und diese konnten bei Tomorrow Never Comes etwas luftholen und mit dem Partner tanzen – natürlich mit geschlossenen Augen. Die Zeit verging wie im Flug und mit Your Master Is Calling begann schon der letzte Song des ersten Sets, bei dem alle Menschen im Raum zusammen mit Sänger Mic den „Ooooh“-Part des Liedes einstimmten. Die Band verließ den Raum, ließ sich aber vom Publikum überzeugen, noch einige Zugabentitel wie That Was You, A Moment Sometimes und den Clubhit Michelle zu bringen. Bei letzterem Song kam etwas Bewegung ins Bandgefüge, denn Bassist Ruebi bediente den Synthesizer, während Jogwer einige Gitarrenakkorde über den Klangteppich legte. Die minimale Version des Stückes war anders als die, die sich tief ins Gehirn gebrannt hatte, aber diese wurde durch ihren Minimalismus konsequent umgesetzt. Nach dem zweiten Zugabenblock und dem Stück If Two Worlds Kiss, bei dem die Musiker nach und nach die Szene verließen, war nun schließlich das Ende gekommen. Da halfen auch laute Zugaberufe der Fans nichts. Die Party war zu Ende. Wer nun immer noch aufgeheizt war, konnte bei der anschließenden Aftershowparty abtanzen oder sich beim sympathischen Thekenpersonal einen kühlen Cocktail bestellen. Womöglich eine „Pink Lady“ oder einen „Blue Hawaii“. Zum Wohl!

Setlist PINK TURNS BLUE @ Essen, Turock (21.04.2018):

01. Something Deep Inside
02. Dirt
03. Walk Away
04. Walking on Both Sides
05. Give Me Your Beauty
06. The Clown
07. I Coldly Stare Out
08. After All
09. When It Rains
10. Missing You
11. Tomorrow Never Comes
12. State of Mind
13. Can’t Be Love
14. Your Master Is Calling
15. That Was You (Z)
16. A Moment Sometimes (Z)
17. Michelle (Z)
18. When the Hammer Comes Down (Z)
19. If Two Worlds Kiss (Z)

Weblinks PINK TURNS BLUE:

Homepage: www.pinkturnsblue.de
Facebook: www.facebook.com/Pink.Turns.Blue.Official

Foto: Michael Gamon (Archiv – WGT 2016)

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