STONEMAN – Steine

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GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

9 Gesamtnote

Die neue Schweizer HĂ€rte prĂ€sentieren Stoneman mit ihrem fĂŒnften Studioalbum Steine. Mit dem Album geht auch ein Wechsel zu NoCut Entertainment einher. Mit 39 Minuten Spielzeit ist diese Scheibe kein wirklicher Longplayer, allerdings hat man nie das GefĂŒhl, dass ein Song nur als LĂŒckenfĂŒller auf dem Album landet. Qualitativ haben Stoneman hier noch einmal eine ordentliche Schippe nachgelegt und könnten mit Steine in den deutschen Albumcharts weit nach oben klettern.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Mikki Chixx und seine Band besinnen sich auf ihrem neuesten Werk ihrer gewohnten QualitĂ€ten, die – wie sollte es anders sein – immer etwas Rammstein beinhalten. Wer allerdings ein beinhartes Rockding erwartet, den muss ich bereits hier enttĂ€uschen. Bereits am Opener Wir schreiben Geschichte zeigt sich, dass das Album Ă€ußerst abwechslungsreich und melodisch sehr eingĂ€ngig ist. Hier werden sie sehr passend von einer weiblichen Stimme unterstĂŒtzt, die einen angenehmen Kontrast zu den dunkleren mĂ€nnlichen KlĂ€ngen bildet. Das Kofferlied verursachte bei mir sofort nach dem ersten Hören gute Laune. Dies nicht nur theoretisch wegen des ernsten Inhaltes, sondern eher, weil es so ĂŒberzeugend euphorisch fĂŒr Feuer und Dynamit wirbt. Eiskalt ließ mich die ersten Sekunden skeptisch an Rammstein denken, doch sobald hier wieder die weibliche Stimme einsetzt, muss ich zurĂŒckspulen und mich an dieser genialen Kombo immer wieder erfreuen. Mein absoluter Liebling auf der Scheibe ist jedoch der Song Steine. Eine Ballade unterstĂŒtzt von den Kindern der Musicalschule VOICESTERS aus Zug. Dieser Song verursacht GĂ€nsehaut und wer nah am Wasser gebaut ist, muss sich hier die eine oder andere TrĂ€ne verkneifen. DafĂŒr weckt der darauf folgende Titel – Wenn der Teufel – Erinnerungen an den Track Devil in a Gucci dress vom Album Sex Drugs Murder. Ein perfektes Ein- und Aussetzen von Instrumenten und Gesang bietet Ich hass mich nicht genug, um dich zu lieben und wird dabei gleich textlich eine Nummer derber. Mit Gott weint zeigt Stoneman seine schwermĂŒtigen Seiten und lĂ€sst auch wieder ganz viel GĂ€nsehaut zurĂŒck. Die von Spiegelbild aber sogleich wieder vertrieben wird. Denn irgendwie möchte man der Aufforderung folgen und (vielleicht auch vor dem nĂ€chsten Spiegel) tanzen. Und wenn man schon einmal mit sich selbst beschĂ€ftigt ist, kann man An der Leine gleich weiterlaufen lassen und darĂŒber sinnieren, warum man nicht schizophren werden sollte. Das einzige Lied, mit dem ich nicht richtig warm werden kann, ist Kaltes klares Wasser und dies liegt nicht nur am Titel. Der finale Track Dein Geheimnis lĂ€sst mich nachdenklich zurĂŒck und ich springe zurĂŒck auf das erste Lied und drĂŒcke PLAY.

Als Fazit kann ich hier nur eine dringende Kaufempfehlung geben. Auch wenn eingefleischte SteinmĂ€nner und -frauen die gewohnte hĂ€rtere Gangart vermissen werden. So ist dies das wohl Beste, was man von Stoneman bisher hören durfte. DafĂŒr dĂŒrfte mit ihrem Album Steine die Fanbase weiter wachsen.

Tracklist STONEMAN – Steine:

01. Wir schreiben Geschichte
02. Kofferlied
03. Eiskalt
04. Steine
05. Wenn der Teufel
06. Ich hass mich nicht genug, um dich zu lieben
07. Gott weint
08. Spiegelflicker
09. An der Leine
10. Kaltes klares Wasser
11. Dein Geheimnis

Weblinks STONEMAN:

Homepage: www.stonemanmusic.ch
Facebook: www.facebook.com/stonemanmusic

Steine

Preis: EUR 8,99

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