HOTEI – Strangers

Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung:


8

Gesamtnote

8

Bisher war Tomoyasu Hotei, wenn er ĂŒberhaupt irgendwie bekannt vor, hierzulande er dadurch bekannt, dass er mal auf Soundtracks mitgewirkt hat und gelegentlich mal Gastmusiker war. Bei Apocalyptica beispielsweise konnte man ihn hier und da mal hören. Jetzt aber ist es andersrum: Diesmal ist es sein Album und es sind stattdessen GĂ€ste mit dabei. Im Mittelpunkt stellt er dabei sein virtuoses Gitarrenspiel, aber die GĂ€ste Iggy Pop, Shea Seger, Richard Z. Kruspe (Rammstein/Emigrate), Noko (Apollo 440 u.a.) und Matt Tuck (Bullet For My Valentine) haben auch ihren Anteil am Album. Dennoch gelingt es Hotei dabei, dass das Album zusammenhĂ€ngend wirkt.

ZunĂ€chst einmal eröffnet Hotei sein Album mit Medusa als reinem Instrumentaltrack, das entspannt und gleichermaßen mystisch ist, wĂ€hrend sich Spannungen aufbauen und gelungene GitarrenlĂ€ufe begegnen. Der Anfang ist gemacht, es folgt Iggy Pop, der auf How The Cookie Crumbles seine Stimme beisteuert und auch spĂ€ter auf Walking Through The Night noch einmal begegnet. Polternde KlĂ€nge, die Iggy Pop genug Spielraum fĂŒr seinen unverkennbaren Gesang lassen, wĂ€hrend sich auch Hotei nicht verstecken muss. Dabei hat Hotei generell einen großen Spielraum in dem, was er so rockenderweise da tut. Wenn in Kill Or Kiss sowie auch in Texas Groove die SĂ€ngerin Shea Seger mit dabei ist, sind Funk und Groove mit dabei, aber auch geradlinige Rock-Passagen sind nicht zu ĂŒberhören. Dazu die eingĂ€ngige Stimme.

Wenn dann Richard Z. Kruspe dabei ist, ist hingegen eher ein Einfluss aus dem Industrial-Rock zu vernehmen, der Hotei auch steht, denn auch hier kann er mit Melodie-LĂ€ufen einen guten Anteil liefern. Barrel Of My Gun mit Noko hingegen gehört eher zu den getragenen Momenten, wĂ€hrend es bei Kill To Love You mit Matt Tuck zwar teilweise eher im mittleren Tempo zugeht, aber dennoch klar gerockt wird. Aber auch ohne Gastmusiker kann Hotei glĂ€nzen, denn er braucht nicht immer Stimme dabei, wie er beispielsweise in Strangers beweist – einem gelungenen Instrumental-StĂŒck. Zum Schluss dann noch Battle Without Honor Or Humanity, das er einst zum Soundtrack von Kill Bill beisteuerte und schon ist die Reise beendet. Ein erstaunlich rundes Album trotz der GĂ€ste und der vielen EinflĂŒsse!

Tracklist HOTEI – Strangers:

01. Medusa
02. How The Cookie Crumbles (feat. Iggy Pop)
03. Kill Or Kiss (feat. Shea Seger)
04. Move It (feat. Richard Z. Kruspe)
05. Barrel Of My Own Gun (feat. Noko)
06. Kill To Love You (feat. Matt Tuck)
07. Strangers
08. Walking Through The Night (feat. Iggy Pop)
09. Texas Groove (feat. Shea Seger)
10. Into The Light
11. Departure
12. Battle Without Honor Or Humanity

Weblinks HOTEI:

Homepage: www.hotei.com
Facebook: www.facebook.com/HOTEI
Twitter: www.twitter.com/HoteiOfficial

Geschrieben von
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