CYNDI LAUPER РKöln, E-Werk (02.07.2016)

Cyndi Lauper, © Markus Hillgärtner
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Man k√∂nnte den Abend auch mit „Ladys wanna have fun“ kurz beschreiben, als sich die New Yorkerin Cyndi Lauper nach langer Zeit mal wieder in Deutschland sehen lie√ü. Sie hatte sich f√ľr ihr einziges Konzert in Deutschland K√∂ln ausgesucht, aber sie hatte einen schier unbesiegbaren Gegner: Den¬†Fu√üball oder anders gesagt,¬†die deutsche Nationalmannschaft und ihr Spiel gegen Italien. Das f√ľhrte dazu, dass das E-Werk, trotz einer verdienten K√ľnstlerin, nur bis zur H√§lfte gef√ľllt war. Der Performance ‚ÄěDer Lauper‚Äú tat dies aber keinen Abbruch. Ehe man sich aber die Frau, die trotz ihres Alters das Image der frechen G√∂re wohl nie mehr los wird, ansehen konnte, gab es noch einen interessanten Support-Act. Mit Neil Thomas, einem jungen Musiker aus London, der spartanisch arrangierten, leicht zug√§nglichen Pop spielt und dessen Nummern wie Close to the Heart von den K√∂lnern mit wohlwollendem Applaus belohnt wurden.

Nach einer angenehm kurzen Umbaupause dann der Star des Abends – und Cyndi Lauper ist immer noch ein Garant f√ľr eine gute Show. Ihr letztes Album Detour ist eine Country-Hommage an die gro√üen Frauen dieses Genres, wie Wanda Jackson, Patsi Cline und nat√ľrlich Dolly Parton, einem gro√üen Vorbild von Cyndi Lauper. Somit ist es klar, dass einige Songs des aktuellen Albums auch das Ger√ľst des Konzerts bilden. Schon der Opener Funnel of Love von Wanda Jackson ist ein Hinweis darauf. Aber es gibt auch gen√ľgend Verweise an ein ganz besonderes Jahrzehnt, n√§mlich die 1980er Jahre.

Schon im zweiten Song zeigt die Lauper, deren rosa Haare ganz im Kontrast zu ihrem schwarz gehaltenen B√ľhnenoutfit stehen, dass es doch die alten Songs sind, die die Leute zum kollektiven Ausrasten bringen. She Bop etwa oder das Roy Orbison-Cover I drove all night. When you were mine vom k√ľrzlich verstorbenen Prince sorgt zudem f√ľr eine ganz spezielle G√§nsehaut.

Dazwischen erz√§hlt sie manche Anekdote, wie etwa die, dass sie einst in Deutschland im Vorprogramm von Joe Jackson auftrat. Dieses Diven-hafte gepaart mit der „M√§dchen von nebenan“-Attit√ľde¬†kommt in K√∂ln gut an. Ihr Humor ist bekannt und man hat viel Spa√ü, wenn Cyndi Lauper jodelt, wie in I want to be an Cowboys Sweetheart und¬†dann ist die Frau auch noch eine Ikone der Schwulenbewegung und das passt am Vorabend des CSD in K√∂ln nat√ľrlich ebenfalls ganz wunderbar.

Mit einer kraftvollen Version von Money changes everything aus ihrem Deb√ľtalbum She¬īs so unsusal geht sie dann von der B√ľhne, aber ohne Girls just want to have fun, Time after time und True Colours,¬†das¬†a capella nur von der¬†S√§ngerin allein performt wird, kann ja Cyndi Lauper nicht gehen. Danach geht ein irgendwie zu Herzen gehendes Konzert p√ľnktlich zum Elfmeterschie√üen zu Ende…

Fotos: Markus Hillgärtner

Weblinks CYNDI  LAUPER:

Website: cyndilauper.com
Facebook: https://www.facebook.com/officialcyndilauper
Twitter: https://twitter.com/cyndilauper

Detour

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