Interview mit FKP SCORPIO zum M’ERA LUNA 2016

Interview mit FKP SCORPIO zum M'ERA LUNA 2016
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Ein Festival, das auch im Jahr 2016 nicht aus der Festival-Landschaft im Bereich der dunklen Musik wegzudenken ist, ist das M’era Luna in Hildesheim. Wie jedes Jahr geben sich auch diesmal in Hildesheim wieder die großen Acts der dunklen Musik die Ehre und treffen auf vielversprechende Newcomer und alteingesessene Helden. Mit Elektro, Gothic Rock, Mittelalter und mehr ist musikalisch viel geboten, dazu kommt auch in diesem Jahr ein großes Rahmenprogramm mit Lesungen, Mittelaltermarkt und mehr. Wir haben dem Veranstalter FKP Scorpio einen Schwung Fragen zum Festival gestellt. Hier nun die Antworten von Katja Wittenstein.

Das Festival naht mit großen Schritten. Wie ist der Stand der Vorbereitungen? Was ist in diesem Jahr neu und anders gegenüber den Vorjahren beim M’era Luna?
Wir sind gut in der Zeit. Alles läuft planmäßig. Das Programm und das Rahmenprogramm stehen und wir werden in diesem Jahr unser Augenmerk darauf legen, die Neuerungen, die wir in den letzten Jahren eingeführt haben, weiter auszubauen und zu optimieren.

Was würdet Ihr sagen, unterscheidet das M’era Luna von anderen Festivals? Was ist sozusagen das Alleinstellungsmerkmal?
Es ist seit Ende der 90er ein fester Bestandteil im Kalender der schwarzen Szene. Derzeit ist es in dieser Form das größte Gothic Festival Europas.

Wie würdet Ihr das Line-Up beschreiben? Worauf habt Ihr beim Zusammenstellen der Bands besonderen Wert gelegt?
Wir gucken immer, dass wir auf den Bühnen den vielfältigen musikalischen Vorlieben unserer Besucher gerecht werden, darum reicht das Programm auch von Hardrock, über mittelalterliche Klänge bis hin zu EBM und all den Spielarten davon und dazwischen. So kommt an den zwei Tagen jeder auf seine Kosten. Auch bei der Prominenz der Künstler versuchen wir sowohl neue Künstler als auch nationale und internationale Stars ausgewogen zu mischen.

Stand jetzt ist noch kein Timetable verfügbar. Nach welchen Kriterien stellt Ihr diesen zusammen? Was gehört hier zu den größten Herausforderungen?
Der Timetable kommt immer ein paar Wochen vor dem Festival, da sich tatsächlich bis dahin auch immer noch etwas verschieben kann. Die Kunst ist, die Reihenfolge der Bands entsprechend ihrer Routings, ihrer Größe und natürlich auch stimmig im Gesamtkonzept zusammen zu stellen. Das ist wie puzzeln.

Interview mit FKP SCORPIO zum M'ERA LUNA 2016Regelmäßig kommt es wieder vor, dass die Hangar-Bühne voll ist und kein Einlass mehr möglich ist. Wonach entscheidet Ihr, wer auf welcher Bühne spielt?
Das entscheiden gar nicht immer wir, manchmal möchten auch die Bands lieber im Hangar spielen, weil ihre Show dort besser wirkt.

In den Vorjahren war das Festival regelmäßig ausverkauft. Wie ist der Stand in diesem Jahr? Sieht es wieder danach aus?
Wir sind zufrieden mit dem Vorverkauf und gehen davon aus, wieder ausverkauft zu sein.

Schaut man aktuell auf die Homepage, so werden bisher nur Wochenend-Tickets angeboten. Die wiederkehrende Frage: Sind auch in diesem Jahr Tagestickets geplant?
Es macht natürlich keinen Sinn, Tagestickets anzubieten, bevor der Timetable steht. In diesem Jahr werden wir mit dem Verkauf der Tagestickets, wie jedes Jahr, erst mit Veröffentlichung des Timetables beginnen. Dazu muss gesagt werden: die Kapazität des Geländes ist begrenzt. Wir wollen den Komfort im Veranstaltungsgelände beibehalten und stimmen deshalb die Tagesticketkontingente genau mit dem Verkauf der Kombitickets ab. Ist die Gesamtkapazität erreicht, dann schließen wir den Verkauf für diesen einen Tag.

Nachdem man neben dem „normalen“ Ticket im Vorjahr noch die Wahl hatte zwischen „Ganymed“ und „Phobos“, gibt es in diesem Jahr nur „Phobos“. Wie kam es dazu?
Das ist nicht korrekt: Auch die Ganymed-Unterkünfte wurden angeboten. Das kleine Kontingent der Zelte war ziemlich schnell ausgebucht und hat dazu geführt, dass wir versucht haben wenigstens das Kontingent der Phobos-Unterkünfte zu vergrößern. Aus dem Grund sind jetzt nur noch einige wenige Phobos-Zelte da  – wer noch eins möchte, sollte nicht zu lange warten…

Mit 384 Euro ist der Preis für „Phobos“ ziemlich hoch. Wie würdet Ihr dem Besucher diese Art der Unterkunft dennoch schmackhaft machen? Was ist besonders am „Phobos“?
Das schmackhaft machen ist gar nicht nötig. Die Einführung von etwas luxuriöseren Campingangeboten war eine Reaktion auf vielfachen Besucherwunsch, da die Hotels im Umkreis des Festivals immer frühzeitig ausgebucht sind und viele gerne etwas komfortabler nächtigen wollen, ohne das Gelände verlassen zu müssen.

In den letzten Jahren waren immer soziales Engagement und Umwelt schonende Maßnahmen auf dem M’era Luna zu sehen. Was ist in der Hinsicht in diesem Jahr geplant?
Das wird es alles auch dieses Jahr wieder geben. Angefangen beim Müllpfand, Müllinseln und Müllabfuhr, über Pfandbecher, Viva con Agua, Foodsharing Projekte, Mitfahrgelegenheit und und und.

Ein Thema, das Festivals in den letzten Jahren verstärkt begleitet, ist der Aspekt Sicherheit, der auch in diesem Jahr wieder an Aktualität gewonnen hat. Wie bereitet Ihr Euch – und in diesem Atemzug auch die Besucher – auf Eventualitäten in Sachen Unwetter vor?
Wir haben seit Jahren ein umfangreiches Sicherheitskonzept, das zusammen mit den zuständigen Behörden und Sicherheitsdiensten entwickelt und abgestimmt wurde, das u.a. auch Unwetter-Szenarien vorsieht. Je nach Situation greift dann das entsprechende Szenario.

Interview mit FKP SCORPIO zum M'ERA LUNA 2016Nach der Berichterstattung durch den NDR im Jahr 2014 sagtet Ihr letztes Jahr, Ihr hofft, 2016 wieder etwas derartiges realisieren zu können. Wird es in diesem Jahr wieder eine mediale Begleitung mit bewegten Bildern geben?
Die Resonanz auf den Live-Stream in 2014 war so gut, dass wir dieses Jahr entschieden haben, wieder einen Live-Stream anzubieten. Mit Hilfe vom NDR und unseren Partnern sind wir sehr stolz, dass es uns gelungen ist. So können wir das dunkelste Festival Deutschlands auch weit über die Bundesgrenzen hinaus präsentieren.

In den Vorjahren waren auf Euren Festivals immer Lotsen im Einsatz. In diesem Jahr sieht man nichts davon auf der Homepage, allerdings werden dennoch Jobs mit ähnlichem Profil ausgeschrieben. Wie kam es zu der Abkehr vom „Lotsenprojekt“?
Das Lotsenprojekt ist in den letzten Jahren immer größer und mehr geworden und hat intern sehr viele Kapazitäten gebunden. Wir pausieren das Projekt und nutzen die Zeit, uns neu zu sortieren und zu gucken, wie wir es evtl. künftig weiterführen können.

Dennoch werden ja die Mitarbeiter gesucht. Warum würdet Ihr sagen, ist es ein toller Job, auf den man sich bewerben sollte?
Es ist sicher eine gute Gelegenheit, ein Festival mal von einer anderen Seite kennenzulernen.

Kommen wir zum Bereich „praktische Hinweise“… Was würdet Ihr sagen, gehört unbedingt ins Festivalgepäck?
Das Ticket und Kleidung für wirklich jede Wetterlage!

Gehen wir zum Schluss mal einen Schritt weiter und stellen uns vor, es ist Montagmorgen nach dem Festival. Wie muss es gelaufen sein, damit Ihr sagen könnt: „Ja, das war ein richtig gelungenes Wochenende“?
Wenn die Besucher zufrieden und mit einem Lächeln nach Hause fahren und den Wunsch haben, nächstes Jahr wieder, dann haben wir unser Ziel erreicht.

Weblinks M’ERA LUNA:

Homepage: www.meraluna.de
Facebook: www.facebook.com/meralunafestival
Twitter: www.twitter.com/meralunafstvl

Bilder: Malte Schmidt (Bild 1, Bild 3), Titus Eisenmenger (Bild 2)

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