HOLY ESQUE – At Hope’s Ravine

HOLY ESQUE - At Hope's Ravine
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8 Gesamtnote

8

Nach zwei Mini-Anläufen haben es die Schotten mit At Hope´s Ravine endlich vollbracht ihr erstes vollständiges Album zu erschaffen. Glücklicherweise hat sich seit der Veröffentlichung vor vier Jahren nicht viel verändert. Die Saiten der Gitarren wurden noch immer nicht geglättet, damit es auch auf ganzer Länge in den Ohren kratzt. Der außergewöhnliche Gesang von Pat Hynes zittert mit Worten der Liebe und des Leids dazu fiebrig weiter.

Liebgewonnenes aus der Vergangenheit von Holy Esque – wie Rose oder Strange etwa, hat gleichwertige Gesellschaft bekommen. Schon der Opener trifft ins Zentrum düsterer Liebschaften, wenn sich das wehmütige Organ theatralisch über schrabbelnde Gitarren und flirrender Elektronik ergießt. Der Sound bleibt rau und unpoliert, so wie in den besten New Wave / Post Punk Zeiten dieser Welt. Die anfängliche Fröhlichkeit eines Songs bekommt mit der vibrierenden Stimme oftmals einen Schleier der Traurigkeit verpasst. Die dadurch verursachte Gänsehaut glättet sich schnell zum treibenden Schlagzeugrhythmus von Silences, zudem die Saiten der Instrumente geschreddert werden.

Bombast und Traurigkeit liegen bei Holy Esque immer nah beieinander, sodass sich die euphorischen Momente meterhoch türmen und im nächsten Augenblick zusammenfallen. Wer zuviel Fröhlichkeit nicht verträgt, der hat insgeheim auf ein Stück wie At Hope´s Ravine gewartet, um die Lücke im CD Schrank neben Interpol und Co. sinnvoll zu füllen.

Tracklist HOLY ESQUE – At Hope’s Ravine:
  1. Prism
  2. Rose
  3. Hexx
  4. Covenant (III)
  5. Silences
  6. Strange
  7. Doll House
  8. Tear
  9. My Wilderness
  10. St.
  11. At Hope´s Ravine
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