ESKOBAR – Magnetic

ESKOBAR - Magnetic
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

8 Musik

9 Abwechslung

Gesamtnote

8.5

Betrachtet man Eskobar mal genauer, so hat man den Eindruck, es mit einer Band zu tun zu haben, die irgendwie immer da war, regelmäßig gut abgeliefert hat, aber nie so richtig auf der großen Bühne stand. Wobei das eigentlich ein Eindruck ist, der täuscht. Nach der ersten Tour mit den Wannadies im Jahr 1999 teilte man sich die Bühne mit Sting, veröffentlichte ein Duett mit Heather Nova, war für den Grammy nominiert und und und. Nur hierzulande hat es eben – abgesehen von Ausstrahlungen der Musikvideos zu Zeiten von Viva Zwei – nie so richtig geklappt. Über das Warum lässt sich wie so oft nur spekulieren, die musikalische Qualität ist zumindest auch auf dem neuen Album Magnetic wieder hoch.

Gekonnter Indie-Pop mit Folk-Einflüssen begegnet auf dem neuen Album, das sowohl ruhige Töne anschlägt als auch die großen Gesten nicht scheut. Was „große Geste“ meint, merkt man schon beim Opener Untrap Yourself, der mit einem breitwandigen Sound eröffnet und in diesem Soundgewand gut im mittleren Tempo agiert. Ein Stück, das neugierig auf das Album macht, ein gut gewählter Opener, der nicht zuviel verspricht. Denn die Stärken der Band werden über die gesamte Länge gut hochgehalten. Eskobar beweisen gut, dass es eben nicht immer das hohe Tempo benötigt, um spannend zu bleiben. Gutes Songwriting und ein Gespür dafür, Gefühle zu transportieren, sind die Stärken bei Eskobar. Auch ein Stück wie Escape ist ein guter Repräsentant für Magnetic. Eingängiges Piano-Spiel, einfühlsamer Gesang und ein treibender Grundrhythmus ziehen den Hörer hier in den Bann. Hinzu tritt das Drumming, das die Spannung aufrechterhält. Wie abwechslungsreich Eskobar auf ihrem neuen Werk sind, zeigt dann das folgende Rocketship, das zu den druckvollsten Momenten des Albums gehört. Mit einem stampfenden Grundrhythmus, dem Einsatz von Bläsersätzen und einer guten Dynamik ist hier ein herausragendes Stück gelungen. Keine Frage: Eskobar schreiben nicht nur gut, sondern auch abwechslungsreich.

So bleibt am Ende im Grunde nur zu wünschen, dass der eingangs erwähnte Status Quo mit diesem Album durchbrochen wird und Eskobar eine größere Aufmerksamkeit bekommen. Magnetic hat es verdient!

Tracklist ESKOBAR – Magnetic:

01. Untrap Yourself
02. Grab Me
03. Starlight
04. Escape
05. Rocketship
06. Minute After Minute
07. To The Rescue
08. You’re My Choice
09. Our Song
10. Magnetic
11. We Had A Good Run

Weblinks ESKOBAR:

Homepage: www.eskobar.com
Facebook: www.facebook.com/EskobarOfficial
Twitter: www.twitter.com/eskobar

Written By
More from Marius Meyer

SOLAR FAKE – München, Backstage (22.08.2020)

Das hat gefehlt. Eindeutig. Man hat es schon daran gemerkt, wie laut...
Read More