PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUB – Augsburg, Kantine (05.03.2016)

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Nachdem die gro├čen St├Ądte bereits bespielt wurden, hat man sich im Hause Phillip Boa daf├╝r entschieden, diesmal eine Tour zu spielen, bei der auch St├Ądte bespielt werden, die vielleicht nicht unbedingt die Orte sind, bei denen man an berauschende Konzertabende denkt. Nach dem Tourstart in Koblenz ging es dementsprechend runter in den S├╝den, wo man eben nicht M├╝nchen als Ort f├╝r die Show w├Ąhlte, sondern stattdessen Augsburg auserkor und die dortige Kantine beehrte. Dass dieser Plan aufgeht und zusammen mit der Showidee ÔÇ×Phillip Boa and the Voodooclub play songs + singles from their catalogueÔÇŁ einen hervorragenden Abend bescheren kann, merkte man in der gut gef├╝llten Kantine schnell.

Zwar wurde das aktuelle Album Bleach House gar nicht wegdiskutiert, aber Phillip Boa wusste auch an diesem Abend, warum seine Shows besucht werden: Die Fans m├Âchten nat├╝rlich auch die Hits h├Âren. So wunderte es dann wenig, dass man nach dem Opener Kill The Future direkt den Back-Katalog er├Âffnete und mit Annie Flies The Lovebomber ins Jahr 1988 zur├╝ckgeht und von hier aus einen guten ├ťberblick ├╝ber die umfangreiche Diskografie er├Âffnete. Wieviele Klassiker da zu finden sind, merkte man schon fr├╝h, schlie├člich kann es sich nicht jeder leisten, beispielsweise einen Hit wie Fine Art In Silver bereits an vierter Stelle rauszuhauen.

Pris ist weit mehr als ÔÇ×die neue PiaÔÇť

Die Show entwickelte sich in der Folge zum Selbstl├Ąufer ÔÇô die Chemie zwischen Band und Publikum stimmte, Phillip Boas Dankbarkeit ob dem, was aus dem Publikum zur├╝ckkam, war nicht gespielt. Love On Sale, I Dedicate My Soul To You, Albert Is A Headbanger und wie sie alle hei├čen: Nat├╝rlich durften sie auch in Augsburg nicht fehlen und wurden gefeiert. Mit And Then She Kissed Her endete zun├Ąchst einmal der regul├Ąre Teil der Show und hier durfte Pris noch einmal beweisen, wie gut sie sich inzwischen in den Voodooclub eingef├╝gt hat. Man muss es deutlich sagen: Pris ist weit mehr als ÔÇ×die neue PiaÔÇť, sie ist kein Ersatz, sondern eine herausragende S├Ąngerin und eine markante Stimme, die f├╝r den Voodooclub eine absolute Bereicherung darstellt.

Dass bei dem bisherigen Set Zugaben an der Tagesordnung waren, sollte eine Selbstverst├Ąndlichkeit darstellen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass St├╝cke wie Container Love noch nicht gespielt wurden. Insgesamt f├╝nf St├╝cke waren es, die sich die Band f├╝r die Zugabe aufgespart hatte, darunter eben auch das besagte Container Love. Band und Publikum genossen auch in der Zugabe sichtlich den Abend und zelebrierten ihn bis hin zum finalen Kill Your Ideals, das einen nach einem Set, das keine W├╝nsche offenlie├č, in die Nacht entlie├č. Auch nach all den Jahren ist Phillip Boa in H├Âchstform. Daher zum Abschluss an dieser Stelle die klare Empfehlung, sich selbst bei einer der noch ausstehenden Shows davon zu ├╝berzeugen!

Setlist PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUB ÔÇô Augsburg, Kantine (05.03.2016)

01. Kill The Future
02. Annie Flies The Lovebomber
03. Get Terminated
04. Fine Art In Silver
05. Til The Day We Are Both Forgotten
06. Love On Sale
07. The One Who Howls At The Moon
08. For What Bastards
09. Don’t Pull My Whole Life Away
10. Boyscout
11. I Dedicate My Soul To You
12. Deep In Velvet
13. Sunny When It Rains
14. Atlantic Claire
15. Albert Is A Headbanger
16. Loyalty
17. Bells Of Sweetness
18. And Then She Kissed Her
19. Standing Blinded On The Rooftops (Z)
20. Container Love (Z)
21. Diana (Z)
22. This Is Michael (ZZ)
23. Kill Your Ideals (ZZ)

Foto: Jesko M├Ągle (Archiv)

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