ELIOT SUMNER – Köln, Studio 672 (11.11.2015)

Fotos: Eliot Sumner
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Eliot Sumner, die vor 5 Jahren noch unter dem Pseudonym “I Blame Coco” mit ihrem Hit Self Machine für Furore sorgte und große Hallen füllte, fand sich pünktlich (aber unverkleidet) zu Beginn der 5. Jahreszeit in Köln ein. Der Name sollte nicht das Einzige sein, was sich seitdem verändert hat, so hat sich ihr Sound von der elektronischen Richtung abgewandt und kommt nun deutlich rockiger daher.
Im Gepäck hatte die gute Dame 11 neue Songs von denen 5 bereits auf der EP Information enthalten sind, welche kürzlich veröffentlicht wurde. Selbstverständlich stand sie nicht alleine auf der Bühne, sondern hatte einen Gitarristen, einen Schlagzeuger sowie einen deutschstämmigen Keyboarder im Rücken, während sie ihren Gesang selbst am Bass begleitete. Ich sehe an dieser Stelle davon ab, auf die Parallelen zu ihrem Erzeuger zu verweisen, da es mittlerweile hinreichend bekannt sein dürfte, um wessen 25-jährigen Sprössling es sich hier handelt…
Eliot hatte sichtlich Spaß auf der kleinen Bühne und zeigte sich zudem sehr amüsiert über eine betrunkene Piratin im Publikum, die mit Fernglas, Hakenhand und Papagei ihre eigene Party feierte und abseits der Bühne ein bisschen zum heimlichen Star des Abends wurde. Zwischen den Songs gab es nur wenige und kurze Ansagen, in denen sie wissen wollte, ob alle gut drauf und betrunken sind, doch der Fokus lag an diesem Abend eindeutig auf der Musik. Zu den Highlights des Abends zählten definitiv After Dark und Come Friday, sowie der Set-Abschluss Information und so verging der knapp einstündige Auftritt wie im Fluge. Doch wollte man sie so schnell nicht gehen lassen, sodass sie sich als Zugabe zu einer Garagepunkversion von Self Machine hinreißen ließ.

Wer ein wenig Geduld mitbrachte hatte im Anschluss die Gelegenheit, die sympathische Dame persönlich kennenzulernen. Dabei stellte sich u.a. heraus, dass sie Deutsch spricht und den Namen gewechselt hat, weil ihr “I Blame Coco” nicht mehr gefiel. Auch der Rest der Crew zeigte sich sehr zugänglich und Keyboarder Jan stimmte mit der Piratin sogar alte Karnevalsklassiker an, ehe sie zum Feiern weiterzogen.

Alles in allem hat es sich also auch für Nicht-Karnevalisten gelohnt, am 11.11. Köln aufzusuchen.

Setlist ELIOT SUMNER @ Köln, Studio 672 (11.11.2015):
01. Dead Arms Dead Legs
02. Firewood
03. Followed You Home
04. Let Love
05. After Dark
06. Halfway To Hell
07. Wobbler
08. Species
09. Hexes
10. Come Friday
11. Information
12. Self Machine (Z)

Fotos: André Techert

Tags from the story
, , , , ,
Written By
More from Linda Hartung

AMENRA – Dortmund, Junkyard (18.02.2019)

Ganz großes Kino erwartete die Besucher des ausverkauften Dortmunder Junkyards am Montag,...
Read More