ALIEN SEX FIEND – K├Âln, Luxor (19.09.2014)

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Dass es voll werden w├╝rde war mir schon klar als ich las, dass Alien Sex Fiend f├╝r nur ein exklusives Konzert nach Deutschland kommt, aber dass das Luxor zu einem Hexenkessel mutiertÔÇŽ nicht schlecht!

Alien Sex Fiend geh├Ârten zu den Urgesteinen der britischen Gothic und Punk Szene. Entstanden Anfang der Achtziger Jahre aus dem Ehepaar Fiend (Christine und Nikolas Wade), gaben Sie 1982 im legend├Ąren Londoner Batcave, in dem Nik auch Mitgestalter war, ihr erstes Konzert. Sie waren nie typische Vertreter der Gothic-Szene. Waren Sie optisch zwar schon immer extrem, aber doch noch zuzuordnen, gelingt dieses musikalisch nicht wirklich. Ihre Musik ist immer eine nicht fest zu machende Mischung aus (Elektro-)Punk, Gothic, House und Wave, oder soÔÇŽ Nichts was direkt in eine Schublade passt, und auch nicht was best├Ąndig ist. Christine und Nik probieren aus und testen was Ihnen gef├Ąllt ohne R├╝cksicht auf das was ÔÇ×InÔÇť ist. Und das ist gut so.

Als ich gegen 19.30 Uhr im K├Âlner Luxor ankam standen, Dank des guten Wetters, die meisten G├Ąste noch vor der T├╝r. Eine gute Gelegenheit sich einen Platz direkt vor der B├╝hne zu besorgen. Gut zum Gucken was so auf der B├╝hne passiert, schlecht f├╝r Leute die ├Âfter Mal auf die Toilette m├╝ssen oder einen gesteigerten Bedarf nach Kaltgetr├Ąnken haben.

Die B├╝hne war schon ASF-like mit ummodellierten Schaufensterpuppen, Totensch├Ądeln und Spinnennetzen verziert. Eine Vorband gab es ja nicht.
Der eigentliche Beginn wurde auf 20.30 Uhr verschoben, was aber nicht alle mitbekommen hatten. So f├╝llte sich das Luxor dann auch bis 20 Uhr ordentlich und es kamen die ersten Rufe auf, dass die Familie Fiend doch ÔÇ×BitteÔÇť die B├╝hne betreten solle. Das Warten sollte sich aber lohnen!

Mit Unterst├╝tzung durch Doc Milton an der Gitarre und einem, mir leider Unbekannten im Hintergrund, betraten Mrs. Fiend und Nik Fiend dann die B├╝hne und legten direkt mit Smells like aus dem Jahre 1986 los. Die restliche Setlist war dann auch zum gr├Â├čten Teil auf die ersten 10 Jahre Ihres Schaffens zur├╝ckzuf├╝hren, was das Publikum dankend annahm und den Bereich vor der B├╝hne f├╝r die ein oder andere Pogo-Einlage nutzte.

Niks eigene Art von ÔÇ×GesangÔÇť, abgehacktes Geschrei und ab und an ein Brummen, passt ganz klar zu seiner Optik und bildet mit der restlichen B├╝hne schon ein Kunstwerk f├╝r sich. Dazu bewegt er sich leicht verwirrt auf der B├╝hne auf und ab, bedient sich verschiedener Requisiten, wo einem schon klar wird, das er sich selber nicht so ernst nimmt. Die aufgeblasene Banane musste genauso fliegen wie die Plastik-Knochen die, nach eleganter Fu├čballmanier, ins Luxor bef├Ârdert wurden.

Nach R.I.P. war dann erst einmal Ende und ASF zog sich f├╝r eine recht lange Zeit hinter die B├╝hne zur├╝ck um dann aber, nach langem pfeifen, klatschen und rufen, doch noch f├╝r zwei Zugaben raus zu kommen.

Es war insgesamt eine recht intime Atmosph├Ąre. Ich hatte zumindest das Gef├╝hl das beide Seiten sichtlich Spa├č an diesem Konzert hatten und gebe ein klares Daumen hoch!

Setlist ALIEN SEX FIEND:
01. Smells likeÔÇŽ
02. Manic Depression
03. In and Out of My Mind
04. I walk the Line
05. Gotta have it
06. Dead and Buried
07. Coma
08. Dance of the Dead
09. They all call me crazee
10. Now IÔÇÖm feeling zombiefied
11. Ignore the Machine
12. R.I.P. (Blue Crumb Truck)
13. Boneshaker Baby (Z)
14. Attack!!! (Z)

Fotos: Frank G├╝thoff

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