THE BIRTHDAY MASSACRE – Glauchau, Alte Spinnerei (28.03.2014)

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F├╝r zwei Headline-Konzerte kamen The Birthday Massacre nach Deutschland, bevor sie zum Abschluss des kurzen Deutschlandbesuchs beim Out Of Line Weekender 2014 in Berlin auftraten. Neben Duisburg, wo sie sich mit Atomic Neon eine deutsche Supportband holten, war auch eine s├Ąchsische Kleinstadt namens Glauchau als Austragungsort gew├Ąhlt worden.

Nach all den Jahren des Wartens schien es nun eine gewisse Genugtuung gewesen zu sein, sie endlich mal live gesehen zu haben. Denn viele der heutigen Fans entdeckten die Band erst nach ihren letzten Besuchen auf europ├Ąischem Festland in den letzten 5 Jahren. Nun lag es an den Kanadiern selbst, ihrem guten Ruf gerecht zu werden.

Beide Konzerte wurden an aufeinanderfolgenden Tagen veranstaltet und so kam die Band gegen 17.30 Uhr noch ziemlich m├╝de in Glauchau an. Nach einer kurzen Inspizierung des Konzertgeb├Ąudes, an dem ihre Show einfach nur mit schwarzem Edding auf wei├čem Papier promoted wurde, ging es f├╝r die sechsk├Âpfige Band nach drinnen und zum anschlie├čenden Soundcheck.

Es dauerte eine Weile bis die ersten Besucher kamen, doch p├╝nktlich zum Einlass gab es auch an solch abgelegenen Orten eine Schlange.
Die Alte Spinnerei f├╝llte sich nach und nach und kaum wurden die Lichter gedimmt, richteten sich alle Blicke mit tosendem Jubel gen B├╝hne, wo mit einem instrumentalen Intro die Stimmung nochmals ordentlich gepusht wurde. Einleitend in den sehr beliebten Song Red Stars brachten The Birthday Massacre die Menge von Beginn an zum Kochen. Die Arme waren fast durchgehend oben, es wurde gesprungen und die Band hatte ihre pure Freude daran. Man hatte den Anschein, sie h├Ątten vergessen wie viele Fans sie doch in Deutschland haben. Glauchau war an diesem Tag Zielpunkt vieler Leute aus angrenzenden Bundesl├Ąndern oder auch von noch weiter her. Auf der B├╝hne sind TBM komplett geschminkt, ganz wie man es von Marilyn Manson und Co. kennt. Doch statt Aggressionen gibt sich die Band zu ihrem Musikstil, welcher schon an manche Psycho-Horrorstreifen erinnert, den passenden Kontrast mit aller Art Sp├Ą├čen und einem L├Ącheln im Gesicht. Man hatte nicht den Eindruck, sie w├╝rden in ihrer allt├Ąglichen Routine des Tourens und Musikmachens versunken sein, nein im Gegenteil. Jeder einzelne strotzte nur so vor Energie, bewegte sich mit der Musik, als w├╝rde man gerade eine Soloshow abziehen. Doch auch das war nicht der Fall, sie neckten sich gegenseitig, schubsten sich, lachten miteinander und waren sogar dann fehlerlos in ihrer Performance als Musiker und Band. Dazu noch S├Ąngerin Chibis Tanz- und Gesangsstil mit dem sie einzelne Personen in ihren Bann zog oder ihre Mimik mit dem Song verschmelzen lie├č. Ob nun tragisch, w├╝tend, oder total happy und Leuten in der ersten Reihe durch die Haare w├╝hlt, sie an sich zieht oder sie einfach nur direkt besingt, jeder hatte seinen Spass. Und so verflog der Abend rasend mit einem Set aus 20 Songs inkl. Intro und dem Cover I Think We’re Alone Now von Tommy James & The Shondells als kr├Ânendem Abschluss.

Ein gelungener Abend mit einem Konzert an dem nichts auszusetzen war. Erleichterung und Freude machte sich breit mit der Kenntnis, dass noch dieses Jahr ein neues Album aufgenommen wird und dann auch hoffentlich wieder Deutschland Teil einer Tour sein wird.

Setlist The Birthday Massace:
01. Intro
02. Red Stars
03. Sleepwalking
04. Always
05. Holiday
06. Pins And Needles
07. Happy Birthday
08. Video Kid
09. Goodnight
10. Lovers End
11. Alibis
12. Blue
13. Control
14. To Die For
15. Leaving Tonight
16. Down
17. Kill The Lights
18. In The Dark
19. Midnight
20. I Think We’re Alone Now (Z)

Fotos: Andr├ę Techert

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