BILLY TALENT & DONOTS – Bochum, RuhrCongress (01.05.2013)

Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Im Fr├╝hjahr 2013 waren die Kanadier von Billy Talent erneut auf Dead Silence Tour um ihr im September letzten Jahres ver├Âffentlichtes Album auch live zu pr├Ąsentieren. Neben Festivalauftritten, wie auf dem Groezrock Festival in Meerhout, Belgien waren auch Hallenkonzerte angesetzt. So zum Beispiel am ersten Mai 2013 in Bochum, wo ein ausverkauftes Konzert im RuhrCongress Bochum (direkt neben dem Stadion) stattfand. W├Ąhrend die meisten Menschen bei dem sch├Ânen Wetter im Biergarten sa├čen und darauf warteten dem FC Bayern M├╝nchen dabei zuzusehen, wie sie den FC Barcelona erneut deklassierten, warteten begeisterte Billy Talent Fans auf den Einlass in den RuhrCongress.

Als es dann soweit war, str├Âmten die Massen schnell in die Halle und die erste Reihe war in Sekunden vom weiblichen und j├╝ngeren Teil der Zuschauer belegt. Nach hinten wurde das Publikum dann sowohl was das Geschlecht, als auch was das Alter anging deutlich gemischter. Aber es dauerte noch eine Weile, bis endlich die erste Band auf die B├╝hne kam, sodass sie sich damit begn├╝gten jedes Mitglied der Crew, welches sich auf der B├╝hne bewegte, euphorisch anzufeuern.

Die ersten Musiker des Abends waren die Wahl-M├╝nsteraner von den Donots, welche aufgrund eines Festivals am Wochenende erst kurz vor dem Konzerttermin ihre Teilnahme ├Âffentlich gemacht hatten. Als das Saallicht erlosch und Ingo Knollmann (Gesang, Piano), Guido Knollmann (Gitarre, Gesang), Alex Siedenbiedel (Gitarre, Gesang), Jan-Dirk Poggemann (Bass, Gesang) und Eike Herwig (Schlagzeug) auf die B├╝hne kamen war die Stimmung schon enorm und die Band freute sich sichtlich ├╝ber den herzlichen Empfang, welcher eines Headliners w├╝rdig war.

Nicht nur das Publikum, sondern auch die Partyl├Âwen von den Donots waren von der ersten Sekunde an voll bei der Sache und brachten den Saal ordentlich ins Schwitzen. Springen, Klatschen, Moshpit, Laola-Wellen, Circle-Pits und vieles mehr gab es in der Menge zu bestaunen. Auf der B├╝hne war allerdings auch einiges los und gesprungen wurde dort auch ohne Ende. Dass eine Supportband so derbe abr├Ąumt, wie es in Bochum der Fall gewesen war, habe ich selten gesehen. Es f├╝hlte sich an, klang und sah aus wie ein Donots-Headliner Konzert.

Die Setlist entsprach einer Mischung aus Klassikern und Material vom aktuellen Album Wake The Dogs, wobei alles im gleichen Ma├če abgefeiert wurde. Das Publikum gierte von Song zu Song nach mehr, sodass es sehr schade war, dass die Donots nach rund 50 Minuten die B├╝hne r├Ąumen mussten. Die ÔÇ×ZugabeÔÇť Rufe der Fans blieben in Hinblick auf den Zeitplan ungeh├Ârt.


Setlist Donots:

01. Calling
02. Pick Up the Pieces
03. You Got It
04. Wake the Dogs
05. High and Dry
06. To Hell with Love
07. Solid Gold
08. Stop the Clocks
09. Whatever Happened to the 80s
10. Dead Man Walking
11. We’re Not Gonna Take It (Twisted Sister Cover)

Nun hie├č es geduldig die Umbaupause abwarten und sich bereit machen f├╝r Billy Talent. Nach einer vertretbaren Wartezeit ging das Saallicht erneut aus und Benjamin Kowalewicz (Gesang), Ian D’Sa (Gitarre), Jonathan Gallant (Bass) und Aaron Solowoniuk (Schlagzeug, Perkussion) betraten die B├╝hne. Noch im Dunklen ging es mit Lonely Road To Absolution los und die Fans waren, von den Donots aufgew├Ąrmt, sofort mit von der Partie.

Die ersten Reihen kreischten begeistert und in der Hallenmitte wurde sich wieder bewegt, wie es sich f├╝r ein Punkrockkonzert geh├Ârt. Das neue Album scheint mittlerweile gut bekannt, denn mit dem Opener und Viking Death March gab es direkt zu Beginn zwei neue St├╝cke, die das Publikum in voller Lautst├Ąrke mitsingen konnte.

Ohne gro├če Ansagen folgte im Anschluss der Klassiker Devil in a Midnight Mass und die Massen waren wieder aus dem H├Ąuschen. Die Setlist des gesamten Abends war eine gute Mischung aus neuen St├╝cken und den altbekannten Billy Talent Klassikern. Also eine perfekte Wahl, denn so kamen sowohl alte als auch neue Fans auf ihre Kosten.

Obwohl auf der B├╝hne und in der Zuschauermenge viel Bewegung war, stand das Konzert doch ein wenig im Schatten des fantastischen Donots Auftritt. Den Billy Talent Fans wird dies vielleicht nicht so aufgefallen sein, denn ihre Band hat einen mehr als ordentlichen Auftritt hingelegt, doch mir als Beobachter ohne Vorliebe f├╝r eine der Bands hat der Auftritt der Donots deutlich besser gefallen. Mehr Interaktion mit dem Publikum und eine Show, die nicht den Anschein machte reine Routine zu sein. Billy Talent setzten n├Ąmlich ein wenig zu sehr auf altbew├Ąhrte Posen und Ansagen, ohne in besonderem Ma├če auf die Zuschauer einzugehen oder mit ihnen zu interagieren.

Alles in allem war es jedoch trotzdem ein guter Auftritt der Kanadier um Benjamin Kowalewicz mit einem begeisterten Publikum in Feierlaune und einer Setlist die wenige bis keine W├╝nsche offen lie├č.


Setlist Billy Talent:

01. Lonely Road to Absolution
02. Viking Death March
03. Devil in a Midnight Mass
04. The Ex
05. Line & Sinker
06. This Suffering
07. Love Was Still Around
08. Stand Up and Run
09. Rusted from the Rain
10. Saint Veronika
11. Surrender
12. Runnin‘ Across the Tracks
13. Cure for the Enemy
14. Diamond on a Landmine
15. Man Alive!
16. This Is How It Goes
17. Try Honesty
18. Devil on My Shoulder (Z)
19. Fallen Leaves (Z)
20. Surprise Surprise (Z)
21. Red Flag (Z)

Billy Talent:

Donots:

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