3rd Rewind-mini-Fest – Gent, Vooruit-Balzaal (07.10.2011)

Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Belgien ist im Electrosektor ja immer eine Reise wert und nachdem wir das zweite Rewind-mini-Fest Anfang des Jahres so genossen hatten, stand fĂŒr uns fest, dass wir auch ĂŒber die dritte Ausgabe berichten wĂŒrden. Das REWIND-mini-FEST ist ein sehr interessantes kleines Festival, das auch heuer wieder mit Bands aufwartet, die man nicht so oft zu Gesicht bekommt, namentlich sind das dieses Mal Blancmange, Absolute Body Control, Psyche und Flesh Fell. Und natĂŒrlich steht im Anschluss auch noch eine Aftershowparty an.


Flesh & Fell
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Flesh & Fell sind eine Band der frĂŒhen Achtziger Jahre und hatten ihre grĂ¶ĂŸten Erfolge mit Songs wie „Hunger “oder „Emma”. Leider musste sich die Band wegen Stimmproblemen der damaligen Frontfrau Catherine Ende der Achtziger Jahre auflösen. Nach einem kurzen Comeback in den Neunziger Jahren tritt die Band mit Laurence Castelain als SĂ€ngerin nun endlich wieder live auf und prĂ€sentiert uns beim Rewind-mini-Fest vornehmlich Eigenkompositionen aus alten Tagen, aber natĂŒrlich auch ihre Version des Songs „Emma“, der ursprĂŒnglich von Hot Chocolate stammt und auch schon damals von den Sisters Of Mercy gecovert wurde.


Setlist:

01. Intro
02. Hunger
03. Something in between
04. LSD
05. The Wind
06. Suicide Hero
07. Typsy
08. Tongue-tied
09. Emma

Psyche [GALLERY]

Psyche gibt es bereits seit 1984 und noch immer touren sie mit wachsender Begeisterung; in diesem Jahr vornehmlich gemeinsam mit einer weiteren Kultband: No More. Zu Beginn des heutigen Konzerts kann man die Stimme von Frontmann Darrin Huss kaum hören, nach einer Korrektur ist das dann aber doch gleich deutlich besser. Gespielt werden alte, aber auch neue Songs, sowie ein Cover des Joy Division Tracks „Disorder“. Und auch das fantastische „Goodbye Horses“, jener Track aus dem Soundtrack zum Film „Das Schweigen Der LĂ€mmer“ (im Original von Q Lazzarus), darf natĂŒrlich nicht mehr in einer Psyche Setlist fehlen. Oder wie Darrin es treffend formuliert „It is our song now“. Nach dem Mainset kommt man noch fĂŒr einen weiteren Track auf die BĂŒhne, doch dann muss man wegen des strikten Zeitplans leider endgĂŒltig abbrechen. Darrin Huss verabschiedet sich mit den Worten „Next time we play some more songs, because this is a festival with very great bands (hahaha)”.


Setlist:

01. Thundershowers
02. Krieg
03. Uncivilized
04. Gods and Monsters
05. 15 Minutes/Eternal
06. The Outsider
07. Unbreakable
08. Disorder
09. September Moon
10. Brain Collapses
11. Unveiling the secret
12. Goodbye Horses
13. Insatiable

Absolute Body Control [GALLERY]

Vorstellen muss man Dirk Ivens und Eric van Wonterghem aka Absolute Body Control wohl nicht mehr, was natĂŒrlich ganz besonders in ihrer Heimat Belgien gilt. Wir sehen nun einen Ă€ußerst wandlungsfĂ€higen KĂŒnstler der ĂŒber viele Jahre BĂŒnenerfahrung verfĂŒgt und uns stets mit tollen Projekten wie The Klinik , Dive, Sonar oder eben Absolute Body Control unterhĂ€lt. Seit ihren Anfangstagen 1979 haben ABC eine Menge Konzerte abgeliefert, doch beim Soundcheck guckt Dirk Ivens zunĂ€chst etwas irritiert, denn der Sound will noch nicht so recht passen, was sich aber nach einer Weile bessert. Mittlerweile ist es im Zuschauerbereich richtig voll geworden. Hatten bei Psyche schon einige Fans getanzt, bewegt sich jetzt die gesamte Fanschar, ABC lassen kaum Zeit zum Luftholen, schnell nacheinander gespielt agitieren Band und Songs ihr Publikum. Los geht es mit „Melting Away“ und von da ab gibt es keine Pause mehr, man fragt sich wirklich wo Dirk immer all diese Energie hernimmt.

Setlist:
01. Melting away
02. Sorrow
03. Surrender no resistance
04. Love at first sight
05. Is there an Exit?
06. Figures
07. Automatic
08. Never seen
09. Give me your hands
10. Into the light
11. So Obvious
12. Shattered Illusion (Z)
13. Stardust Fever (Z)


Blancmange
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Und dann kommen die Headliner des Tages: Blancmange. Einige Zuschauer haben den Saal bereits nach Absolute Body Control verlassen und diesen sei gesagt: Ihr habt etwas verpasst! Eine Chance das Verpasste nachzuholen habt ihr aber noch am 30.10., dann spielen Blancmange beim Sinner’s Day Festival. Blancmange sind eigentlich eine jener Bands, die in den Achtziger Jahren ein paar Synthpop Hits hatten, denen davon abgesehen aber der große Durchbruch verwehrt geblieben war. Heute kommt Stephen Luscombe zunĂ€chst allein auf die BĂŒhne, doch nach dem Intro folgt ihm Neil Arthur und beginnt „I’m having a coffee“ zu singen. In der Folgezeit stellen Blancmange auch Songs ihres neuen Albums „Blanc Burn“ vor, das in diesem Jahr erschienen ist. Im Hintergrund werden die Songs von schönen Videoprojektionen untermalt. Neil sagt, dass er glĂŒcklich sei, nach so langer Zeit wieder in Belgien zu sein und er habe einen schönen Tag in Gent verlebt; so wie auch wir es nun bei ihrem Konzert tun.

Wie schon erwĂ€hnt wird Neil in KĂŒrze noch einmal die Chance auf einen schönen Tag in Belgien haben, wenn sie beim Sinner’s Day in Hasselt zu Gast sind.

Setlist:
01. I’m having a coffee
02. I can’t explain
03. God’s kitchen
04. Drive me
05. Don’t tell me
06. I’ve seen the word
07. Waves
08. The western
09. Probably nothing
10. Living on the ceiling
11. Game above my head
12. Blind vision
13. Feel me
14. Starfucker (z)

Schön war es mal wieder in Gent! Wir haben vier abwechslungsreiche Auftritte gesehen und freuen uns schon jetzt auf das nÀchste Jahr, wenn das Rewind Easter Fest als zweitÀgiges Festival vom 06.-07.04.2012 stattfindet und man u.a. in den Genuss von DAF, Covenant, The Neon Judgement, Clan Of Xymox, Project Pitchfork, Chameleons Vox und The Beauty Of Gemina kommt. Auch wir werden dann ganz sicher wieder dabei sein.

Die kompletten Fotosets der aufgetretenen Bands erreicht ihr durch anklicken der entsprechenden Fotos oder [GALLERY]-Links.

Fotos : Roger op den Camp
Autorin : Monique Rijksen

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