Parralox – Metropolism

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8

Parralox – Metropolism



Die australische Synthpop Band Parralox hat wirklich einen großen Output, haben sie doch innerhalb von drei Jahren die CDs „Electricity“, „State of Decay“, „Metropolis“ und zusĂ€tzlich noch einige Singles und EPs veröffentlicht. Bei so vielen Releases besteht zwangslĂ€ufig die Gefahr, dass die QualitĂ€t unter der QuantitĂ€t leidet. Die BefĂŒrchtung kann man dennoch sofort vergessen, sobald man den Starter „Freakopolis“ hört, ein mit Vocodergesang geadelter Dancetrack im modernen 80er Stil. „Metropolism“ ist nicht wirklich ein Fulltime Album, wurden hier einige StĂŒcke des VorgĂ€ngers von einigen großen Namen remixt. Dabei muss man anerkennen, dass die Neubearbeitungen allesamt den Charme des Originals beibehalten und recht nahe an den Ursprungsversionen sind. Interessant zu hören, was z.B. der Ex-Wolfsheim-Mann Markus Reinhardt aus „Acrimony“ gezaubert hat: eine zurĂŒckgenommene New Wave Nummer, bei der man insgeheim auf Peter Heppners Einsatz wartet. Der absolute Geniestreich ist die Dubstar Version von „Machines“, der aus dem „The Human League“-Ă€hnlichen Original eine Motown (!) Version mixt. Mutig, aber sehr gelungen. Super schrĂ€g kommt der neue Track „The Hunger“ rĂŒber, in dem Amii und Johns Gesang megawavige AtmosphĂ€re verstreut. Die weiteren Remixe des Albums lassen allesamt aufhorchen, sei es „Promised Land (People Theatre’s Diamond Mix) (wie immer gut gelungen), „Ancient Times (Iris Remix Edit)“ (die Amerikaner habenÂŽs halt drauf) und „Love Is Enough (Code 64 Extended) (der jeden Dancefloor zum Kochen bringt). „LetÂŽs Stay together“ klingt sehr nach Madonna in ihrer „Vogue“-Phase der 90er, doch das stört weniger, es gibt schlechtere Referenzen. “Failure (Metropolism)“ ist eher eine alternativ-Version des Originals vom Album „Metropolis“ und deswegen nur minder interessant.

Fazit: Metropolism ist eine CD, die aufgrund cooler Remixes und guter neuer Songs restlos ĂŒberzeugen kann und keine Langeweile aufkommen lĂ€sst.

Diese CD könnte Euch gefallen, wenn ihr auf Synthpop, KÀngurus und Madonna steht.

Tracklist:
01. Freakopolis
02. New Light (Rotersand vs Timo van Laak Rework)
03. Don’t Listen To Me (Hear No Evil Remix)
04. Touched By The Hand Of God (Extended)
05. Acrimony (Markus Reinhardt Remix)
06. Machines (Dubstar Version – Part One)
07. The Hunger
08. Miracles (Tycho Brahe GM85 7 Inch)
09. Promised Land (People Theatre’s Diamond Mix)
10. So Special
11. Ancient Times (Iris Remix Edit)
12. I Sing The Body Electric (Edge Of Dawn Extended Remix)
13. Let’s Stay Together
14. Love Is Enough (Code 64 Extended Remix)
15. Failure (Metropolism)

Autor: Frank Stienen

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