Covenant (feat. Necro Facility) – Lightbringer EP

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Covenant – Lightbringer EP


Nach knapp 4 Jahren, personellen Veränderungen, etlichen Releaseankündigungen und noch mehr Terminverschiebungen
gibt es endlich neues Material von ‚Covenant‘, um die Wartezeit bis zum Albumrelease zu verkürzen. Seit Daniel Myer (u.a.
‚Haujobb.‘, ‚Destroid‘) ebenfalls bei ‚Covenant‘ schraubt, ist bei den Fans die Erwartungshaltung umso höher; ist man doch
von ‚Covenant‘ und Myers Projekten seit Jahren ein musikalisch und technisch hohes Niveau gewohnt. Als vor Monaten
gemunkelt wurde, dass die Herren von ‚Necro Facility‘ ebenfalls involviert sein würden, hagelte es vermutlich dann auch
bei den Händlern Vorbestellungen ob dieser vielversprechend klingenden Konstellation. Genug der Vorschusslorbeeren und
dem Ding mal unter die Haube gehorcht:

?Lightbringer? enthält 7 Tracks, 5 davon sind unterschiedliche Interpretationen sämtlicher Beteiligten und tragen die musikalische
Handschrift des jeweiligen Musikers. ?Lightbringer? wird von Necro Facility-Sänger Henrik Bäckström und Eskil Simonsson gesungen, was dem
Stück zusätzliche Spannung gibt; Bäckström singt seine Parts in gewohnt straighter ‚Necro Facility‘-Manier und gibt dem Stück die
Energie, die ich auf den letzten ‚Covenant‘-Alben vermisst habe, der Chorus ist dann allerdings wieder traditionelle Eskil Simonsson
Hausmarke. Dass man sich mit Daniel Myer eine Institution in Sachen Sounddesign und Beats ins Haus geholt hat, bringt ?Lightbringer? (und hoffentlich das Album ‚Modern Ruin‘) ebenfalls ordentlich nach vorn.

Oscar Holter ist hierzulande zwar durch sein Projekt ‚Necro Facility‘ bekannt geworden, aber in erster Linie erfolgreicher Produzent
und somit ist nicht zwangsläufig alles, was er anfasst, düster und voll auf die Zwölf, sodass der ‚Radio Mix‘ sehr poppig und eingängig ausfällt. Daniel Myers Mix glänzt durch komplett neue Instumentierung und seinen Stimmeinsatz in den ursprünglich von Henrik Bäckström eingesungenen Parts.
?The Beauty And The Grace? entstammt Herrn Myers Feder und baut sich langsam auf Flächen, Bässen und Beats auf, die Eskils Stimme
tragen. Kühle Klanglandschaften mit Tiefe, Druck und Intensität, die an ?Northern Lights? erinnern. Sehr gelungen, Herr Myer.

Die letzten beiden Mixe von ?Lightbringer? sind die ganz klar auf Dancefloors abzielende und treibendste Version des Stücks von Eskil
Simonsson und Joakim Montelius‘ Mix, der den Track in das düstere und noisige Gewand einer zeitgemäßen ?Dreams Of A Cryotank?-
Version hüllt. Der letzte Track ?Never Seem To End? wummert im Vergleich zu den 6 Tracks davor verhältnismäßig träge vor sich hin
und macht seinem Namen alle Ehre, rundet das Gesamtergebnis jedoch zumindest durch den Outrocharakter Covenant-typisch ab.

Abgesehen vom letzten Track (und auch das ist Stimmungs- und Geschmackssache) haben ‚Covenant‘ nach der langen Wartezeit eine
solide, optimistisch stimmende Rückmeldung und einen Vorgeschmack abgeliefert, dass man jetzt zumindest grob ahnt, in welche
Richtung die Reise auf ?Modern Ruin‘? geht.

Tracklist:
01. Lightbringer – 05:43
02. Lightbringer (radio version) – 04:17
03. Lighbringer (dm rmx) – 04:17
04. The Beauty And The Grace (rmx) – 04:55
05. Lightbringer (speedrum) – 04:28
06. Lightbringer (jm rmx) – 06:37
07. Never Seem To end (unreleased) – 06:34

Autor: István Illes

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