Mastermind – Too Much Is Not Enough

Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Mastermind – Too Much Is Not Enough

Ein nettes ?Häschen? auf Stöckelschuhen zum Minikleidchen und zwei coole Typen in dunklen Anzügen. Ganz schön Bond- like was auf dem Cover- Foto zu sehen ist. Ebenso könnte der Titel ? Too Much Is Not Enough? eine kleine Wortspielerei zu einem Filmnamen dieser Agentenstreifen sein. Doch der erste Anblick täuscht, denn was sich hinter dieser Aufmachung Made in Germany verbirgt, ist doch eher was für die Ohren als für die Augen. Jedenfalls dann, wenn der Debüt Silberling des Trios im CD Player seine Runden dreht.

Die Entstehungsgeschichte des exotischen Dreiers könnte allerdings auch einem kleinen Kapitel aus einem Bond-Drehbuch entsprechen. Topmodell trifft Milliadär. Magnus Mastermind ist auf der Suche nach dem ultimativen Groove und das blonde Model Bunny Bonebreaker scheint für den steinreichen Soundforscher die geeignete Person zu sein. Bunny alleine reicht für dieses Projekt nicht aus. Soundbeauftragter ist CT Habourlubber, die rechte Hand von Magnus Mastermind. Beide reisten mit einem mobilen High-End Studio monatelang durch die Welt, um den ultimativen Sound zu studieren und einzufangen. Nach Europa zurückgekehrt, nahmen sie Curly Wisenheimer mit in ihr Team auf, der das dynamische Duo um die Kompetenz der virtuosen Gitarre ergänzt.

Auf ihrer Sound- Reise durch die Welt müssen die Operation Mastermind Musiker einen längeren Aufenthalt in Bristol eingelegt haben. Dass der Trip Hop die Patenschaft des Erstlings übernommen hat, ist nicht zu verleugnen. Die typisch melancholische Stimmung driftet durch die charakteristische Soundlandschaft dieses Musikstiels. Der Grundstein ist gelegt, nun kann die präzise Ausarbeitung der Klänge beginnen. Die erotische Stimme von Bunny Bonebreaker schwebt auf einer orientalischen Wolke durchs ?Paradise?. Kühle Elektronik vermischt sich mit analogen Instrumenten. Das Schlagzeug klopft leise auf das Gehör und führt die behäbigen Melodien im Slow-Motion Tempo an seichten Gitarrenklängen vorbei. Reizvoll stretchen sich die Textzeilen in ?Catch Of The Day? elegisch zum sanften Rhythmus. Portishead, Massiv Attack oder Goldfrapp könnten ebenfalls zu den Geschwistern von Operation Mastermind gehören. Zum Phantasie anregen wird die sommerliche Frische im Song ?Sunny Day? effektvoll mit leichtem Wasserplätschern verziert. Orchestraler Zuwachs von Bläsern und Streichern erweitert das Volumen der schleichenden Beats. Dumpf, im Zeitlupentempo verstricken sich in ?Limousine? geheimnisvolle Klänge mit dem glasklaren Gesang. Zum Schluss legen die Agenten ihrer Hörerschaft den Groove der heimlichen Ermittlung mit ?Paradise? in einer House, Reggae und Dub-Version offen ans Ohr.

Tracklist:
01. Paradise (Single)
02. Drunken
03. Catch of the Day

04. Too Much Is Not Enough
05. Sunny Day
06. Autumn
07. Calling
08. Limousine
09. Blue Curtains

10. Secret Garden
11. Paradise (Groove & Meetz House Revibe)
12. Paradise (Groove & Meetz Reggae Vibe)
13. Paradise (Groove & Meetz House Dub)


Autorin: Martina Peitz

Album bei Amazon bestellen: Mastermind – Too Much Is Not Enough

Geschrieben von
Mehr von Sparklingphotos.de

TORUL & EGOAMP – Oberhausen, Kulttempel (11.10.2015)

EGOamp wurde von Asmodi Caligari und Cesare Insomnia gegr├╝ndet. Das Projekt wird...
Weiterlesen