GOTHMINISTER vs. Große Schwarze Nacht – Hamburg, Große Freiheit 36 (03.05.2013)

GOTHMINISTER vs. Große Schwarze Nacht - Hamburg, Große Freiheit 36 (03.05.2013)
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Anlässlich des Release des Konzeptalbums Utopia sind die Industrial / Dark Metaller Gothminister zu Gast in Hamburg um neue und alte Songs während der Großen Schwarzen Nacht, einer der größten und beliebtesten Gothic Partys in Norddeutschland, live auf die Bühne zu bringen. Für die ausgewählten Konzerte versprechen die Shockrocker um Bjørn Alexander Brem die größte Show der Szene, gespickt mit zahlreichen dunklen Gestalten und Monstern welche die Bühne bevölkern. Dass die Norweger es durchaus ernst damit meinen, zeigt sich auch gleich beim Betreten der Großen Freiheit 36. Der großzügig abgesperrte Sicherheitsbereich um die Bühne herum lässt bereits erahnen, dass den Besuchern einiges geboten wird.

Gegen 0:30 Uhr ist es dann schließlich auch soweit – etwas hastig wird die Musik aus den Boxen abgedreht und das Intro The New Beginning vom neuen Album erklingt. Zwischen dichten Nebelschwaden und offenen Särgen stehen links und rechts GOTHMINISTER vs. Große Schwarze Nacht - Hamburg, Große Freiheit 36 (03.05.2013)die blutverschmierten Gitarristen Ikarus und Turbo Natas, während Schlagzeuger Chris Dead im Hintergrund seine Sticks zum Opener Someone is after me wirbeln lässt. Der Gothminister in Person von Bjørn Alexander Brem thront dabei über allem anderen und predigt von seinem Podest herab zu der begeisterten Menge. Neben den neuen Songs spielen die Norweger, sehr zur Freude ihrer Fans, auch einige ältere Stücke wie From dusk till dawn, Monsters oder Liar, bei dem der Gothminister eine Bibel in Flammen aufgehen lässt. Zwischen den einzelnen Liedern tauchen immer wieder verschiedenste Monster auf, so kämpft der Gothminister mit einem Werwolf um sein Junges, zerstückelt einen Zombie mit der Kettensäge und beschwört einen riesigen Dämon, der auf die Bühne torkelt. Leider konnte Doctor Kakuta, die ferngesteuerte Fledermaus aufgrund der Größe der Halle nicht übers Publikum fliegen, aber auch so wurde an aufwändigen Kostümen und Deko hier ebenso wenig gespart, wie an Special Effects.

Höhepunkt der Show ist die Entführung des Drummers, welcher sodann kopfüber von einem fast fünf Meter hohen Dämon in die Luft geschleudert wird. Natürlich handelt es sich dabei nur um eine Puppe, Chris Dead steht kurze Zeit später wieder hinter seinen Drums und lässt sich für „seinen“ spektakulären Auftritt vom Publikum feiern. Die neuen, härten Stücke wie Horrorshow und Nightmare vom Utopia-Album tun ihr Übriges zu dieser außergewöhnlichen Live-Unterhaltung und letztendlich treten Gothminster mit dem Titelstück Utopia unter großem Applaus nach gut einer Stunde von der Bühne ab. Mit ihrer Ankündigung haben die Norweger also wirklich nicht untertrieben – wer dieses Jahr auf dem M’era Luna ist, sollte sich diese Wahnsinnsshow auf keinen Fall entgehen lassen.

Autor