Lesedauer: 2 Minuten
Lesedauer: 2 MinutenMit der neuen Single „Peace Of The Unsaid“ gibt Julinko einen weiteren Einblick in ihr kommendes Album „Naebula“, das am 23. Januar 2026 erscheint. Der Track folgt auf die bereits veröffentlichte Vorabsingle „Cloudmachine“ und verdichtet die ästhetischen Koordinaten eines Projekts, das sich konsequent jenseits gängiger Songformate bewegt. Julinko, das Soloprojekt der italienischen Künstlerin Giulia Parin Zecchin, arbeitet mit Brüchen, Leerräumen und einer bewusst arrhythmischen Struktur, die weniger auf Rhythmus als auf Atmosphäre zielt.
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Das Musikvideo zu dem Song gibt es hier zu sehen:
„Peace Of The Unsaid“ entfaltet sich als nächtliche Beschwörung. Die Komposition lässt viel Raum, vermeidet klare Auflösungen und erzeugt eine Spannung, die sich eher aus Andeutung als aus Bewegung speist. Zecchins Stimme steht dabei im Zentrum, nicht als klassisches Gesangsinstrument, sondern als körperlicher, fast ritueller Klangträger. Kritische Vergleiche mit der intimen Intensität von Sinéad O’Connor greifen insofern, als auch hier emotionale Wucht nicht durch Lautstärke, sondern durch Reduktion entsteht. Der Song fügt sich nahtlos in das düstere, fiebrige Klangbild ein, das Julinko über die vergangenen Jahre entwickelt hat.
Julinkos Musik bewegt sich im Spannungsfeld von Dark Ambient, Drone, Doom-Folk und experimentellem Rock. Neben ihrer Soloarbeit tritt Zecchin auch im Trio-Format auf, wo Bass und Schlagzeug den Sound stärker in Richtung psychedelischer Schwere verschieben. Parallel dazu ist sie als Sängerin des Ambient-Quartetts Bosco Sacro aktiv. Diese Vielschichtigkeit spiegelt sich auch in „Naebula“ wider, das weniger als Sammlung einzelner Stücke, sondern als zusammenhängender Zustand gedacht ist. Europäischer Minimalismus, Drone-Traditionen, eine gewisse Lynchsches Noir-Gefühl und wortlose Exorzismen fließen hier ineinander.
Das Album „Naebula“ umfasst zehn Titel, darunter „Peace Of The Unsaid“, „Cloudmachine“, „Skin Dress“ und „Ora Et Devoura“. Inhaltlich kreisen die Stücke um Obsession, Begehren und innere Versenkung. Die Musik wirkt dabei halluzinatorisch und kristallin zugleich, als würde ein durchgehender ritueller Akt dokumentiert. Referenzen zu Künstlerinnen wie Meredith Monk, Diamanda Galás oder Jarboe drängen sich weniger als stilistische Zitate auf, sondern als Haltung: Musik als kathartischer Prozess.

Tracklist:
01. Osmos
02. Peace of The Unsaid
03. Cloudmachine
04. Skin Dress
05. Unleash
06. Jeanne de Rien
07. Kiss the Lion’s Tongue
08. Throw Ashes!
09. Samadhi
10. Hora et Devoura
Das Album vorbestellen: NAEBULA | Julinko
Veröffentlicht wird „Naebula“ als Co-Release über Avantgarde Music und Maple Death Records, sowohl digital als auch auf Vinyl. Eine begleitende Tour ist angekündigt, konkrete Termine sollen in Kürze folgen. Bereits jetzt lässt sich absehen, dass Julinko mit diesem Album ihre Position innerhalb der europäischen Underground- und Avantgarde-Szene weiter schärft – mit Musik, die nicht gefallen will, sondern fordert und bindet.
JULINKO veröffentlicht neue Single „Cloudmachine“ und kündigt Album Naebula für Januar 2026 an
Weblinks JULINKO:
Homepage: julinko.com
Facebook: julinko.julinko
Instagram: julinko.imago
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