THE PRETTY RECKLESS – Köln, Carlswerk Viktoria (17.11.2022)

Fotos: THE PRETTY RECKLESS
The Pretty Reckless, © Marcus Nathofer
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Einer dieser schönen, klaren, kalten Abende Mitte November. Es ist der 17.11.2022 und eine lange Schlange Menschen steht in Köln vor den Türen des Carlswerk Viktoria um mit The Pretty Reckless deren Konzert zur Tour „Death by Rock & Roll“ zu feiern. Ausverkauftes Haus. Es sind Fans aus Holland, Belgien und weiten Teilen des Landes gekommen, um Taylor Momsen live zu erleben.

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Zum Bedauern einiger vieler Besucher reicht die Stunde Einlasszeit in Kombination mit den Sicherheitsvorkehrungen nicht aus, um den Support The Cruel Knives von Beginn an zu sehen, da sie noch draußen in der Warteschlange verharren müssen. The Cruel Knives sind eine britische Rockband deren Musik einer Einheitsmischung des laut gespielten Rock darstellt. Sänger Tom Harris, Gitarrist Sid Glover, Bassist Rob Ellershaw und Schlagzeuger Al Junior spielen ein halbstündiges Set mit eingeschränkten Lichtverhältnissen. Sei es der Energiesparkrise geschuldet. Ihr Debüt Album Side One & Side Two aus dem Jahr 2019 ist auch das aktuelle Werk aus ihrer bisherigen Diskografie. Auf dem Streaming Dienst Spotify findet ihr ein paar neue Tracks der Band.

Mittlerweile ist dann auch der letzte Musikkonsument des Abends in der Konzertlokation angekommen und wartet auf den Startschuss der US-amerikanischen Alternative Rock Band aus New York. Die Band wurde 2009 von Schauspielerin und Model Taylor Momsen gegründet. Bislang schaut die Band auf vier Studioalben zurück und ihre Live-Shows sind legendär. Kurz nach 21 Uhr ist es dann so weit. The Pretty Reckless betreten die Bühne. Death by Rock and Roll schallt es aus den Boxen. Ab geht die Po… – ich meine – ab geht der Rock. Bei Taylor Momsen trifft Attraktivität auf Hammer-Stimme. Diese Mischung und die Tatsache von vielen guten Liedern, die sowohl emotional bewegen, als auch unter die Haut gehen, stehen die Türen weit offen für die „Hall of Fame“ der Musiklegenden. Das ist weit aus dem Fenster gelehnt, jedoch wenn die weiteren Alben so viel Potential haben, wie die bisherigen, dann werden die Konzerte der Band bald die ganz großen Hallen füllen. Dieser Abend zählt zu den Best Of Konzerten der letzten Jahre. Auch der Sound im Carlswerk Viktoria ist sehr gut ausgesteuert. Die Setlist ist gut gemischt.

Eine mega Stimmung zieht sich durch das gesamte Set. Leadgitarrist Ben Philips, Mark Damon am Bass und Schlagzeuger Jamie Perkins bilden die perfekte Einheit. Bei Heaven Knows zeigt Ben was ihn zu einem exzellenten Gitarristen macht, indem er ein ausgeprägtes Solo spielt. Wer bisher noch keine Gänsehautmomente hatte, wird bei diesem Stück garantierte Entenpelle bekommen. Nach nur einer Zugabe, und gefühlt viel zu früh geht die Show zu Ende. Das letzte Stück des Abends Fucked up World wird mit einem feinen Schlagzeugsolo von Jamie zu einer Maxi Version, welche den Abend abrundet. Den ein und anderen zieht es noch zum Merch-Stand, bevor es dann auf den Heimweg geht.

Setlist THE PRETTY RECKLESS – Köln, Carlswerk Viktoria (17.11.2022)
1. Death by Rock and Roll
2. Since You’re Gone
3. Only Love Can Save Me Now
4. And So It Went
5. Make Me Wanna Die
6. Just Tonight
7. Sweet Things
8. Witches Burn
9. My Medicine
10. My Bones
11. Going to Hell
12. Heaven Knows (with extended guitar solo)
13. Take Me Down
14. Fucked up world (with Drum Solo) (Z)

Weblinks THE PRETTY RECKLESS:

Homepage: http://theprettyreckless.com/
Facebook: https://www.facebook.com/theprettyreckless/

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1 Comment

  • wenn… man Mal von dem Playback absieht, könnte der Bericht damit am Ende deutlich positiver ausfallen. Sollte er aber nicht! Denn die unnötig lange Warteschlange, die dadurch entstandenen Verzögerung im Einlass mit mangelnder Kommunikation und fehlender Verkehrssicherung, der amateurhaften und enorm schlechten, hier schon angesprochenen Beleuchtung, der Abend davon gekrönt dass man einer Sängerin dabei zusehen konnte, wie sie sich regelmäßig vom Publikum abwendete um am Stand des Drumsets lasziv hin und her zu “tänzeln”. Es folgten Episoden in denen man deutlich sehen könnte, dass die Bewegungen des Mundes nicht zum hörbaren Gesagt passten. Richtig klar wurde es dann, als keinerlei Lippenaktivitäten, sogar ein geschlossener Mund zu sehen war, der Song jedoch lief.
    Der einzige Unterschied zu dem Hören der Songs im Stream oder vom Album lag wohl darin, dass man 1. Geld für die Tickets zahlen musste, um sich 2. über die stümperhaften Zutrittssituation ärgern zu müssen und dann 3. technisch und künstlerisch enttäuscht zu werden.

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