KING DUDE – Full Virgo Moon

KING DUDE – Full Virgo Moon
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6

Gesamtnote

6

Der einsame alte Mann

Seine Majestät der „König Kumpel“ (sehr frei übersetzt) aka Thomas Jefferson Cowgill feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag. Während dieses Zeitraums war er recht umtriebig, legte beinahe in jedem Jahr ein neues Album vor und festigte innerhalb der Neo Folk Szene seinen Platz als der Vertreter für Dark Americana. Im Fahrwasser seines Schaffens gelangten höchst interessante und überaus kreative Projekte wie die Band seines Gitarristen Tosten Larson The Dark Red Seed an die Oberfläche. Er arbeitete mit musikalischen Underground-Ikonen wie Chelsea Wolfe zusammen. Bei all dem verschaffte sich er den Ruf des missverstandenen, abseits stehenden, verstoßenen, melancholisch-poetischen Nihilisten. So scheint es, oder das ist eben die Aura mit der er nun mal umhaucht wird.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Auf Full Virgo Moon zieht sich King Dude wieder völlig auf sich selbst zurück. Es gibt keine Band, keine Gastmusiker: Nur eine Akustikgitarre, ein paar hallende, reduzierte, bisweilen flirrende und quietschende Arrangements aus der Wunderkiste und bei Forgive My Sins spielt er gar das Piano. Bei all der ruhigen, zurückgenommenen Sanftheit des gerade einmal halbstündigen Albums kommt man nicht umhin, sich auch einmal thematisch etwas mehr damit auseinander zu setzen. Und da schält uns der musikalische Purismus den bekannten Dude‘schen Dreiklang heraus: Weltschmerz, Fatalismus, unerfüllbare Romantik, die an seltsamen Idealen zerbricht. Im Pressetext erfährt man, was man ihm in den letzten zehn Jahren so alles vorgeworfen hat, ihm der „am meisten missverstandenen Stimme des Folks“. Zum Beispiel sei er ein „violent psychopathic Satanist“ oder, als wäre dies der Antipode zum eben genannten ein „charlatan-left-leaning coward“ – Weia!

Nun könnte man sich Jerome Reuter anschließen, der derlei Prosa unlängst als vergiftete Geschenke bezeichnete hatte. Man könnte aber auch seiner Dudeheit eine wie auch immer gelagerte Haltungslosigkeit anhängen, die sich bei einer im Neo Folk verstärkt anzutreffenden (zumeist männlichen) Klientel als deren Minimalkonsens subsumieren lässt. Dass sich diese sehnsüchtige Melancholie gepaart mit nihilistischer Traurigkeit und einsamen-Wolf-Gehabe gerade auf einem auf das Wesentliche zurückgefahrenem Album wie Full Virgo Moon langsam tot laufen muss, ist in sich selbst evident. Darin offenbart sich auch leider auch der Unterschied zu Johnny Cash oder Leonard Cohen, die gern als Vergleich herangezogen werden. Die hatten nämlich neben ihren schönen dunklen Stimmen und dem ihrem großartigen Songwriting meistens auch noch was zu sagen.

Full Virgo Moon ist am 13. März in unterschiedlichen Formaten bei Ván-Records erschienen.

King Dude • Full Virgo Moon

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Tracklist KING DUDE – Full Virgo Moon:

01. Intro (A Shadow’s Theme)
02. My Rose By The Sea (Satyr Boy)
03. Full Virgo Moon
04. Forty Fives Say Six SIx Six
05. The Satanic Temple
06. Forgive My Sins
07. Make Me Blind
08. A Funeral Song For Atheists
09. Something About You

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Weblinks KING DUDE:

Facebook: https://www.facebook.com/kingdudemusic
Label: http://www.van-records.de
Label/Facebook: https://www.facebook.com/vanrecs

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