A PROJECTION – Section

A Projection - Section
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Unsere Bewertung:


7.5

7.5

Da war gut was los im Hause A Projection – und bei weitem nicht nur Positives: Die schwedischen Postpunker mussten nach der Fertigstellung des vorzĂŒglichen zweiten Albums Framework nicht nur so manch gesundheitliches Problem ĂŒberstehen, sondern zudem ihren Frontmann Isak Erikson gehen lassen. Gut nur, wenn man den Ersatz direkt schon in der Band hat. Bassist Rikard Tengvall ĂŒbernahm den Platz am Mikro, spielte bereits einige Konzerte in der neuen Rolle – unter anderem beim 2018er-Amphi-Festival – und ist nun auch auf einer Studioaufnahme zu hören. Section heißt Album Nummer drei und wird mit einem StĂŒck eröffnet, auf dem Tengvall direkt deutlich hörbare Akzente setzt. Zumindest gegen Ende. In der letzten Minute von Something Whole ĂŒberschlĂ€gt sich die Stimme komplett und klingt eher nach Todeskampf im Horrorfilm als nach allem anderen. Das muss man mögen.

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Alles wieder gut ist dann aber in jedem Fall beim zweiten Song. Bei Strange gibt’s die genretypisch dunkle und stimmige Vokalperformance und einen absolut großartigen Refrain. Definitiv eine Empfehlung fĂŒr DJs, die auf einschlĂ€gigen Partys auflegen und nach frischen ÜbergĂ€ngen nach zuvor gespielten Joy-Division-Songs suchen. Gleiches gilt fĂŒr das treibendste, offensivste StĂŒck auf Section namens Substitute.

A PROJECTION – Lucy Shrine

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Schnell wird zudem klar, dass sich A Projection dem nicht ganz unerheblich wichtigen Besetzungswechsel zum Trotz kein StĂŒck aus ihrer Komfortzone bewegen. Experimente gibt’s nicht, Section bildet genau den 80er-Postpunk mit EinflĂŒssen aus FrĂŒh-90er-Goth-Rock und Indie-Pop ab, denn die Schweden schon auf ihren ersten zwei Alben spielten. Die wie ĂŒblich verhallten und melodiösen Gitarrenlicks, das ĂŒblich zappelige Schlagzeug, die von Melancholie geprĂ€gten Lyrics und Stimmung – alles wieder dabei. FĂŒr Genre-Puristen ein Fest, bei allen anderen könnten sich aller EingĂ€ngkeit zum Trotz irgendwann ErmĂŒdungserscheinungen einstellen.

Vor allem, weil A Projection den einzigen aus dem Raster herausfallenden Song, die Ballade Disbelief, ganz ans Ende der Platte stellten. Der wĂ€re zur Auflockerung vielleicht besser schon in der Albummitte gekommen. Vor allem, da Live Again eine wirklich schöne Rausschmeißer-Melodie hat. Der Titel hĂ€tte absolut Potenzial, bei irgendwelchen TV-Serien oder Filmen im Outro zu laufen.

Aber das ist Kritik auf hohem Niveau: Fans der Band bekommen auf Section also genau das, was sie brauchen und können bedenkenlos zugreifen. Live zu hören gibt’s die Songs an folgenden Terminen:

22.11.2019 Bielefeld, Nr. z. P.
23.11.2019 Hamburg, MS Stubnitz
30.01.2020 Jena, Café Wagner
31.01.2020 Leipzig, Naumanns
04.02.2020 Frankfurt, Nachtleben
05.02.2020 Hannover, Subkultur
06.02.2020 Köln, MTC
07.02.2020 Berlin, Musik & Frieden
08.02.2020 Hamburg, Hafenklang

Tracklist A PROJECTION – Section

01. Something Whole
02. Strange
03. Time
04. Fall
05. Substitute
06. Verdicts
07. Lucy Shrine
08. Down
09. Diffusion
10. Live Again
11. Disbelief

Weblinks A PROJECTION

Homepage: aprojection.com
Facebook: www.facebook.com/aprojectionband/
Bandcamp: aprojection.bandcamp.com

Geschrieben von
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