SILENCE IN THE SNOW – Levitation Chamber

SILENCE IN THE SNOW – Levitation Chamber
Geschätzte Lesezeit: 2 Minute(n)

8

Gesamtnote

8

Perlender Dark Wave, gemalt mit warmen Farben

Silence In The Snow aus Oakland in Kalifornien zählen zu den frischen Prophecy-Signings. Das Dark Wave/Post Punk/Goth Rock Projekt schien das Label wohl mit seinem Debüt Break In Skin (2016) und dem darin wohnendem Beweis, dass auch ein reduziertes Klangkonzept die schlichte Kraft der Schönheit in sich tragen kann, von sich überzeugt zu haben. Vor ziemlich genau einem Jahr unterschrieb die Band ihren Vertrag. Gleich darauf suchte man die rennomierten Atomic Garden Studios und den beinahe-Grammy-ausgezeichneten Produzenten Jack Shirley (u. a. Deafheaven, Bosse-de-Nage) auf, um gemeinsam den Sound von Silence In The Snow weiterzuentwickeln.

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Nun legen Cyn M. (Gitarre und Gesang) und Schlagzeuger Trevor DeSchryver (u. a. Wolves In The Throne Room und ehemals Deafheaven – da kannte man sich wohl) ihr zweites Album Levitation Chamber vor, das erst einmal deutlich wärmer und atmosphärisch dichter als der Vorgänger Break In Skin ausfällt. Und obwohl der Opener Time Will Tell You Nothing noch etwas sphärisches Nebulöses und mystisch Entrücktes hat, dominiert auf Levitation Chamber seltsam Vertrautes. Das liegt zum einen selbstverständlich am dominierenden musikalischen Stil der Band, der sich vor alten Helden des Genres, wie Siouxsie And The Banshees, The Cure oder auch Inkubus Sukkubus verneigt und ganz stark an Cyn M.s fesselnder Stimme und ihrem Gesangsstil, die mich ebenfalls eindringlich an die Protagonisten dieser Zeit erinnert haben. Zum anderen sind es die Eingängigkeit innerhalb einiger Songs, wie die Hookline in Garden Of Echoes, und die prinzipielle Ähnlichkeit der Songs untereinander, durch immer wiederkehrendes Riffing, Drummings, und wieder die sehr dominante Stimme von Cyn M. für sich, die hier Vertrautheit schaffen.

Das macht Levitation Chamber zu einem Sehnsuchts- und Wehmutsalbum, das an einem zieht und zerrt und das Verlangen nach längst vergangenen Zeiten aus Erinnerungen der Gegenwart und der Unmittelbarkeit der Songs heraus stillt. Wenn man einmal in das erhabene Crystal Spear hereinhört oder zum lodernden Smoke Signals gravitätisch seine Füße über die Tanzfläche schleppt, wird man spontan wissen, was ich hier meine. Insgesamt lebt Levitation Chamber von dieser Emotion deutlich stärker, als von seiner musikalischen Innovation. Trotzdem ist es ein wunderschönes Stück Musik.

Levitation Chamber am 26. Juli ist in unterschiedlichen Formaten bei Prophecy Production erschienen.

Anspieltipps: Garden Of Echoes, In The Dark, Crystal Spear

Tracklist SILENCE IN THE SNOW – Levitation Chamber:

01. Time Will Tell You Nothing
02. Smoke Signals
03. Crystal Spear
04. Garden Of Echoes
05. In The Dark
06. Cruel Ends
07. Dread The Low

Silence In The Snow - Smoke Signals [official music video]

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Weblinks SILENCE IN THE SNOW:

Official: https://www.silenceinthesnow.com
Facebook: https://www.facebook.com/silenceinthesnow
Bandcamp: https://silenceinthesnow.bandcamp.com
Label: https://de.prophecy.de/kuenstler/silence-in-the-snow

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