ALT-J – Reduxer

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Unsere Bewertung:


7.5 Gesamtnote

7.5

Mit einer Kombination aus Synthie Pop und Rap hĂ€tten die Fans von Alt-J vermutlich nicht gerechnet, als die britische Alternative-Folk-Band vor einiger Zeit ihr neues Album ankĂŒndigte. Aus Relaxer machten sie nun mit Hilfe eines internationalen Rundumschlags an Hip-Hop-KĂŒnstlern Reduxer und erfĂŒllten sich damit einen lang ersehnten Traum:

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

“Es ist kein Geheimnis, dass wir Hip-Hop lieben und dieser auch zu unseren musikalischen EinflĂŒssen zĂ€hlt“, so die Band.

KĂŒnstler und Produzenten aus der ganzen Welt unterstĂŒtzten Joe Newman (Gitarre und Gesang), Gus Unger-Hamilton (Keybord) und Thom Green (Schlagzeug) bei der Produktion der aktuellen Remix-Platte. Auch gefeierte Rapper wie Danny Brown, Pusha-T und Little Simz setzten die Songs von 2017 auf neue Art zusammen – und geben ihnen eine ganz eigene existenzielle Tiefe.

WĂ€hrend das bei einigen Werken auch tatsĂ€chlich ganz gut funktioniert – weil House Of The Rising Sun mit Tuka immer noch so Ă€therisch und zart wie gewohnt klingt –, fragt man sich bei anderen StĂŒcken jedoch wiederum, welche Fangemeinschaft Alt-J nun wirklich ansprechen möchte. Deadcrush mit Danny Brown bringt beispielsweise eine ganz andere Ebene ein, die vor Dringlichkeit und HĂ€rte strotzt. Auch wenn der Song irgendwie, irgendwo, irgendetwas hat, wirkt er doch eher wie ein dĂŒsterer Trip durch Finsternis und erdrĂŒckender Wut. Auch 3WW verliert durch die Rap-Wand von Little Simz deutlich an der an Alt-J so geliebten Weite und Luftigkeit.

Adeline mit Paigey Cakey and Hex und Last Year mit Goldlink dagegen spielen mit beiden Elementen, was zeigt, dass die Fusion von Hip-Hop-Synkopierungen und engen Gesangsharmonien doch klappt. Damit hangelt sich Reduxer von einem Hoch zum nĂ€chsten Tief und wieder zum ĂŒbernĂ€chsten Hoch. Das Konzept dahinter scheint nicht so ganz ersichtlich, macht das Album aber ehrlich gesagt auch umso spannender.

Wer also Lust auf etwas Anderes hat und auf Überraschungen steht, ist mit der Remix-Platte bestens bedient. Wer dagegen Alt-J hauptsĂ€chlich wegen der melancholischen Vocals in Kombination mit den altbewĂ€hrten SynthesizerklĂ€ngen liebt, sollte allerdings lieber die Finger davon lassen!

Reduxer ist am 28. September bei Pias Coop/Infectious erschienen.

alt-J – Last Year (feat. GoldLink) (Terrace Martin Version) [Official Video]

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Tracklist ALT-J – Reduxer:

01. 3WW (feat. Little Simz) (OTG Version)
02. In Cold Blood (feat. Pusha T) (Twin Shadow Version)
03. House Of The Rising Sun (feat. Tuka) (Tuka Version)
04. Hit Me Like That Snare (Jimi Charles Moody Version)
05. Deadcrush (feat. Danny Brown) (Alchemist x Trooko Version)
06. Adeline (feat. Paigey Cakey and Hex) (ADP Version)
07. Last Year (feat. GoldLink) (Terrace Martin Version)
08. Pleader (feat. PJ Sin Suela) (Trooko Version)
09. 3WW (feat. Lomepal) (Lomepal Version)
10. In Cold Blood (feat. Kontra K) (Kontra K Version)
11. Hit Me Like That Snare (feat. Rejjie Snow) (Rejjie Snow Version)

Reduxer

Preis: EUR 13,99

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Weblinks ALT-J:

Webseite: facebook.com/altJ.band
Facebook: twitter.com/alt_J

Geschrieben von
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