13. NOCTURNAL CULTURE NIGHT ‚Äď Deutzen, Kulturpark (Samstag, 08.09.2018)

Peter Hook And The Light, © Thomas Bunge
Geschätzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Der Samstag startete mit sonnigen Wetter. Auftakt machte um 11:45 Uhr S√ľndenrausch, die als Duo seit 2014 wieder aktiv sind. Live werden S√§ngerin Kira und Gitarrist Michael am Bass und Schlagzeug unterst√ľtzt. Die ersten G√§ste erschienen jetzt an der Weidenbogenb√ľhne. Mit deutschen Texten und rockigen Gitarrenkl√§ngen startete der 2. Tag bestm√∂glich. Eine halbe Stunde sp√§ter war es soweit f√ľr Controlled Collapse. Das polnische Electro-/Industrial-Projekt stammt aus Lodz. Seit 2007 wurden insgesamt vier Alben ver√∂ffentlicht, zuletzt Post-Traumatic Stress Disorder (2017). Zu fr√ľher Stunde war gleich Tanzen angesagt. Der volle Einsatz der Musiker sprang auch auf das Publikum √ľber. Neben harten Elektro-Sounds kamen auch Gitarre und Schlagzeug zum Einsatz. Diese heizten die Stimmung zus√§tzlich an.

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Mit dem schwedischen Dark Electronic Projekt Machinista ging es anschlie√üend auf der Weidenbogenb√ľhne weiter. Elektronische Elemente stehen zwar auch bei der Band aus Malm√∂ im Vordergrund. Jedoch kommt auch die Gitarre gut zum Einsatz. Schon nach wenigen Minuten klatschte das Publikum zu den tanzbaren Songs, die melodisch und mitrei√üend waren. Vor der Amphib√ľhne warteten jetzt schon einige Fans auf Scheuber. Bekannt ist Dirk Scheuber als Keyboarder von Project Pitchfork. Jetzt will er mit diesem Projekt auch seine eigenen Ideen verwirklichen. Zu melancholischen Songs und ausgefeilten elektronischen Kl√§ngen str√∂mten viele Fans zur B√ľhne.

Ebenfalls elektronisch, jedoch musikalisch viel d√ľsterer ging es auf der Weidenbogenb√ľhne mit F√Įx8:S√ęd8 weiter. Mastermind Martin Sane trat im hellem Kittel und Maske auf die B√ľhne. Am Mikrofon waren Puppen befestigt. Der sonstige Einzelk√§mpfer wurde live am Keyboard unterst√ľtzt. F√Įx8:S√ęd8 konnte mit klassischem dunklen Sound die Zuh√∂rer sogleich mit einem audiovisuellen Erlebnis begeistern. Gleichzeitig hatte die Indie-Rock-Band Luc Stargazer ihren Auftritt auf der Parkb√ľhne. Die Dresdner Band existiert seit 2010. Das Spektrum ihrer Musik ist weitreichend. Vom kraftvollen Rock bis Dark Wave wurde so einiges ausgesch√∂pft, so dass das Publikum sowohl tanzen als auch entspannen konnte.

Um 14:35 Uhr begann die Show von FAID auf der Amphib√ľhne. Das noch junge Berliner Trio setzt auf klassischen Synth-Pop. Neben zwei Synthesizern kommt auch ein Schlagzeug zum Einsatz. Die dynamischen und zugleich gef√ľhlvollen Songs erfreuten so einige Besucher. Parallel spielte Widukind auf der Kulturb√ľhne. Carsten Klatte hat bereits bei verschiedenen Bands mitgewirkt. Hier wurde den G√§sten nun Textwerk und Apocalyptic Folk in deutscher Sprache pr√§sentiert. Zwischen den Songs vermittelte der S√§nger auch seine Gedanken. Neben akustischer Gitarre wurde bei Widukind auch E-Gitarre, Violine und Schlagzeug eingesetzt.

Mit Box And The Twins ging es anschlie√üend auf der Parkb√ľhne weiter. Dark Wave trifft hier auf d√ľstere Elektronik. Live dominierten hier jedoch Gitarre und Bass. Nat√ľrlich wurde auch ein Hauch von 80er Jahre Nostalgie vermittelt. Kleine Accessoires sollten auch die B√ľhne versch√∂nern. Die K√∂lner Band konnte mit ihren melancholischen Songs mit Sicherheit die Besucher begeistern und neue Fans gewinnen.

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Armageddon Dildos hatten bereits in den 90er Jahren Kultstatus. Um 15:55 Uhr starteten sie auf der Amphib√ľhne gleich durch. Wer klassischen EBM mag, war hier genau richtig. Nat√ľrlich durften an diesem Nachmittag Klassiker wie East West und Never Mind! nicht fehlen. S√§nger Uwe Kanka suchte auch Kontakt zum Publikum, was die Stimmung noch mehr anheizte. W√§hrenddessen spielte Evi Vine auf der Kulturb√ľhne. Die Londoner K√ľnstlerin schaffte es an diesem Nachmittag, dass die Pl√§tze bis hinten belegt waren. Doch es verwundert nicht, denn Evi Vine f√ľhrte sehr emotionale Titel vor. Sanfte Gitarrenkl√§nge sorgten zus√§tzlich f√ľr die richtige Atmosph√§re.

Auf der Weidenbogenb√ľhne war es nun Zeit f√ľr The House Of Usher. Der Stil der Band um J√∂rg Kleudgen ist stark mit dem Gothic- oder Waverock der 80er-Jahre verankert. D√ľsterer Sound und dominierende Gitarren- und Basskl√§nge waren nun zu h√∂ren. F√ľr die Fans des Genres war es eine hervorragende Gelegenheit zum Zuh√∂ren und Tanzen. Kurz danach folgte das franz√∂sische Soloprojekt H√łrd auf der Parkb√ľhne. Hier erwartete die G√§ste nun Dark-/Synthwave. Musikalisch deckte H√łrd ein breites Spektrum ab. Die oft sph√§rischen Songs sind inspiriert von Techno, EBM und Wave.

Escape With Romeo z√§hlen seit etlichen Jahren zu den etablierten deutschen Dark-Wave-Bands. Geschickt kombinieren sie in ihrer Musik Gitarren und elektronische Elemente. Bei perfektem Wetter versammelten sich nun sehr viele G√§ste vor der B√ľhne. Nat√ľrlich durfte der Klassiker Somebody nicht fehlen, zu dem die Fans begeistert mitsangen. Zur gleichen Zeit trat auf der Kulturb√ľhne Tanz Ohne Musik auf. Gr√ľnder Dan Serbanescu stammt aus Bukarest und verwendet f√ľr seine Musik haupts√§chlich Analogsynthesizer. Dadurch f√ľhlte sich der Zuh√∂rer in die Anf√§nge der elektronischen Musik versetzt. Verzerrte Stimme und Sprechgesang erg√§nzten diesen Aspekt perfekt. Auch hier kam eine Videoleinwand zum Einsatz. Fans experimenteller Musik waren hier genau richtig.

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Die norddeutsche Elektro-Formation Tyske Ludder trat anschlie√üend auf der Weidenbogenb√ľhne auf. Die Band ist bekannt f√ľr politische und provokative Texte. Bereits in den 90er Jahren konnten sie einige Clubhits landen. Jetzt sollte sich das Publikum nicht ausruhen. Tanzen war nun angesagt. Tyske Ludder legten sofort los und spielten eine gelungenen Mix aus √§lteren und neueren Songs.

Gespannt warteten jetzt viele Fans vor der Ampib√ľhne. Um 19:45 Uhr trat dann die schwedische Synthi-Pop Band S.P.O.C.K in wei√üen Space-Uniformen auf die B√ľhne. Die Inhalte ihrer Songs besch√§ftigen sich haupts√§chlich mit Science Fiction, insbesondere Star Trek. Ihr bekanntester Clubhit war Never Trust A Klingon. Auch einige Fans trugen passende Kleidung. Aufblasbare Buchstaben wurden emporgehalten. Es folgte eine ausgelassene Show mit Songs wie Astrogirl und Not Human. Kurz darauf startete das schwedische Industrial- und Darknoise- Projekt Brighter Death Now auf der Kulturb√ľhne. Verzerrter Gesang und atmosph√§rische Kl√§nge sind charakteristisch f√ľr das Projekt von Roger Karmanik. F√ľr Fans elektronischer Musik der h√§rteren Gangart war diese Performance eine willkommene Erg√§nzung.

Gegen 21:00 Uhr war es dann soweit f√ľr den Co-Headliner des 2. Festival-Tages: Kirlian Camera. Das italienische Musikprojekt ver√∂ffentlichte Anfang des Jahres das neue Album Hologram Moon. Die Zuschauer dr√§ngten sich nun dicht vor die B√ľhne. Es war bereits dunkel. Die B√ľhne war in Nebel geh√ľllt. Zum Intro betraten die Musiker die B√ľhne zun√§chst mit Sturmmasken und Taschenlampen. Danach trat auch S√§ngerin Elena Fossi auf die B√ľhne. Kirlian Camera spielten eine ganze Reihe Songs vom neuen Album. Wie immer kamen Klassiker wie Blue Room und Eclipse hervorragend bei den Fans an.

Um 22:30 Uhr trat Peter Hook And The Light auf die B√ľhne. Peter Hook war Gr√ľndungsmitglied und Bassist der britischen Legende Joy Division. An diesem Abend √ľbernahm er sowohl Gesang als auch den Bass. Gespielt wurden Klassiker von Joy Division. Titel wie Transmission, She‚Äôs Lost Control, Love Will Tear Us Apart kamen erwartungsgem√§√ü gut beim Publikum an. Die 90-min√ľtige Show war ein kr√∂nender Abschluss des 2. Festivaltages.

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