MANTAR – The Modern Art Of Setting Ablaze

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Unsere Bewertung:


10 Gesamtnote

10

„So Metal wie nie“

Mantar ist eine Band, die in den vergangenen Jahren oft mit dem schwierigen, weil inflationĂ€r gebrauchten, Begriff „Kult“ in Verbindung gebracht wurde. Fakt ist zumindest, dass die beiden Bremer die Szene mit ihren bisherigen beiden Alben Death By Burning (2014) und Ode To The Flame (2016) sowie mit der EP The Spell (2017) die Rock- und Metal-Szene ganz schön durchgewirbelt haben. Und – kleiner Spoiler an der Stelle – dass der Nachfolger The Modern Art Of Setting Ablaze dem in nichts nachsteht. Im Gegenteil: Hanno KlĂ€nhardt (Gesang, Gitarre) und Erinç Sakarya (Schlagzeug) brennen ein noch derberes Feuerwerk ab.

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The Knowing ist die Ruhe vor dem Sturm, eine Ouverture, die dem ZĂŒndeln vor einem Feuertornado gleichkommt. Bei Age Of The Absurd brennt die HĂŒtte dann lichterloh. Neben den bekannten Mantar-Trademarks, wie den treibenden, groovenden Rhythmen, den Screams und Growls direkt aus der Hölle und den packenden Riffs, die einen nicht loslassen und fĂŒr nachhaltige Nackenschmerzen sorgen. Altbekannt sind die Zutaten, ja, jedoch nicht altbacken. Die beiden Nordlichter haben ihre Rezeptur verfeinert, bzw. ihre Kompositionen von Fett befreit. „Ich wollte nur 3- oder 4-minĂŒtige Lieder; bam, bam, bam. Jedes Lied ein bisschen anders, eingĂ€ngig – darum geht es beim Rock’n’Roll„, betont Hanno. Und das merkt man dem Album auch an.

Obwohl sich weder Hanno noch Erinç als Metalheads bezeichnen, haben Mantar ein Metal-Publikum. „Aber wir haben trotzdem ein Metal-Publikum und so sind wir eine Metal-Band, denke ich„, sagt Hanno, der das „als Geschenk“ sieht. Dem dritten Longplayer merkt man deutlich an, dass der Songschreiber wĂ€hrend des Schreibprozesses fĂŒr The Modern Art Of Setting Ablaze so viele klassische Metal-Alben gehört hat, wie nie zuvor. Das Intro von Obey The Obscene (versteht das ruhig mal als Aufforderung) erinnert beispielsweise an Ghost. Andere Songs frönen wieder mehr dem Punk’n’Roll. Aber es ist auch mĂŒĂŸig, zu versuchen, den Stil von Mantar zu kategorisieren. Das Album – das erfreulicherweise mit 12 Songs aufwartet, statt der in den letzten Jahren nahezu Gewohnheit verkommen 10-Track-Alben – ist mehr Metal, als es Mantar je waren. Und das ist auch gut so. Es steht dieser Ausnahme-Band so gut.

Bleibt festzuhalten, dass das eigenwillige Duo ihren „Kult“-Status mit ihrem aktuellen Album nicht nur festigt, sondern auch ausbauen kann – ob sie das nun wollen oder nicht. The Modern Art Of Setting Ablaze ist ein ganz heißes Eisen, eine Feuerwalze, die nur noch verbrannte Erde hinterlĂ€sst… bis man wieder auf „Play“ drĂŒckt… und wieder… verbrennt Euch bloß nicht die Finger.

Tracklist MANTAR – The Modern Art Of Setting Ablaze:

01. The Knowing
02. Age Of The Absurd
03. Seek + Forget
04. Taurus
05. Midgard Serpent (Seasons Of Failure)
06. Dynasty Of Naily
07. Eternal Return
08. Obey The Obscene
09. Anti Eternia
10. The Formation Of Night
11. Teeth Of The Sea
12. The Funeral

The Modern Art of Setting Ablaze

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Ab November 2018 gehen Mantar zudem auf eine ausgiebige Europatour!

Termine MANTAR Tour 2018:

17.11.2018 Hamburg, Markthalle
19.11.2018 Hannover, Musikzentrum
20.11.2018 NĂŒrnberg, Hirsch
21.11.2018 Essen, Turock
22.11.2018 CH- ZĂŒrich, Dynamo
23.11.2018 Stuttgart, KJH Hallschlag
24.11.2018 AT- Salzburg, Rockhouse
26.11.2018 MĂŒnchen, Backstage
27.11.2018 AT- Wien, Arena
28.11.2018 AT- Graz, Explosiv
30.11.2018 Leipzig, UT Connewitz
01.12.2018 Berlin, SO 36
02.12.2018 BE- Vosselaar, Biebob
08.12.2018 Wiesbaden, Schlachthof
09.12.2018 NL- Rotterdam, Baroeg

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