THIRTY SECONDS TO MARS РKöln, Lanxess Arena (04.05.2018)

Thirty Seconds To Mars © Michael Gamon
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Welcome to the Jared Leto Show!

Jetzt sind sie also da: Nachdem der f√ľr den 11. M√§rz anberaumte K√∂ln-Termin (geplanter Tourstart) zun√§chst verschoben werden musste, sind Thirty Seconds To Mars nun endlich mit 8 Wochen Verz√∂gerung in K√∂ln gelandet und zwar zum Tourfinale! Im Gep√§ck haben Jared Leto und seine beiden Mitstreiter Stevie Aiello und Bruder Shannon Leto, neben vielen Hits aus 20 Jahren Bandhistorie, auch das neue Album America, welches sie wieder einmal von einer leicht ver√§nderten Seite zeigt. Die Musik ist gef√§lliger geworden, doch gefallen haben sie sowieso schon verdammt vielen Leuten zuvor, was nicht nur an dem charismatischen Frontmann liegt, sondern auch an der guten Musik und den begeisternden Konzerten, die zum Teil wie Gottesdienste zelebriert werden. Und auch davon legt das heutige Konzert in der Lanxess Arena deutlich Zeugnis ab: S√§nger und Schauspieler Jared steht ganz klar im Zentrum der Show, alle Augen starren gebannt auf ihn und er selbst wird die gesamt Show √ľber von mehreren Kameras verfolgt. Dazu gibt es immer wieder Anspielungen auf die vermeintliche √Ąhnlichkeit des S√§ngers mit dem typischen Bild von Jesus Christus und als ein weiblicher Fan ein Plakat mit der Aufschrift ‚ÄěSee No Difference ‚Äď Jared & Jesus‚Äú hochh√§lt, wird das Ganze nicht nur bildlich verkn√ľpft, sondern auch noch mit einem passenden Amen vollendet.

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Doch starten wir zu Beginn, denn schon der ist durchaus eindrucksvoll. Nachdem DJ Jamie Reed das Publikum schon einmal in Bewegung gesetzt hat, erklingen die basslastigen Sounds in der Halle gegen 21:00 Uhr immer intensiver, bis die drei endlich unter ohrenbet√§ubendem Geschrei der Fans auf der von beweglichen LED-Elementen umschmiegten B√ľhne stehen. Wobei ‚Äěauf der B√ľhne‚Äú im Falle von Thirty Seconds To Mars nicht ganz korrekt ist, denn w√§hrend Drummer Shannon seinen Platz im hinteren, zentralen und damit durchaus gut sichtbaren Bereich einnimmt, findet sich Bassist & Keyboarder Stevie recht versteckt im herabgesenkten, hinteren Teil wieder und d√ľrfte von so manchem Fan gar nicht erst wahrgenommen worden sein. Alles ist hier auf Jared ausgerichtet und der gibt, zun√§chst beim er√∂ffnenden Monolith im Yedi-Teppich-Umhang-Outfit, von Beginn an alles. Immer wieder richtet er das Wort an die Fans, bindet sie ein und zelebriert Songs wie Kings And Queens oder das impulsive This Is War. Richtig laut wird es dann zu Hail To The Victor, welches am heutigen Tag f√ľr eine Produktion zur Fu√üball Weltmeisterschaft in Russland mitgeschnitten wird. Die Interaktivit√§t nimmt weiter zu und eine junge Dame darf das nachfolgende Dangerous Night ihrem Verlobten widmen und gemeinsam erleben sie den Beginn des Songs auf der B√ľhne, ein Erlebnis, dass beide ganz sicher nie vergessen werden. Nach Do Or Die gibt es eine kurze Pause, die mit Pyres Of Varanasi √ľberbr√ľckt wird, bevor es zum rockigen H√∂hepunkt der Show kommt: The Kill (Bury Me). Die Halle steht Kopf und ist derma√üen angefixt, dass auch das ruhigere Rihanna-Cover Stay die Stimmung nicht herunterziehen kann. L√§ngst ist das Geschehen hier zum Selbstl√§ufer geworden, die zumeist weiblichen Zuschauer sind begeistert und feiern ihre Stars frenetisch oder lassen die Halle durch den Lichtschein tausender Smartphonelampen erleuchten. Zwischendurch schwenkt Jared eine Deutschlandfahne √ľber die B√ľhne um die Verbundenheit der Band mit dem Land im Zentrum Europas zu unterstreichen und sich daf√ľr zu bedanken, dass man ihnen hier ein zweites Zuhause gegeben hat. Das kommt an bei den Fans und tr√§gt die Euphorie bis zu den umjubelten Zugaben Walk On Water und Closer To The Edge, bei denen zun√§chst die gesamte Crew f√ľr ihren Einsatz auf der B√ľhne geehrt wird und sich dann am Ende gleich eine Vielzahl an Fans auf den Brettern die heute die Welt bedeuten wiederfindet, um den Fronter noch einmal so richtig zu umringen und ihm noch einmal gesteigerte Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. Nach 100 Minuten endet ein Konzertabend, der wohl genau das gehalten hat, was sich die Fans davon versprochen haben und nicht wenige werden in exakt 4 Wochen ebenfalls wieder dabei sein, wenn Thirty Seconds To Mars am 01.06.2018 einer der Headliner von Rock Am Ring 2018 sein werden. Der N√ľrburgring kann sich schon einmal warm anziehen, die Jared Leto-Show d√ľrfte auch in der sch√∂nen Eifel ihre Wirkung nicht verfehlen.

America (Deluxe Edt.)

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Setlist THIRTY SECONDS TO MARS @ Köln, Lanxess Arena (04.05.2018):
  1. Monolith
  2. Up in the Air
  3. Kings and Queens
  4. Search and Destroy
  5. This Is War
  6. Hail to the Victor
  7. Dangerous Night
  8. Do or Die
  9. Pyres of Varanasi
  10. The Kill (Bury Me)
  11. Stay (Rihanna cover)
  12. Hurricane
  13. City of Angels
  14. Rescue Me
  15. Rider
  16. Walk on Water (Z)
  17. Closer to the Edge (Z)
Geschrieben von
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Fotos: MIKE SHINODA

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