MARC O’REILLY – Morality Mortality

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Unsere Bewertung:


10 Gesamtnote

10

Was passiert eigentlich, wenn ein studierter Arzt zum Mikro greift? Ganz genau: Sein Song heißt natürlich Bleed und wird in seiner minutiösen Durchdrungenheit zum Meisterwerk.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Nicht nur Jamie Cullum ist Fan vom großartigen Vollblutmusiker Marc O’Reilly. Denn mit seinen Folk-Blues-Rhythmen werden ihn auch Anhänger von John Martyn oder Ray Lamontagne lieben. Ja, er wird sogar in einem Atemzug mit einem meiner favourite Künstler Ben Howard genannt (und zwar zu Recht). Seinem makellosen Lebenslauf zufolge entschied sich O’Reilly also wohl bewusst für seine Liebe: Die Musik. Morality Mortality erschien am 28. Oktober diesen Jahres und bezeichnet das erste Major-Label Album des Künstlers, Human Herdings (2015) und My Friend Marx (2013) waren noch Eigenveröffentlichungen.

Und jetzt ist sie also da… Sie, die neue Platte. Zugegeben meine erste Begegnung mit Marc O’Reilly. Und ich freue mich sehr, ihn kennengelernt zu haben. Nicht nur Blues und Folk zeichnen den Iren aus. Seine Tracks implizieren auch Anteile des Jazz und besonders des Rock. Seine Stimme reizt er innerhalb der 12 Songs wahnsinnig aus: Mal total still, dann explosiv. Hell und dunkel zugleich. Vielleicht liegt es an meiner relativen Unwissenheit dem Folk gegenüber – aber keines der Stücke scheint mir auch nur nahezu vorhersehbar zu sein. Ganz im Gegenteil: Jedes überrascht aufs Neue! Allein die erste erschienene Single des Albums Of Nothing zeigt die Vielseitigkeit O‘Reillys in nur einem Song. Besonders wenn Ihr das Album hört und von diesem Song auf das nächste Lied – also Blinded By – switched, versteht ihr, was ich meine! Da war der nette Mann gerade noch so wunderbar ruhig und zärtlich, um dann anschließend in einem Haufen deftig rockiger Gitarrenriffe zu versinken. An der einen Stelle dehnt er den Moment unendlich aus, in der nächsten Sekunde rattert er die Texte nur so runter. Und das ist in diesem Sinne hundertprozentig positiv gemeint. Anderorts, wie zum Beispiel bei Healer, arbeitet er zudem mit weiteren Effekten, die seiner Musik zusätzliche Tiefe geben. Dr. O’Reilly hat also für jeden was zu bieten. Wenn Ihr auf Abwechslung, Soul, Rock, Folk, Jazz usw. steht (oder um es kurz zu sagen: Auf ziemlich gute Musik) hört Euch die Platte unbedingt an. Ich hoffe, Ihr werdet sie genau so sehr lieben wie ich!

Tracklist MARC O’REILLY – Morality Mortality:

01. Compromise
02. Of Nothing
03. Blinded By
04. Graceland
05. Steal Love
06. Cochain
07. Healer
08. Do They Know
09. Generica
10. Simian Times
11. Three & One
12. Secret

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Weblinks MARC O’REILLY

Homepage: http://www.marcoreillymusic.com/
Facebook: https://www.facebook.com/marcoreillymusic/

Geschrieben von
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