Wave-Gotik-Treffen (WGT) 2016 – Samstag 14.05.2016

Die Krupps, ©Danny Sotzny
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Der 2. Tag beginnt mit dem 5. Steampunktreffen im Palmengarten wo bereits 2 Bands spielen. Auch ein Besuch im Stadtgeschichtlichen Museum darf nicht fehlen, wo die Ausstellung „Leipzig in Schwarz – 25 Jahre Wave-Gotik-Treffen“ viel zu erz√§hlen hat.

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Agra-Treffenpark

18:00 Uhr
Der elektronische Abend in der Agra Halle wird von dem schwedischen Duo Spetsnaz, in einer gut gef√ľllten Halle unter viel Jubel und Applaus, er√∂ffnet. Die 2001 von Stefan Nilsson und Pontus St√•lberg ins Leben gerufene Elektro-Formation lehnt sich musikalisch an die EBM Gr√∂√üen wie Nitzer Ebb, Front 242, den Krupps und DAF an. So ist es auch nicht verwunderlich, dass von der ersten Minute an in den vorderen Reihen gestampft und extrem gepogt wird (ohne R√ľcksicht auf Verluste). Allerdings steigen nach dem ersten Lied die Drums aus, so dass die Fans eine kurze Zwangspause einlegen m√ľssen. Die technischen Probleme werden aber schnell behoben und sp√§testens bei Ihrem Hit Apathy geht es auch in den hinteren Reihen so richtig zur Sache. Nach gut 40 Minuten Spielzeit verabschiedet sich Fronter Pontus St√•lberg von der B√ľhne, um nach lauten Zugabe Rufen wieder mit ‚Äúdas war nur ein Joke‚ÄĚ zur√ľckzukehren. Trotz des Jokes und der guten Stimmung verabschiedet sich Spetsnaz deutlich fr√ľher als angek√ľndigt und lassen ein zufriedenes, ausgepowertes Publikum zur√ľck. (KS)

21:30 Uhr
Mit ein wahres Urgestein der Elektroszene wird das Projekt des d√§nischen Industrial-K√ľnstlers Claus Larsen, bekannt als Le√¶ther Strip (gegr√ľndet 1989), der wartenden Menge angek√ľndigt und von dieser sehns√ľchtig erwartet. Es bedarf einer kleinen Aufw√§rmphase und ein wenig Animationstalent von Fronter Claus Larsen, bis das Publikum so richtig in Fahrt kommt. Dort einmal angekommen, gibt es aber kein Halten mehr. Die vielen anwesenden Fans tanzen in der gedr√§ngten Masse, wie auch am Rand, unaufh√∂rlich bis zum Schluss. Das Publikum singt nach Aufforderung immer wieder mit und feuert den auf der B√ľhne herumspringenden und sich verausgabenden S√§nger immer wieder mit Jubel und Schreien an. Seine Club-Hits wie Japanese Bodies, Evil Speaks und Don’t Tame Your Soul d√ľrfen nat√ľrlich an diesem Abend nicht fehlen. Mit seinem Statement ‚Äúich freue mich beim 25. WGT mit dabei sein zu d√ľrfen‚ÄĚ gewinnt er auch die letzten Skeptiker f√ľr sich. Ein gelungenes Konzert, mit viel Tanzschwei√ü, einem berauschten Publikum und einem gutgelaunten S√§nger. (KS)

23:15 Uhr
Seit mehr als 35 Jahren stehen J√ľrgen Engler und Ralf D√∂rper alias Die Krupps auf der B√ľhne und begeistern ihre Fans. Vormals eine treibende Kraft der Industrial- und EBM Bewegung integrierten Sie in den Neunziger Jahren harte Gitarren in ihren Sound und wurden neben Nine Inch Nails und Ministry eine der bekanntesten Bands im Elektro-Metal Bereich. Mit einem brutalen, harten und kompromisslosen Sound, wie es ihre Fans m√∂gen, pr√§sentieren Sie sich auch auf der Agra B√ľhne. Von Beginn an ist das Publikum angeknipst, mit einer bombastischen Stimmung huldigen sie der Band. Die Fans klatschen und singen ohne gro√üe Aufforderung mit, sie feiern, tanzen, stampfen und versuchen die Agra Halle zum Beben zu bringen. Sichtlich von der Stimmung befl√ľgelt, wird besonders hart auf das Schlagzeug eingepr√ľgelt, die Gitarrensaiten fast zum Bersten gebracht, Fronter J√ľrgen Engler zu H√∂chstleistungen angetrieben und letztendlich zum Schluss auch das Keybord sowie die Gitarre zerst√∂rt. Wer bei dieser Darbietung kein Zucken im Bein versp√ľrt, ist sichtlich auf der falschen Veranstaltung oder in einem komat√∂sen Zustand. Die Krupps hinterlassen ein sichtlich begeistertes Publikum. (KS)

Altes Landratsamt

19:40 Uhr
In einem doch eher kleinen Saal, der bis zum Anschlag gef√ľllt ist und dessen extrem hohe und warme Luftfeuchte ein Kontrastprogramm zu den kalten Temperaturen drau√üen bietet, warten die Leute auf die zwei Hauptakteure von Reaper. Vasi Vallis und Gregor Beyerle, auch bekannt durch Frozen Plasma und NamNamBulu postieren sich p√ľnktlich hinter ihren Rechnern / Turntables und lassen ihren Aggrotech-, Industrial- Elektro Sound Mix auf die Anwesenden niederprasseln. Musik, weitestgehend aus der ‚ÄúKonserve‚ÄĚ und ohne Gesang, wild umherspringende K√ľnstler hinter ihrem Rechner, das allein reicht aus, um die Massen zum Tanzen zu animieren. Ohne Unterlass und mit wenigen Pausen und Ansagen von den beiden Protagonisten geht es immer weiter. Auch das Publikum bewegt sich ohne Unterlass zu zum Teil doch recht monotonen T√∂nen. Eine Videoleinwand und die passende Beleuchtung verleihen dem Raum ein Dancefloor Feeling. Zum Abtanzen und Party machen sind Reaper eine gute Alternative, wer aber ein regul√§res Live-Konzert mit S√§nger erwartet hat, wird entt√§uscht. (KS)

Felsenkeller

16:30 Uhr
Diodati ist meiner Meinung nach keine gew√∂hnliche Band. Die Musik entzieht sich allen Klischees, die man gerne bei Bands annimmt, die sich in der Schwarzen Szene bewegen. Sie kann man eher als ein Kunstprojekt bezeichnen. Lyrische Texte werden in verschiedenen Sprachen in musikalischer Ummantelung vorgetragen. Dementsprechend schwierig ist es auch, ihr Schaffen ganz genau einzuordnen. Optisch passen sie aber jedenfalls recht eindeutig in die Szene. Doch es gestaltet sich nicht ganz leicht, ihre Musik mit ihrem Auftreten in Einklang zu bringen. Sicherlich h√∂ren wir heute hier, in den durch klassische Instrumente wie Cello und Klavier dominierten Liedern, die erwarteten melancholischen, manchmal schwerm√ľtigen T√∂ne mit nachdenklichen und tiefgr√ľndigen Texten, die sowohl durch eine M√§nner- als auch durch eine Frauenstimme umgesetzt werden. Doch lassen sich Diodati nicht nur allein darauf beschr√§nken. Elektronische, manchmal auch an Industrial erinnernde Passagen finden hier ebenso ihren Platz, wie Swing, Jazz, ein bisschen Cabaret, Instrumentalst√ľcke, die dann doch der modernen Klassik zuzuordnen sind oder auch St√ľcke, die am ehesten in die Liedermacherschublade passen. Sie spielen ein hervorragendes neoklassisches Kreuz und Quer mit St√ľcken aus der Literatur, das das anwesende Publikum auf eine abwechslungsreiche Reise verschiedener Stile und Stimmungen mitnimmt und somit immer wieder zu √ľberraschen vermag. Speziell zum WGT ist als Gast auch das Gr√ľndungsmitglied AjNa mit auf der B√ľhne, die sich einige Jahre eine musikalischen Auszeit geg√∂nnt hat. Der Felsenkeller ist auch zu einem so fr√ľhen Samstag Nachmittag ziemlich gut gef√ľllt. Alle anwesenden Besucher lauschen begeistert und sind sich einig, dass die musikalischen Darbietungen Diodatis etwas ganz besonderes sind – Eine wirklich eindrucksvolle Reise durch die unterschiedlichsten Musikstile. Das Publikum lauscht verz√ľckt den zarten T√∂nen der S√§nger und nach jedem Song wird aufgrund der Besonderheit eher verhalten Beifall geklatscht. Dies tut aber der Stimmung keinen Abbruch. Die Musik Diodatis ist etwas ziemlich unerwartet Hervorragendes, das man sie eher im Stillen und f√ľr sich genie√üen muss. Ein Kunstprojekt mit √ľberraschendem Nachgeschmack. (CM)

17:50Uhr
Fast p√ľnktlich l√§dt nun Meinhard vor fast vollem Felsenkeller ein, seine Mischung aus Rocky Horror Picture Show, Rock, Swing und Cabaret zu genie√üen, damit sich alle Besucher in Alices Wunderland tummeln k√∂nnen. Der Frontmann h√§lt sich heute zwischen den einzelnen Liedern mit Ansagen etwas zur√ľck, da es wegen einer Verz√∂gerung einen straffen Zeitplan gibt. In Anlehnung an Alice tr√§gt nicht nur Meinhard einen Zylinder, sondern wirft auch Miniversionen davon ins Publikum bzw. verteilt sie auch an seine beiden Gitarristen: der Hutmacher ist zur√ľck! Zu Pig & Pepper¬†fliegen dann noch Pl√ľschschweine in Richtung der Besucher. Besonders die schnellen St√ľcke gehen in die Beine und lassen nicht nur Meinhard auf der B√ľhne staksig mittanzen, auch das Publikum wiegt sich im Rhytmus. Der M√ľnchner mit Federkragen, Make-up und ausladenden Gesten ist eine gute Wahl, der unterhaltsam die Fans in den Abend begleitet. Die flotte Gangart der Musik zieht einen allerdings trotz des d√ľsteren Sounds in ihren Bann. Meinhards Gesang wirkt als w√ľrde er von seiner eigenen Musik gejagt. Wer sich auf die Texte konzentrieren m√∂chte, sollte jedoch des Englischen m√§chtig sein. Der musikalische Tausendsassa wechselt munter zwischen Deutsch und Englisch hin und her, als sei es das Selbstverst√§ndlichste von der Welt. Zu den orchestralen und synthetischen Sounds mischen sich auch ein authentisch klingendes Schlagzeug sowie tiefe B√§sse unter das Klanggewand. Am besten l√§sst man sich einfach vom st√§ndig wechselnden Tempo mitrei√üen, ohne sich gro√ü √ľber die stilistische Ausrichtung Gedanken zu machen. Die Show Meinhards ist unterhaltsam und verspr√ľht gute Laune. Die Akustik ist hier im Felsenkeller sehr gut, die Stimme des S√§ngers ist deutlich zu verstehen. Nichts ist √ľbersteuert und deshalb steigt die Stimmung der anwesenden Fans von Lied zu Lied. Viele Fans sieht man textsicher mitsingen. Auch ich kann mich dem Bann dieser Show nicht entziehen, es ist unterhaltsam und am√ľsant zugleich. Nach gut einer Stunde ist auch hier leider viel zu schnell Schluss, aber die Band und Meinhard stehen sp√§ter am Merch-Stand f√ľr Fotos und den ein oder anderen Plausch zur Verf√ľgung. Ein Frontmann ohne Ber√ľhrungs√§ngste, sehr sympatisch und authentisch. (CM)

19:20 Uhr
Die Dark bzw. Gothic-Metal-Band Schwarzer Engel besteht im Kern nur aus S√§nger Dave Jason, die gesamte Komposition -wie auch so ziemlich alles andere- erledigt der Frontmann trotz Liveband in Eigenregie. Schwarzer Engel ist eine der Bands, die man entweder als ziemlich wuchtige Gothic-Rock- oder ziemlich gediegene Gothic-Metal-Band ansehen kann. Der schwarze Engel ist in diesem Falle Dave Jason, und dieser macht seine Sache trotz des Klischeehaften und nichts Gutes in Erwartung stellenden Bandnamens doch √ľberraschend gut: Dark Metal soll hier die Spielart sein, und das trifft es auch: Schwarzer Engel schreiten deshalb eher metallisch statt rockig-poppig voran. Dabei mag man mal etwas mehr neue deutsche H√§rte √° la Eisbrecher spielen, mal etwas electro-gothic-poppiger √° la Ewigkeit oder ASP. Den metallischen H√§rtegrad reizt der Frontmann authentisch aus. Die Fans bekommen von Anfang der Show an ordentlich etwas auf die Ohren. Denn nun hat der schwarze Engel seine Schwingen √ľber sein eigenes musikalisches Reich ausgebreitet und regiert dort mit d√ľsteren Melodien, zerst√∂rerischen Texten und brachialen Gitarrenriffs. Gewandet in eine goldene R√ľstung pr√§sentiert sich der Engel mit seinem goldenen Brustschutz. Eher unnahbar beschr√§nkt er sich aufs Headbangen am Mikro und tritt nur verhalten mit dem Publikum in Interaktion. Trotz der Distanz √ľberzeugt Jason die Anwesenden und kassiert f√ľr seinen Auftritt eine geh√∂rige Ladung Applaus, der Felsenkeller ist jetzt ziemlich gef√ľllt, aber zum Tanzen und Headbangen ist noch Platz. Die Stuttgarter haben zum WGT exklusiv ein Titelst√ľck aus ihrer neuen EP mitgebracht, die dort eine Woche vor dem offiziellen Release erh√§ltlich ist. Inspiriert von Beethovens 9. Sinfonie und der ber√ľhmten Textzeile Freude, sch√∂ner G√∂tterfunken¬†hat die Band vier Songs auf eine CD gepresst. Viel zu schnell ist auch diese Show wieder vorbei, mit viel Adrenalin und einer geh√∂rigen Portion guter Laune geht es f√ľr mich zur n√§chsten Location. (CM)

20:50 Uhr
Ruhig und anmutig geht es im Felsenkeller danach bei Other Day zu. S√§nger Sad, in langem stilvollen Lackmantel, seine Kollegin Niha C√©ta am Cello und ein Gitarrist zelebrieren ihre Show der Langsamkeit bed√§chtig und mit viel Stil. Das klingt dann oft Gedichtsm√§√üig und beizeiten, als habe Lacrimosas Tino Wolff nun zum Dead Can Dance Fronter umgeschult. Doch auch f√ľr Showelemente ist im Laufe des Sets gesorgt und ein erotischer Einschlag mit knapp bekleideten Damen hat ja auch noch keiner Show geschadet. Aber zumindest ist auch das bei Other Day niemals billig umgesetzt, sondern wirkt eher die Show unterst√ľtzend. Alles in allem nicht unbedingt meine Musik, als chillige Hintergrunduntermalung aber auch f√ľr mich sehr angenehm und die Fans der Band waren sichtlich angetan vom emotionalen Set. (MG)

22:30 Uhr
Zeit f√ľr den Herbergsvater, der hier endlich seine Sch√§fchen im Rahmen des WGT beisammenf√ľhren kann. Und das sind so einige, denn der Felsenkeller ist wieder proppenvoll. Nachdem seine Band artig die Pl√§tze im hinteren Bereich der B√ľhne eingenommen hat, kommt Joachim Witt auf die B√ľhne und steht ab jetzt voll im Rampenlicht. Los geht es mit zwei neuen Nummern vom aktuellen Album ich, gefolgt vom von Mono Inc. Fronter Martin Engler geschriebenem Es regnet in mir, das Joachim stets ber√ľhrt, da es ihn an seinen Sohn erinnert. Die Stimmung in der Halle ist klasse und seine Fans applaudieren bei neuen Tracks genauso, wie bei alten Klassikern, die er sich vornehmlich f√ľr den Schluss aufgehoben hat. Vom kommenden Album Traum¬†hat er uns mit Tag f√ľr Tag¬†aber auch schon etwas mitgebracht, der Track kommt mit ein wenig mehr Dynamik daher und auch bereits heute gut an. Nat√ľrlich werden auch das als Duett mit Peter Heppner bekanntgewordene Die Flut¬†und das nachfolgende Supergest√∂rt und superversaut¬†ordentlich gefeiert, bevor es in die Zugaben geht, die mit Goldener Reiter¬†und Herbergsvater¬†√§u√üerst prominent besetzt sind. (MG)

Täubchenthal

16:30 Uhr
Out with a bang, so kann man den Startschuss im T√§ubchenthal beschreiben, denn kaum dass Sigue Sigue Sputnik die B√ľhne betreten haben, platzt die gem√ľtliche Halle aus allen N√§hten. Immer mehr str√∂men zu Sigue Sigue Sputnik in den Club, schieben an, w√§hrend andere angesichts der sich bildenden Enge Rei√üaus nehmen. B√ľhnenoutfits und Musik versprechen Spa√ü pur und der wird dann auch f√ľr die n√§chste knappe Stunde geboten. Es wird getanzt und applaudiert und immer wieder das Smartphone gez√ľckt um Teile der Show f√ľr die Nachwelt festzuhalten. Dem verstorbenen David Bowie huldigen Sigue Sigue Sputnik mit einem The Jean Genie Cover und den Worten ‚ÄúGod bless David Bowie‚ÄĚ, w√§hrend zum Ende hin bei Hits wie Teenage Thunder, 21st Century Boy¬†oder Love Missile F1-11¬†die Stimmung endg√ľltig auf den Siedepunkt steigt. Was f√ľr ein Start in den Tag im T√§ubchenthal! (MG)

18:00 Uhr
Dunkler, h√§rter und schneller geht es als n√§chstes mit Christ Vs. Warhol weiter. Die Band stammt aus den USA, S√§ngerin Eveghost stammt hingegen aus Norwegen, was die Chance auf gemeinsame Auftritte deutlich erschwert. Umso gl√ľcklicher sind die vier, mal wieder beim WGT auftreten zu k√∂nnen. Die Spielfreude merkt man ihnen jedenfalls auch deutlich an, denn vor allem Gitarrist Steven James gibt wirklich alles und auch Eveghost ist wahrlich voll in ihrem Element. Doch auch den Zuschauern im noch immer sehr gut gef√ľllten T√§ubchenthal macht es merklich Spa√ü dabei zu sein und so vergeht der Auftritt wie im Fluge. (MG)

19:30 Uhr
Schon lange bevor der n√§chste Auftritt beginnt, stehen die Fans drau√üen vor dem T√§ubchenthal Schlange und begehren um Einlass. Trotz ihrer 67 Lebensjahre (!) ist die K√ľnstlerin Lene Lovich¬†angesagt und niemand hier, m√∂chte einen ihrer doch recht seltenen Auftritte verpassen. ‚Äúwir haben es lieber, wenn ihr die Show mit den Augen und nicht durch ein Smartphone verfolgt‚ÄĚ sagt Gitarrist Jude Rawlings und dann kommt die Grand Dame selbst auf die B√ľhne. Sie wirkt fit, agil und liebenswert verr√ľckt. Parallelen zu Nina Hagen dr√§ngen sich geradezu auf, allerdings ist Lene musikalisch weit vorne und nat√ľrlich sind es vor allem Birdsong¬†und Lucky Numbers, die vom Publikum abgefeiert werden. Doch auch auch die anderen Songs ihres gut einst√ľndigen Sets kommen sehr gut an, das lange Anstehen hat sich also mehr als gelohnt und nicht nur Lene selbst h√ľpft hier vor Begeisterung. ‚ÄúI am not wicked, not all the time‚ÄĚ sagt sie…, besser kann man den Auftritt gar nicht beschreiben. (MG)

Redaktion / Foto: Claudia Marquadt (CM), Danny Sotzny (DS), Katrin S. (KS), Michael Gamon (MG)

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