ROSKILDE FESTIVAL lockt 2016 wieder mit starkem Line-up nach Dänemark

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179 Bands und Musiker auf acht Bühnen – das bereits ausverkaufte Roskilde-Festival ist ein Gigant. Rund 100.000 Musikbegeisterte pilgern Ende Juni in die idyllische, dänische Kleinstadt in der Nähe von Kopenhagen, um internationale Musikstars wie die Red Hot Chili Peppers, LCD Soundsystem, New Order, Neil Young, Wiz Khalifa, Macklemore & Ryan Lewis, PJ Harvey und Damon Albarn zu erleben.

Letzterer ist Stammgast auf dem Festival – vergangenes Jahr wurde er, nach einem vier Stunden Set von seinem Tourmanager von der Bühne getragen, weil er nicht zu spielen aufhören wollte. Aber so ist das halt mit Roskilde – wenn man einmal vom Spirit infiziert ist, dann will man nie wieder nach Hause gehen. Denn Roskilde ist für viele der Besucher so viel mehr als nur Musik. Es ist ein Lebensgefühl, die Definition von Freiheit. Acht Tage lang leben die Besucher in ihrer Zeltstadt, die nicht nur ein einfacher Campingplatz ist. Die Besucher können ihren Roskilde-Tag damit beginnen, im See schwimmen zu gehen, sie können einen Yoga-Kurs besuchen oder einfach einen leckeren Brunch im Food-Court bestellen. Andere mögen es, einfach mit Freunden im Camp zu relaxen – das geht auch – die Kaffeeverkäufer kommen morgens bis ans Zelt.

Sind die Akkus wieder aufgeladen, kann man seine Energie in der Street City wieder loswerden: Fußball, Basketball, Skaten und BMX stehen hier auf dem Programm – zum selbst testen oder als Shows von hochkarätigen Profis, die ihr Können zeigen. Roskilde Rising stand früher für Newcomer-Konzerte. In diesem Jahr wird aus dem Talententwicklungskonzept, gleich ein ganzer Stadtteil: Rising City erwartet die Gäste mit Workshops, Debatten und Konzerten, um die Festival-Besucher zu inspirieren. Und auch Kunst kommt nicht zu kurz. Graffiti Zone und Art Zone laden dazu ein Weltklasse-Kunstwerke zu bestaunen.

Und abends? Fernab der Bühnen? Spontane Partys entstehen manchmal dort, wo man sie nicht erwartet. Themen-Camps laden zu ihren Partys ein, Musiker spielen Überraschungskonzerte, Freunde laden Fremde ein und finden so neue Freunde. Und dann, mittwochsnachmittags, öffnen sich endlich die Tore vom Campinggelände zum Festivalplatz: die Konzerte beginnen. Rock, Pop, Hip Hop, Punk, Weltmusik, Elektro, 80ies, Metal –es gibt nichts, was es nicht gibt in Roskilde. Und dann ist da noch dieses ominöse Orange-Feeling, das ein Kollege von den Blogrebellen perfekt auf den Punkt gebracht hat: „Niemand drängelt, niemand kotzt, niemand prügelt sich. Sie teilen sich Wasser, Sonnencreme, Campingstühle. That´s the spirit! […] Und alle lachen. Wirklich alle.

Weitere Infos, das komplette Line-Up und einzelne Tagestickets gibt es noch unter www.roskilde-festival.dk

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Geschrieben von
Mehr von Michael Gamon

Fotos: GRACE CARTER

GRACE CARTER – Köln, Palladium (06.03.2018) Ähnliche Beiträge
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