SAMPLER – Electropop 10

SAMPLER – Electropop 10
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8 Bewertung

8

Das deutsche Label conzoom Records präsentiert auf Teil 10 ihrer Samplerreihe „Electropop“ internationale Bands, die eines gemeinsam haben: sie haben sich dem Synthiepop verschrieben und zeigen, wie abwechslungsreich dieses Genre auch im Jahr 2015 klingen kann. Die auf 500 Stück limitierte CD zeigt einen interessanten Querschnitt elektronischer Popmusik, denn in diesem Gemischtwarenladen ist für jeden etwas dabei.

Den Start macht die Formation Dead Man Recovering, die mit funkiger Basslinie und tanzbaren Beats Erinnerungen an die besten Stücke von Gus Gus wecken. Der Chorus von Dignity bleibt im Kopf und fühlt sich dort so wohl, dass er gar nicht mehr heraus möchte. In eine ähnliche Richtung geht Electro Planet (Sic!) mit dem Eduard Reik Remix von Way to be Planet. Hier gibt es gesanglich und kompositorisch Parallelen zu alten Erasure Stücken, was die Herzen der Synthie-Nerds sicherlich höher schlagen lässt. Etwas mysteriöser gehen es Electro Spectre mit Your Love Is A Criminal an, hier verschmelzen trance-ähnliche Klänge und gefälliger Gesang zu einem gelungenen Ganzen. Heliophile und ihr Econocide zeigen eine andere Facette der synthetischen Tanzmusik. Der Song wird von einem schräg-poppigen Leadsynth regiert und die melancholischen Melodiebögen sorgen dafür, dass man sich gerne in diesem Klangteppich einwickeln lässt. Bei Kartagon fühlt man sich eine wenig an VNV Nation erinnert, denn der Titel Rescue Me würde sich gut in den Discotheken vor oder nach einem Track der britischen Futurepop Kombo einfügen. Only Electropop der Band Pos.:2 war sicherlich als die Hymne der Electroszene gedacht, nur wird das Ganze so unheimlich lieb-naiv präsentiert, dass es dem Rezensenten ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert und dort noch eine Weile bleibt. Children Of The Sun von The Voice And The Snake kann man sich gut in einer schönen Urlaubsatmosphäre vorstellen: mit einem kühlen Getränk am Pool und alle singen den wirklich wunderschönen Chorus mit. Das hätte was! Das Naivität auch etwas Schönes haben kann, zeigen X-Sonic mit ihrem Machine Language. Der Song hätte so 1:1 auf einer Compilation aus den 80ern zwischen Italopopsongs und Stock/Aitken/Waterman Produkten á la Kylie Minogue und Rick Astley erscheinen können. Beim Stück Discodark der Band Zero-Eq geht es wiederum etwas progressiver weiter und das Stück lockert den Sampler gekonnt auf. Vocodergesang und puckernde Sequenzen tun ihr weiteres, um die Beine zum Tanzen zu bringen. Mercy 2014 in der Extended Version beginnt sehr vielversprechend: düstere Harmonien, schräge Sounds, mysteriöse Klänge. Doch kaum setzt der Gesang ein, wird die perfekt aufgebaute Atmosphäre zerstört, denn der blauäugige Text will nicht so wirklich zum Rest des Song passen. Schade eigentlich!

Fazit: gute Zusammenstellung mit vielen Highlights der aktuellen Electropop-Szene

Tracklist Electropop 10:

01. Dead Man Recovering – Dignity (Extended Version)
02. Electro Planet – Way To The Planet (Remix by Eduard Reik)
03. Electro Spectre – Your Love Is A Criminal (The Vibe Of Vice Remix)
04. Heliophile – Econocide (Extended Mix)
05. Kartagon – Rescue Me (Kartagon Club Mix)
06. Naommon – Beginning Everyday (Arôme Artificiel’s Mix)
07. Pos.:2 – Only Electropop (Conzoom Edit)
08. Sinestar – Fortunes Faded (Krammix Liberator Remix)
09. The Voice And The Snake – Children Of The Sun (Ricardo Autobahn Extended Edit)
10. Vaylon – Lost (Extended Mix)
11. X-Sonic – Machine Language (128K Extended Ram Remix)
12. Zero-Eq – Discodark (Extended Mix)
13. Zoon Politicon – Mercy 2014 (Extended Version)

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