MONO INC. -Alive & Acoustic Tour- Leipzig, Theaterfabrik (07.02.2015)

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This is the day – Eine Hamburger Band auf Heimspiel in Leipzig

Endlich war der große Tag gekommen: Mono Inc. kommt auf Alive & Acoustic Tour nach Leipzig in die Theaterfabrik. Die Schleusen der genannten RĂ€umlichkeit wurden um Punkt 19:30 Uhr geöffnet und gut 500 GĂ€ste stellten sich brav in eine lange Schlange. Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit konnten dann alle auf den StĂŒhlen Platz nehmen. Dieses ausverkaufte Konzert sollte in einem besonderen Rahmen stattfinden. Klein aber auch fein. Die Lichterketten an der Decke und den WĂ€nden verbreitete ein atmosphĂ€risches Licht. Als dann alle Anwesenden ihre PlĂ€tze in der Halle eingenommen hatten, konnte die Monomanie etwas verspĂ€tet beginnen.

Langsam hielten die Bandmitglieder von Mono Inc. auf der BĂŒhne nach und nach Einzug. Manuel und Carl Fornia nahmen links und rechts auf der BĂŒhne ihre gewohnten PlĂ€tze ein. Dann kam die bezaubernde Katha Mia und nahm am Piano Platz. Bereits hochschwanger und das auch noch 14 Tage vor dem Geburtstermin. Dies verspricht, dass dieses Konzert etwas Besonderes werden wird. Ich ziehe meinen Hut vor Katha und ich wĂŒnsche ihr alles Gute.
Frontmann Martin kam nun auf ungewöhnlichem Weg zur BĂŒhne, nĂ€mlich von hinten durch die Sitzreihen. Er begrĂŒĂŸte die Fans persönlich, gab dem einen oder anderen die Hand. Ein sehr bewegender Augenblick. Opener der ersten Setlist war der Song Gothic Queen, bei dem ich bereits merken konnte, dass die Band an diesem Abend mehr als nur 100% geben wĂŒrde. Man sagt ja, je lĂ€nger ein Wein reift, desto besser ist er… Und ganz Ă€hnlich empfinde ich es auch bei der Musik, je Ă€lter ein Song ist, umso besser ist er. Dieses Empfinden konnte ich wunderbar bei dem ersten StĂŒck des Abends beobachten, die Fans zeigten sich durch die Bank weg textsicher und egal wo ich hinschaute, ich sah MĂŒnder die sich bewegten, um immer wieder den Refrain „My Gothic Queen She Said, Kill Me With Love“ lautstark erklingen zu lassen. Ein Moment, den ich einfach genießen musste und ebenfalls mitsang.

Mono Inc. bedeutet Spaß und Lebensfreunde, sie geben einfach immer alles um ihre Fans zu faszinieren. Alle merkten dem sympathischen Frontmann an, dass er seine Musik lebt und liebt. Bei Twice in Life kĂŒndigte Martin eine Neuerung an. Die Band veranstaltete einen Karaoke – Wettbewerb. Die Gewinnerin Susan Janetzki kommt natĂŒrlich aus Leipzig und durfte nun mit der Band auf der BĂŒhne „sitzen“ und das wunderbare Lied im Duett darbieten. Ein sehr bewegender Augenblick, denn nicht umsonst hat sie diesen Contest fĂŒr sich entschieden. Mit einer glasklaren Stimme verzauberte sie das Publikum, GĂ€nsehautfeeling pur und alle sind begeistert.

Bei Life hates you verriet uns Mastermind Martin, dass dieser Song ĂŒber seine erste beschissene große Liebe erzĂ€hlt. Ein sehr persönliches und privates Statement. Anschließend folgte In my darkest hour. Katha und Manuel tauschten die PlĂ€tze und ein bewegender Augenblick begann. Im Duett brillierten beide und verzaubernde alle Fans. Dies war eine GefĂŒhlsexplosion und bei dem einen oder anderen kullerten die TrĂ€nen.

Nach Setlist Teil 1 war eine kleine Pause zum Verschnaufen geplant, denn bereits beim letzten Lied Get some sleep hielt es keinen mehr auf seinen PlĂ€tzen, alle tanzten, sangen und feierten mit ihren Lieblingen. Martin kĂŒndigte an, dass nach der Pause die Erholung vorbei sei und dass keiner heute nach Hause darf, bis alle der Meinung sind, dass dieses Konzert etwas Besonderes ist. Nach dem beliebten Temple of the Torn, folgte Martins persönlicher Lieblingssong This is The Day.

Mit einem persönlichen Statement des Frontmanns zum Thema Gewalt in Familie durch Überforderung und Alkohol folgte nun Kein Weg zu weit. Die Fans waren durch diese bewegenden Worte sehr berĂŒhrt. Hut ab, vor so viel Offenheit. Den Erfolg dieses Liedes verdankt die Band der BILD–Zeitung.
Mit Purple Rain folgte nun ein Song, den die Band eigentlich noch nie auf einem Konzert gespielt hatte. NatĂŒrlich eine mehr als nur gelungene Version des bekannten Prince Hits. Danach erklang das allseits bekannte The Passenger von Iggy Pop, obwohl Martin es der Band versprochen hatte, dies nicht in Leipzig zu spielen. Aber die Fans forderten lauthals ihre Lieblinge auf, es doch zu tun und natĂŒrlich wurde dieser Wunsch erfĂŒllt. Alle sangen stimmgewaltig mit und feierten einfach den Augenblick.

Nach dem allseits beliebten Voices of Doom verschwand die Band unter frenetischen BeifallstĂŒrmen hinter die BĂŒhne, aber die Fans wollten ihre Lieblinge nicht ohne eine Zugabe in den wohlverdienten Feierabend entlassen. Die Band ließ sich nicht lange bitten. Martin sprach immer noch sichtlich gerĂŒhrt, dass dieser letzte Song des Abends fĂŒr alle Hinterbliebenen ist und es erklang The Best of you. Er erklĂ€rte, dass er dieses Lied in Erinnerung an einen lieben Menschen spiele, der immer ein Teil von Mono Inc. war und immer ein Teil des Erfolges bleiben wĂŒrde. Martin faltete die HĂ€nde und fing an zu singen, ein Augenblick der RĂŒhrseligkeit legte sich ĂŒber die Theaterfabrik in Leipzig und die Fans sangen mit. Danach stellten sich alle in einer Reihe auf und verabschiedeten sich nun nach ĂŒber zweieinhalb stĂŒndigem Konzerthighlight in den wohlverdienten Feierabend.

Zum Schluss möchte ich gerne etwas zu den neuen beiden Musikern sagen, die neben Martin, Katha, Carl Fornia und Manuel auf der BĂŒhne standen und den Abend zu einem unvergesslichen Augenblick machten. Am Schlagzeug nahm nicht wie gewohnt die bezaubernde Katha Platz, sondern ein Kollege der mit ihr studiert hat: Sebastian Rupio. Er meisterte dieses Konzert mit Bravour und wurde begeistert von den Fans gefeiert. Neben ihm stand Felix Gerlach am Cello. Er unterstĂŒtzte die Band genauso brillant und auch er wurde mit Beifall ĂŒberschĂŒttet. Aber irgendwann ist auch der schönste Augenblick vorbei. Die Band kĂŒndigte an, nach dem Konzert wie gewohnt fĂŒr Fotos, AutogrammwĂŒnsche und dem einen oder anderen Bierchen zur VerfĂŒgung zu stehen.

Fazit: Es war ein wundervolles Konzerthighlight an dem nichts gefehlt hat. Die Akustikshow beinhaltete Humor, GlĂŒckseligkeit, Euphorie, durchaus auch ergreifende Themen und einfach nur richtig gute Musik. Die Songs von Mono Inc. passen ausgezeichnet in die akustische Ummantelung. Die Band ist und bleibt eine Band, die auf der Beliebtheitsskala stetig nach oben klettert. Der Erfolg sei ihnen gegönnt. Mit den Worten: Leipzig sei in Martins „Fucking“ Herz und er sei ein Hamburger auf Heimspiel in Leipzig verabschiedete er sich. Großartige abschließende Worte, die ich gerne zurĂŒckgeben möchte. Mono Inc. ist in Leipzigs „Fucking“ Herz und wir möchte noch viel von der Hamburger Band hören und sehen.

Setlist MONO INC.:
01. Gothic Queen
02. Symphony of Pain
03. Twice in Life
04. Life hates you
05. In my Darkest Hours
06. Seligkeit
07. Get some sleep

08. Temple of the Torn
09. This is the day
10. Arabia
11. In my heart
12. Kein Weg zu weit
13. Purple Rain
14. The Passenger
15. Revenge
16. Voices of Doom
17. The Best of you (Z)

Fotos: Danny Sotzny

Geschrieben von
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