Combichrist – No Redemption (DMC Devil May Cry 5 Soundtrack)

    Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

    Unsere Bewertung:


    8 Bewertung

    9 Bewertung 2

    8.5

    „Andy Speed is back!“

    Bereits im Jahre 2009 gaben Combichrist
    einem Album den Namen Today We Are All Demons, doch es dauerte
    ganze 4 Jahre, bis sie jetzt mit ihrem neuen Werk No Redemption
    lĂŒckenlos aufklĂ€ren, was dies genau bedeutet. Schon beim Opener Age
    Of Mutation
    merkt man, dass dies kein Standard-Combichrist Album
    ist: Nach einer kurzen Einleitung erklingt zunÀchst Andy LaPleguas
    Gesang eine Spur grunziger als gewohnt, nehmen die Drums langsam an
    Fahrt auf und dann bricht die Gitarrenhölle zu urplötzlich
    losknĂŒppelnden Drums so derbe auf uns ein, dass man denken könnte,
    die Mayas hÀtten sich wohl doch nur einfach im Monat geirrt.

    „Andy Speed“ besinnt sich auf dem
    Combichrist eigenen Soundtrack zum Spiel DMC Devil May Cry
    spĂŒrbar auf seine Punk- und Metalwurzeln und reichert diesen
    explosiven Cocktail wie beim musikalischen Vorboten Feed The Fire
    beizeiten mit einer Prise Static-X zu einer Art Alternative-Metalcore
    an. Songtitel wie Zombie Fistfight oder Buried Alive
    tun ihr Übriges, um die alles andere als sanfte Gangart zu
    beschreiben. Wie das Game selbst ist der Soundtrack nichts fĂŒr
    Kinder von Traurigkeit, Vergleiche zu Schockrocker Marilyn Manson,
    den Speedindustrialisten Ministry oder auch Children Of Bodom
    schwirren unweigerlich durch den Kopf. Feed The Fire ist da
    schon fast die melodische Ausnahme, obwohl auch hier nicht gerade mit
    angezogener Handbremse gerockt wird. Mit Techno Body Music (TBM)
    haben Combichrist auf No Redemption nicht mehr allzu viel am
    Hut, vielmehr steht die Elektronik dieses Mal hinter dem RockgefĂŒge
    deutlich zurĂŒck und wird wie etwa bei Clouds Of War nur
    punktuell zur StÀrkung der AtmosphÀre eingesetzt. Ansonsten wird
    hier in erster Linie den Gitarrengöttern gehuldigt, das allerdings
    alles andere als untertÀnig! Tracks wie Buried Alive oder
    Gotta Go, welches auch aus der Feder des Reverend Marilyn
    Manson selbst hÀtte stammen können, gehen druckvoll nach vorne und
    der so erschaffene Soundteppich ist so dicht, dass kein Platz fĂŒr
    echte Erholungsphasen zurĂŒckbleibt. Über die volle Distanz geht’s
    voll zur Sache und der HĂ€rtegrad wird zum Ende hin eher noch weiter
    gesteigert, als dass sich ErmĂŒdungserscheinungen bemerkbar machen
    wĂŒrden. Vielmehr endet der abschließende Track Pull The Pin
    so abrupt mit einem kurzen Nachhall, dass man den Spielern von DMC
    Devil May Cry
    keine großen Erfolgschancen beimessen möchte, der
    Untergang scheint letztlich unvermeidlich


    Combichrist lassen es auf No
    Redemption
    ordentlich krachen und prÀsentieren 13 Tracks zum
    Spiel, sind aber ĂŒbrigens nicht der einzige Act, der sich der
    musikalischen Untermalung von DMC Devil May Cry verschrieben
    hat, denn auch Noisia veröffentlichen dieser Tage einen
    entsprechenden Soundtrack mit ganzen 36 Tracks. Eingefleischte Combichrist-Elektronik-Fans sollten sicherheitshalber vorher mal ins Album hineinhören, gleiches darf nun aber auch endgĂŒltig die Metalfraktion machen. Ein Album das mit Sicherheit polarisieren wird und es bleibt abzuwarten, ob Combichrist den Ausflug ins Soundtracklager nur kurzzeitig genutzt haben sich auszutoben, oder ob dieser Score eine neue Marschrichtung fĂŒr die Zukunft der Band vorgibt.

    Das Album erscheint neben der normalen Fassung ĂŒbrigens auch noch als Limited Edition Doppel-CD, die zweite CD enthĂ€lt dann 10 weitere -bereits bekannte- Combichrist StĂŒcke, die ebenfalls im Spiel Verwendung finden, darunter Electrohead, All Pain Is Gone, Get Your Body Beat oder Sent To Destroy.

    Tracklist:

    01. Age Of Mutation
    02. Zombie Fistfight

    03. Feed The Fire

    04. Gimme Deathrace

    05. Clouds Of War

    06. Buried Alive

    07. Empty

    08. I Know What I Am
    Doing (Planet Treason)

    09. No Redemption

    10. Falling Apart

    11. Gotta Go

    12. How Old Is Your
    Soul?

    13. Pull The Pin

    Tracklist Bonus CD der Limited Edition:
    01. Declamation
    02. What the Fuck is Wrong With You
    03. Get Your Body Beat
    04. Never Surrender
    05. Deathbed
    06. Follow the Trail of Blood
    07. Sent To Destroy
    08. Throat Full of Glass
    09. Electrohead
    10. All Pain is Gone

    Autor: Michael Gamon



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