Vanguard – Sanctuary

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6 Bewertung

6

Vanguard ist ein neues Synthpop-Duo bestehend aus Jonas Olofsson und Patrik Hansson aus Gothenburg, welches erst seit 2008 besteht. Viel ĂŒber die Band kann man nicht erfahren, also lassen wir einfach ihre Musik sprechen. Das deutsche Label Conzoom Records hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ohren der Hörer mit guter elektronischer europĂ€ischer Musik zu verwöhnen. Ob das in diesem Fall auch funktioniert, werden wir nun untersuchen. „A Certain End“ zeigt zu Beginn, in welche Richtung sich das erste Album von Vanguard bewegen wird. Ambitionierte tanzbare Beats vermĂ€hlen sich mit Preset-Sounds aus den virtuellen Standard-Synthesizern. Nett, aber austauschbar. Bei „Goodbye“ zeigt sich zum ersten Mal die doch in recht „einfachen“ textlichen Bereichen beheimatete AttitĂŒde der Electropopper. Doch hat man die gewisse NaivitĂ€t erst einmal akzeptiert, kann man durchaus Spaß haben. „Save me from myself“ atmet eine schöne Melancholie aus, die der Band und dem Hörer gut tut, wĂ€hrend im Anfangsteil von „Now That We’re Here“ sogar aufgrund der drĂŒckenden Bassline ein wenig EBM-Feeling aufkommt, welches in dem einfallsloseren Chorus (garniert mit „Reim Dich oder ich schlag Dich“-Text) leider wieder zunichte gemacht wird. GrundsĂ€tzlich muss man sagen, dass die Uptempo-Nummern wie „In your Arms“ und „My World“ der Band besser zu Gesicht stehen, als Midtempo Tracks oder Balladen, da besonders hier die eher bescheidenen Songwriter QualitĂ€ten ans Tageslicht kommen. Oft werden Ă€hnliche Harmonien verwandt, der Songaufbau ist zu berechenbar. Hier hĂ€tte man sich mehr Mut und KreativitĂ€t gewĂŒnscht. Allein „Trigger“ ist eine Ausnahme, hier haben Jonas und Patrik alles richtig gemacht. Hier passt die Einfachheit der Beats und Vocals irgendwie doch zusammen. Skurril ist es, dass der sonst so durchdringend-typische Schwedensynthpopsound kaum zu spĂŒren ist. „Sanctuary“ klingt mehr teutonisch-verhĂ€rmt als nordisch-locker. Ein ZugestĂ€ndnis an das deutsche Publikum? Fazit: recht naives, nettes Debutalbum, aber da geht noch mehr!

Diese CD könnte euch gefallen, wenn ihr auf alte De/Vision und CHROM steht

Tracklist:
01. Shine
02. Goodbye
03. Safe Me From Myself
04. Now That We’re Here
05. My World
06. Make The Cut Clean
07. In Your Arms
08. What Did You Achieve
09. Obscene
10. Trigger
11. Rage
12. A Certain End
13. Shame (Bonustrack)
14. Better Man (Bonustrack)

Autor: Frank Stienen

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