ZITA ROCK FESTIVAL 2011 Tag 1 – Berlin, Zitadelle Spandau (18.06.2011)

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Bereits zum fĂŒnften Mal öffnete die Zitadelle Spandau in Berlin ihre Pforten fĂŒr das Zita Rock Festival. Am 18. und 19. Juni bot sich eine musikalische Mischung aus kraftvollem Rock, mittelalterlichen KlĂ€ngen bis hin zu elektronischem Gothic-Sound.

Als das Zita Rock 2007 zum ersten Mal stattfand, standen 5 Bands vor 3.500 Besuchern auf der BĂŒhne. Seit dem letztem Jahr wurde das Festival auf 2 Tage erweitert und konnte bisher als etablierter Event mit 7.000 Besuchern in diesem Jahr einen wachsenden Zuspruch verbuchen.

Die Zitadelle gehört zu den bedeutendsten Renaissance-Festungen Europas und verwandelt den Festivalbesuch in ein ganz besonderes Erlebnis. Neben der großen BĂŒhne inmitten der Zitadelle, einigen Shopping-Zeltchen und dem einen oder anderen GetrĂ€nke- und Essensangebot gab es die Möglichkeit einer Bootsfahrt um die Zitadelle herum, den Fledermauskeller zu besuchen oder eine RundfĂŒhrung in den Gewölben zu machen. Gerade letztere Gelegenheiten boten sich bei dem nass-kaltem Wetter sehr gut an. Parallel zu den BĂŒhnenshows gab es auch die Möglichkeit sich Unterschriften seiner Lieblinge wĂ€hrend der Autogrammstunden zu holen.

Als am Samstag ZIN die BĂŒhne als Opening-Act betraten, hielt das Wetter bereits, was es versprach: es regnete und regnete. Auch ließen die meisten Besucher noch auf sich warten und die Zitadelle fĂŒllte sich nur langsam. ZIN boten einen netten Mix aus Groove, Indie und Elektro und erinnerten an mancher Stelle an GrĂ¶ĂŸen wie Muse oder Placebo. Ein gelungener, wenn auch verhaltener Auftakt fĂŒr ein Festival.

Nach einer kurzen Umbauphase tönten fĂŒr die meisten Besucher etwas bekanntere KlĂ€nge ĂŒber das GelĂ€nde der Zitadelle. Der Regenschauer hörte auf und es betraten die Herrschaften von MONO INC. die BĂŒhne. SpĂ€testens jetzt erhöhte sich die Zuschauerzahl vor der Stage und es wurde geklatscht und mitgerockt. MONO INC. hatten u.a. Songs von ihrem neuen Album „Viva Hades“ im GepĂ€ck und rundeten den Auftritt mit ihrem Hit „Get some sleep“ ab. Das Publikum war hörbar begeistert.

Nachdem Mono Inc. die BĂŒhne verließen, begann es wieder zu regnen. Dieses Mal war es leider kein leichter Schauer mehr, sondern ein regelrechter Platzregen. Dieser ĂŒberraschte uns so sehr, dass wir völlig durchnĂ€sst vor der Wahl standen: ZERAPHINE lauschen oder sofort nach Hause und wetterfester anziehen. Nachdem uns klar wurde, dass aufgrund der fehlenden Unterstellmöglichkeiten uns ein langer und vor allem nasser Abend bevorstehen könnte, entschieden wir uns fĂŒr Letzteres. Und hier gab es zunĂ€chst ein Problem: Am Eingang wurde gesagt: „Kein Einlass mehr, wenn man das GelĂ€nde verlĂ€sst!“. Trotz BĂ€ndchen wurde den meisten Besuchern das Verlassen der Zitadelle verwehrt. Nachdem wir unser Anliegen erklĂ€rten durften wir gehen und konnten spĂ€ter problemlos wieder auf das GelĂ€nde. So manch anderer Gruppe wurde das Verlassen und ZurĂŒckkommen aber nicht erlaubt.

In trockener Kleidung und bei deutlich besserem Wetter kamen wir rechtzeitig zurĂŒck, um uns PROJECT PITCHFORK anzugucken. Diese ĂŒberzeugten mit Songs, wie „Endless infinity” und „Beholder”. Auch „Timekiller“ fehlte natĂŒrlich nicht im Set und bot dem Fanherz insgesamt eine gute, tanzbare Mischung.

Als 5. Act des Tages unterhielten BLUTENGEL die Zuschauer. Mit ihren Songs wie „Soul of Ice“, „Reich‘ mir die Hand“ und „Engelsblut“ spielten sie eine ĂŒberzeugende Mischung quer durch die Jahre ihrer Bandgeschichte. Ihre BĂŒhnenshow mit Feuer, Kunstblut und leicht bekleideten Damen prĂ€sentierte den Besuchern neben den musikalischen KlĂ€ngen auch eine sehr unterhaltsame visuelle Darbietung.

PĂŒnktlich um 21 Uhr traf dann das Schiff mit den Jungs von EISBRECHER ein. Die Herren waren die Headliner an diesem Samstagabend und begrĂŒĂŸten die Besucher nach ihrem Song „Eiszeit“ mit den Worten: „Vorher war Pop und Tanz und Disco mit schönen Frauen- jetzt mit alten MĂ€nnern. Habt ihr Lust?“ Das Publikum war offensichtlich begeistert und rockte zu Liedern wie „Angst“, „Schwarze Witwe“, „This is deutsch“ und „MiststĂŒck“ mit. Die „eiskalte“ Show um den charismatischen SĂ€nger Alexx endete aufgrund eines strikten Zeitplans nach genau einer Stunde – leider ohne Zugabe. Zum GlĂŒck gab es ja noch einen zweiten Tag.

Setlist:
01. Eiszeit
02. Angst
03. Leider
04. Antikörper
05. Heilig
06. Schwarze Witwe
07. Die Engel
08. This is Deutsch
09. Ohne Dich
10. MiststĂŒck (Megaherz Cover)

Der Bericht zum zweiten Tag wird in KĂŒrze hier veröffentlicht, ebenso wie ausfĂŒhrlichere Fotosets der aufgetretenen Bands.

Autorin: Sandra Rieckhoff
Fotos: Esther Mai

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