Dark Storm Festival 2008 – Chemnitz, Stadthalle (25.12.2008)

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Bereits zum 12. Mal fand zur Weihnachtszeit das Dark Storm Festival in
Chemnitz statt. In den Vorjahren gab es teilweise noch ein Festival in
Berlin. Dieses Jahr war Chemnitz jedoch exklusiver Veranstaltungsort.
Ingesamt 11 Bands aus den Bereichen Dark Wave, Electro, Industrial, Rock und
Metal standen auf dem Programm und sollten für ein abwechslungsreiches
Line-Up sorgen. Verteilt wurden die Bands auf 2 Floors, wobei jedoch der
überwiegende Teil der Bands im großen Saal spielte. Mit spezieller
Eintrittskarte konnte man im großen Saal das Festival auch von den Rängen
aus betrachten.

Da der Abend lang werden sollte, war der Einlass bereits um 16:15 Uhr
angesetzt. Viele Leute warteten um diese Zeit schon ungeduldig in der Kälte.
Die Türen gingen pünktlich auf. So hatten die Besucher noch genügend Zeit,
um sich an den Merchandising-Ständen umzuschauen, Getränke zu kaufen oder
Freunde zu treffen. Ein Highlight in der Vorhalle war noch die Unheilig
Autogrammstunde. Wer etwas Ausdauer hatte, stellte sich hier an die lange
Schlange an.

Mono Inc. [Gallery] starteten das Festival um 17:15 Uhr im großen Saal. Die
Alternative-Rock-Band aus Hamburg wurde 1998 als Mono69 gegründet, später in
Mono Inc. umbenannt. In den letzten Jahren hat die Band 3 Alben und
zahlreiche Singles veröffentlicht. Die Band startete gleich durch und
lieferte mit ihrer 30-minütigen Show einen gelungenen Auftakt für das
Festival.

Kurz danach ging es weiter mit den Mittelalter-Industrial-Rockern Tanzwut [Gallery].
Musikalisch ist Tanzwut auf jeden Fall außergewöhnlich, da sie neben Gitarre
und Schlagzeug auch Dudelsäcke verwenden. Hervorgegangen ist die Band
ursprünglich aus Corvus Corax, wobei Tanzwut jedoch mehr elektronische
Elemente in ihre Musik einfließen lässt. Tanzwut begeisterten das Publikum
mit einer außergewöhnlichen audio-visuellen Performance. Zwischenzeitlich
hatte sich der Saal auch angenehm gefüllt.

Kurz darauf hatten Cephalgy [Gallery] aus Dresden als erste Band im kleinen Saal ihren
Auftritt. Jetzt kamen die Freunde der elektronischen Musik auf ihre Kosten.
Die Band wurde 1997 gegründet und veröffentlichte 2008 das 4. Album
"Herzschlag". Tanzbare Stücke dominierten ihren Auftritt. Die Keyboarder mit
ihren leuchtenden Brillen lieferten eine futuristische Atmosphäre. Auch im
kleinen Saal wurde somit gut begonnen.

Die deutsche Gothic-Metal Band Crematory [Gallery] kann bereits auf eine 15-jährige
Bandgeschichte zurückblicken. Das aktuelle Album "Pray" erschien Anfang
2008. Der große Saal hatte sich jetzt schon deutlich gefüllt. Jetzt wurde es
laut. Heftige Gitarrenklänge brachten den Saal zum beben. Das Publikum
rockte mit. Es gab keinen Stillstand mehr, weder auf der Bühne, noch im
Publikum.

Im kleinen Saal ging es mit der Leipziger EBM-Formation Painbastard [Gallery] weiter.
Sänger Alex P. macht bereits seit 1995 Musik und kann bereits auf einige
Veröffentlichungen und Liveauftritte zurückblicken. Live wird er am Keyboard
unterstützt. Die in Nebel gehüllte Show lieferte dem Publikum die
Gelegenheit zum Tanzen.

Mittlerweile wurde die Dark-Wave-Band Diary Of Dreams [Gallery] im Großen Saal bereits
sehnsüchtig erwartet. Die Band hatte dieses Jahr eine ausgedehnte Tour und
war zum Ende des Jahres noch auf einigen Festivals vertreten. Diary of Dream
lieferten eine außergewöhnliche Show und begeisterten das Publikum mit ihrer
außergewöhnlichen Darbietung. Highlight war wohl das Duett zwischen Sänger
Adrian Hates und Keyboarder Torben Wendt.

Covenant [Gallery] sind aus der Elektro-Szene nicht mehr wegzudenken. Bereits ihr
Debütalbum "Dreams Of A Cryotank" von 1994 war bereits ein Erfolg. Seitdem
lieferten sie viele Club-Hits und etliche Live-Auftritte. Ihr letztes Album
"Skyshaper" erschien Anfang 2006. Dennoch lieferten Covenant gleich zu
Beginn einen neuen Song, der von Daniel Myer (Haujobb) geschrieben wurde.
Daniel Myer unterstützt die Band seit einiger Zeit bei Liveauftritten.

Zurück im Kleinen Saal: Die Gelsenkirchener Elektro-Band Rotersand hatte
seit 2003 bereits einige Clubhits. Der Stil von Rotersand [Gallery] ist vielschichtig
und enthält Elemente aus Futurepop, Techno und Trance. 2006 gingen sie mit
Covenant auf Tour und sind seitdem immer wieder auf verschiedenen Festivals
vertreten. Rotersand lieferten eine gelungene Show und forderten das
Publikum zum Mittanzen auf.

Die Außenbereiche waren mittlerweile fast leergefegt. Ein Großteil der
Besucher quetschte sich nun in den Großen Saal, um die deutsche Band
Unheilig [Gallery] zu sehen. Unheilig erfreuen sich in den letzten Jahren einer
wachsenden Fangemeinde und haben unlängst das Album "Puppenspiel"
veröffentlicht. Der Graf, sowohl Sänger, als auch Songschreiber und
Produzent präsentierte eine spezielle Weihnachtsshow. Große Kerzen sorgten
für das passende Ambiente. Gleich beim ersten Song zog der Graf das Publikum
in seinen Bann. Das Publikum war textsicher, dies konnte man schon fast als
Background-Gesang ansehen.

Highlight im Kleinen Saal war das Minimal-Electro-Projekt Absolute Body
Control [Galllery] aus Belgien. Obwohl die Band um Dirk Ivens (Dive / Klinik) und Eric
Van Wonterghem (Insekt / Monolith) bereits vor Jahren aufgelöst wurde, sind
sie seit 2007 zusammen wieder unterwegs. Vor einigen Monaten erschien das
Album "Wind[Re]Wind", auf dem sich neu aufgenommene Stücke befinden. Obwohl
der Saal nur halb gefüllt war, lieferten Absolute Body Control eine
fantastische Show zum Mitsingen und Mittanzen.

Den Abschluss des Dark Storm Festivals bildete die Synthie-Pop-Band And One [Gallery].
Bereits 1991 hatten sie ihren Durchbruch mit dem Clubhit "Metalhammer". Nach
einigen Intros betraten zunächst die Keyboarder Gio van Oli und Chris Ruiz
die Bühne. Danach betrat auch Mastermind Steve Naghavi die Bühne. Für ihn
gab es keinen Stillstand mehr. Er nutzte die Größe der Bühne voll aus und
brachte das Publikum noch ein letztes Mal zum Kochen. Eine geschlagene
Stunde lieferten And One sowohl Songs vom aktuellen Album "Bodypop" als auch
alte Hits.

Um kurz nach 1:00 Uhr ging das Festival zu Ende. Es war ein Festival mit
vielen Highlights, nahezu gelungenem Ablauf und abwechslungsreichem Line-Up.

Selbstverständlich ist so ein Festival auch immer wieder ein Treffpunkt für
Freunde und Bekannte. Wer wollte, konnte anschließend noch auf die Aftershow-Party gehen.

Galleryfotos gemäß Ablaufplan zur besseren Übersicht:

Headquarter:
16:15 Einlass
17:15 Mono Inc.
18:00 Tanzwut
19:00 Crematory
20:00 Diary Of Dreams
21:05 Covenant
22:15 Unheilig
23:45 And One

Second Floor:
18:45 Cephalgy
20:00 Painbastard
21:30 Rotersand
23:00 Absolute Body Control


Autor und Fotos : Thomas Bunge

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