AND ALSO THE TREES – Frankfurt/M, Das Bett (01.04.2016)

AND ALSO THE TREES, (c) Michael Gamon (Archiv)
AND ALSO THE TREES, (c) Michael Gamon (Archiv)
Gesch├Ątzte Lesezeit: 3 Minute(n)

And Also The Trees┬áhaben Mitte M├Ąrz ihr mittlerweile 13. Studioalbum ver├Âffentlicht, was ein triftiger Grund f├╝r eine Fr├╝hjahrs-Tour war. Ein Support wurde sehr kurzfristig gesucht und so kamen f├╝r viele Zuschauer zuerst ├╝berraschend drei der eigentlich acht Musiker von Die Kammer┬áauf die B├╝hne, um ihren selbsternannten Acoustic Alternative Sound bekannter zu machen. Bewaffnet mit zwei Akustikgitarren und einer Box als Schlagzeug sowie anderen kleinen Tonerzeugern gab das Trio sieben Songs aus der f├╝nfj├Ąhrigen Schaffenszeit der Band zum Besten. Das angereiste Publikum konnte sich so von „sozusagen unplugged“-Versionen von unplugged Songs ├╝berzeugen. Und Lieder wie Fate/Illusion, The Seeming And The Real oder Sophies Circus konnten mit ihren ruhigen und melodi├Âsen Strukturen ├╝berzeugen. Zum Abgesang gab es noch das gruselige Sister Sinister zu belauschen, was einen gewissen Geisterbahn-Effekt aufbrachte. Diese insgesamt halbe Stunde von Die Kammer┬áwird bestimmt einige Zuschauer auf sie┬áaufmerksam gemacht haben.

Mit einem wunderbaren Intro wurde es nach einer zwanzig min├╝tigen Umbaupause Zeit f├╝r die seit den achtziger Jahren existierende Band And Also The Trees, die B├╝hne zu betreten. In der Location Das Bett waren die aus dem Post-Punk entwachsenen Briten meines Wissens noch nicht und es war spannend zu sehen, wie die Performance in dieser mit starkem 80er-Flair versehenen Veranstaltungshalle wirken w├╝rde. Wer die Engl├Ąnder allerdings schon mal auf einer B├╝hne begutachten konnte, wusste, dass man in der folgenden Zeit hochwertige Musik geboten bekam. Der Fokus der Band lag nat├╝rlich auf dem aktuellen Album mit dem sch├Ânen Titel Born Into The Waves, welches nun live dem unterm Strich doch reiferen Publikum vorgestellt werden sollte. So folgte dem erw├Ąhnten Eingangs-Instrumental der Albums-Starter Your Guess, der verdammt in Richtung der Klassiker der Band ging und mit Begeisterung vom Publikum angenommen wurde. Das war auch bei den Liedern The Sleepers, Bridges oder Hawksmoore And The Savage der Fall.
Die teilweise ruhigen Songs waren sofort einnehmend und S├Ąnger Simon Huw Jones nutzte dies samt seiner stellenweise dramatisierenden Gestik f├╝r sich und die Band. Nat├╝rlich wurden die neuen St├╝cke von etlichen Klassikern aus dem jahrzehntelangen Repertoire des Quintetts bunt durchgemischt. Lieder wie Dialogue, A Room Lives In Lucy oder Shaletown brachten die gut 350 anwesenden Fans zum Mitwippen und -Singen. Brother Fear hingegen lie├č hier und da gar das Tanzbein aktiv werden. Der klare und nicht zu laute Sound erm├Âglichte so einen wunderbaren siebzigmin├╝tigen Musikgenuss vom Feinsten. Dieser fand in der heulenden Gitarre von Justin Jones des Liedes Missing sein Ende. Frenetischer Applaus und Jubel lie├č And Also The Trees┬ádazu bewegen, zwei Zugaben mit insgesamt drei Tracks zu spielen – alles vertraute Werke der Bandgeschichte. Ein wieder mal absolut mitreisendes Slow Pulse Boy leitete dann das tats├Ąchliche Ende eines beeindruckenden Konzerts ein, was trotz nicht verstummen wollenden Applaus wie Zugabe-Rufen dann auch der Fall war. And Also The Trees┬ákann man halt ewig zuh├Âren. W├Ąhrend sich Das Bett nun auf die folgende Aftershow-Party einstellte, hatten die Fans zumindest noch die Chance am Merchandise-Stand ein paar kurze Worte mit den Musikern auszutauschen oder gar Autogrammw├╝nsche zu ├Ąu├čern. So sollten eigentlich alle Besucher zufrieden aus dem Bett gekommen sein…

Setlist AND ALSO THE TREES – Frankfurt, Das Bett (01.04.2016)

01. Intro
02. Your Guess
03. Dialogue
04. A Room Lives In Lucy
05. Hawksmoore And The Savage
06. The Sleeepers
07. The Legend Of Mucklow
08. Virus Meadow
09. Winter Sea
10. Boden
11. Only
12. Shaletown
13. Bridges
14. Brother Fear
15. Missing
16. Prince Rupert (Z)
17. Rive Droite (Z)
18. Slow Pulse Boy (ZZ)

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