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Lesedauer: 3 MinutenMit „Trace“ veröffentlichen Incirrina ihr drittes Studioalbum und unterstreichen einmal mehr ihren Ruf als eines der spannendsten Projekte der europäischen Darkwave- und Minimal-Synth-Szene. Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 in Athen verfolgen George Katsanos und Irini Tiniakou konsequent ihren eigenen Weg – fernab kurzlebiger Trends und geprägt von einer kompromisslosen Leidenschaft für analoge Klangerzeugung. Das am 29. Mai 2026 über Cold Transmission Music erschienene Album vereint elf Stücke, die zwischen 2023 und 2025 entstanden sind und den charakteristischen Sound des Duos hörbar weiterentwickeln. Die Mischung aus Minimal Synth, Coldwave, Darkwave und Post-Punk bleibt dabei erhalten, gewinnt jedoch an Dynamik, Tiefe und rhythmischer Vielfalt.
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Im Mittelpunkt von „Trace“ steht die Frage nach der eigenen Identität in einer Welt, die zunehmend von Gleichförmigkeit und gesellschaftlichem Druck geprägt ist. Die Songs beschäftigen sich mit Individualität, Selbstbestimmung und dem Wunsch, sich äußeren Zwängen zu entziehen. Gleichzeitig versteht die Band das Album als Ausdruck ihres gemeinsamen kreativen Schaffens – entstanden aus Freundschaft, gegenseitigem Vertrauen und dem stetigen Drang, musikalisch neue Wege zu beschreiten. Passend dazu vereint das Album bereits bekannte Stücke wie „Presence“, „Alien Room“ und das vollständig auf Griechisch gesungene „ΚΡΥΦΟ (Hidden)“ mit neuem Material zu einem stimmigen Gesamtkonzept.
Musikalisch präsentiert sich „Trace“ deutlich vielseitiger als sein Vorgänger „Lip Led Scream“ aus dem Jahr 2022. Während dessen Grundstimmung noch stark von Isolation und Unsicherheit geprägt war, setzen die neuen Kompositionen auf mehr Vorwärtsdrang und eine spürbar höhere Clubtauglichkeit. Songs wie „Mutate“ eröffnen das Album mit pulsierenden Sequenzen und treibenden Beats, während „Always Here“ die atmosphärische Seite der Band eindrucksvoll unterstreicht. Weitere Titel wie „Find“, „Alexia“, „She Is In The Dream“, „Region“, „Diver“ oder „Sometimes“ zeigen eindrucksvoll, wie selbstverständlich Incirrina zwischen hypnotischer Melancholie und tanzbarer Elektronik wechseln. Besonders bemerkenswert ist dabei die transparente Produktion, bei der jede Synthesizer-Linie, jeder Beat und jede atmosphärische Klangschicht ihren festen Platz erhält. Die Texte stammen überwiegend von Konstantinos Londos und verleihen dem Album zusätzliche erzählerische Tiefe.
Dass Incirrina heute so eigenständig klingen, ist das Ergebnis einer kontinuierlichen künstlerischen Entwicklung. Bereits das Debütalbum „8.15“ sorgte für Aufmerksamkeit, da sämtliche Texte auf Gedichten des englischen Dichters William Blake basierten – ein ungewöhnlicher Ansatz innerhalb der elektronischen Musik. Nach der digitalen Single „Utter“, einer Split-Veröffentlichung mit The Man & His Failures sowie dem Wechsel zu Cold Transmission Music entwickelte das Duo seinen Stil konsequent weiter. Parallel dazu komponierten George Katsanos und Irini Tiniakou Musik für Theaterproduktionen in Athen, darunter „Alligators“ und „Little Women“, wodurch ihre Kompositionen zusätzliche dramaturgische Tiefe erhielten. Auch das Artwork von „Trace“, das auf einer analogen Collage der Künstlerin uBu Dancer basiert, fügt sich nahtlos in den handgemachten und künstlerischen Charakter der Veröffentlichung ein.
Einen wesentlichen Anteil an der besonderen Atmosphäre des Albums hat die Arbeitsweise der beiden Musiker. George Katsanos übernimmt nicht nur Synthesizer, Sampler und Drum-Machines, sondern spielt unter anderem auch Bass, Waterphone, Kantele, Alto Melodica und Octapad. Gemeinsam mit Irini Tiniakous eindringlichem Gesang entsteht ein Klangbild, das gleichermaßen präzise wie emotional wirkt. Diese Philosophie setzt sich auch auf der Bühne fort. Incirrina verzichten bei ihren Konzerten konsequent auf vorproduzierte Backing-Tracks und erzeugen sämtliche Klangschichten live an ihren analogen Instrumenten. Diese Authentizität führte das Duo auf zahlreiche Bühnen in ganz Europa, darunter zum Wave-Gotik-Treffen, zum Death Disco Open Air Festival, zum Athens Digital Arts Festival sowie als Support für Front 242, Ambassade, Die Selektion und Soviet Soviet.

Tracklist:
01. Mutate
02. Find
03. Alexia
04. She Is In The Dream
05. Region
06. Always Here
07. Diver
08. Presence
09. Sometimes
10. Alien Room
11. KΡΥΦΟ (Hidden)
Das Album kaufen: Trace | Incirrina
Mit „Trace“ gelingt Incirrina ein Album, das Vergangenheit und Zukunft der Band auf beeindruckende Weise miteinander verbindet. Die Veröffentlichung greift die literarische Tiefe früherer Werke ebenso auf wie die cluborientierte Energie der jüngeren Singles und führt beide Elemente zu einem geschlossenen Gesamtbild zusammen. Dank der detailreichen Produktion, der kompromisslosen analogen Klangästhetik und der inhaltlichen Geschlossenheit zählt „Trace“ zweifellos zu den bemerkenswertesten Veröffentlichungen des bisherigen Darkwave-Jahres 2026. Wer elektronische Musik mit Charakter, Atmosphäre und künstlerischem Anspruch schätzt, findet hier ein Album, das weit über die Grenzen klassischer Genreveröffentlichungen hinausreicht.
INCIRRINA kündigen neues Album „Trace“ an und veröffentlichen erste Single „Mutate“
Weblinks INCIRRINA:
Facebook: @@Incirrinaband
Instagram: @incirrina_band
Bandcamp: Bandcamp
YouTube: @incirrina_band
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