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Lesedauer: 4 MinutenNach der düsteren „Red Winter“-Trilogie schlagen SKYND das nächste Kapitel ihrer musikalischen True-Crime-Akten auf. Mit der neuen Single „Jimmy Savile“, die gemeinsam mit dem Industrial- und EBM-Musiker SWARM entstand, widmet sich die Band einem der erschütterndsten Missbrauchsskandale der jüngeren britischen Geschichte. Der Song eröffnet „Chapter VIII: The Open Secret“ und bleibt dabei der unverwechselbaren Handschrift von SKYND treu.
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Der Song markiert die fünfte Veröffentlichung der Band in diesem Jahr, nach „Mary Bell“ und den drei Veröffentlichungen aus „Chapter VII: Red Winter“ – „Andrei Chikatilo“, „Tamara Samsonova“ und „Mikhail Popkov“.
Bereits während der letzten „Dead Serious Tour 2026“ präsentierten SKYND „Jimmy Savile“ erstmals live. Zahlreiche Fanaufnahmen auf YouTube vermittelten einen ersten Eindruck davon, wohin sich der Sound der Band entwickelt. Während das Musikvideo am 30.07.2026 um 21:15 Uhr Premiere feierte, ist die Single ab Freitag, dem 31.07.2026, auf allen gängigen Streaming-Plattformen verfügbar und kracht brachial aus den Lautsprechern. Dazu erklären SKYND: „Savile was a predator weaponizing charity. He was an entertainer, a philanthropist, a protected icon. The darkness didn’t hide, it waved at you from your television screen.“ So beschreibt die Band den Fall rund um den britischen Moderator und DJ.
„Your world was so silent before I came along
I took the melody, now they all sing my song
The Treasury can balance the scales of my needs
But nothing in this world is free“
Welcome to the dark place again!
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Bereits seit 2017 sorgen Sängerin SKYND und Multiinstrumentalist Father mit ihrem an Grenzen stoßenden Konzept für Aufmerksamkeit. Jeder Song behandelt einen realen Kriminalfall. SKYND erzählen von Serienmördern, Sekten bis hin zu mysteriösen Vermisstenfällen. Statt die Täter dabei jedoch zu glorifizieren, beleuchtet das Duo die psychologischen und gesellschaftlichen Hintergründe der jeweiligen Verbrechen und verpackt sie in einen atmosphärischen Mix aus Industrial, Dark Electro, Metal und düsteren elektronischen Klangelementen.
Mit „Jimmy Savile“ rücken SKYND den ehemaligen britischen Fernsehmoderator und DJ James Wilson Vincent „Jimmy“ Savile in den Mittelpunkt. Über Jahrzehnte galt er als Wohltäter, Entertainer, nationale Fernsehikone und Publikumsliebling. Erst nach seinem Tod im Jahr 2011 wurde das gewaltige und unfassbare Ausmaß seiner abscheulichen Taten bekannt. Ermittlungen deckten auf, dass Savile über Jahrzehnte hinweg Hunderte Kinder und Erwachsene missbrauchte und dabei seine Prominenz, seinen Einfluss sowie das in ihn gesetzte Vertrauen gezielt ausnutzte. Der Fall gilt als Symbol dafür, wie Macht, öffentlicher Ruhm und institutionelles Versagen schwerste Straftaten über viele Jahre hinweg verschleiern konnten. Laut der britischen Polizei ist Savile „der schlimmste Sexualverbrecher in der Geschichte des Landes“.
Let me touch you ‚cause I’m untouchable
For a good cause, it’s for charity
Let me touch you ‚cause I’m untouchable“

Bereits bei den Fanaufnahmen erkennt man schnell, dass SKYND musikalisch keine Experimente mit ihrer Identität eingehen, den Sound jedoch spürbar weiterentwickeln.
Schon die ersten Sekunden der nun erschienenen Veröffentlichung machen deutlich, dass „Jimmy Savile“ nicht auf einen schnellen Effekt aus ist. Der Song beginnt mit einer an ein Kinderlied erinnernden Passage, bevor er in ein bedrückendes elektronisches Klangfundament aus tief gestimmten Synthesizern, maschinell pulsierenden Beats und verzerrten Gitarren kippt. Statt auf permanente Härte zu setzen, arbeitet der Song mit Dynamik: Die ruhigeren, beinahe hypnotischen Kinderliedpassagen erzeugen eine trügerische Sicherheit, ehe wuchtige Gitarrenriffs und präzise Industrial-Rhythmen das Klangbild und die Songatmosphäre immer weiter aufbrechen und förmlich zerreißen. Die Produktion wirkt dabei kühl, steril und kontrolliert – genau jene emotionale Distanz, die den verstörenden Inhalt zusätzlich unterstreicht.
Eine besondere Rolle übernimmt bei „Jimmy Savile“ der Gastmusiker SWARM. Seine tiefe und eindringliche Stimme bildet den markanten Gegenpol zu SKYNDs Gesang, und man wird das Gefühl nicht los, dass er direkt die Gedanken des britischen Verbrechers zitiert. Während SWARM damit den aggressiven und bedrohlichen Charakter des Songs unterstreicht, setzt SKYND auf ihre unverwechselbare Art zu singen. Sie wechselt mühelos zwischen fast gehauchten Passagen, klaren Melodien und eindringlichen Ausbrüchen. Ihre Stimme wirkt dabei stellenweise beinahe zerbrechlich, verliert jedoch nie ihre Intensität. Genau dieser Kontrast zwischen den beiden Stimmen macht die angsteinflößende Wirkung von „Jimmy Savile“ aus. Die Opfer fühlten sich sicher und wurden gnadenlos missbraucht. In der zweiten Strophe treibt SWARM zusammen mit den harten Instrumenten den bedrohlichen Abriss des Songs voran. Zeitweise fühlt es sich wie ein pulsierender Herzschlag an, der unweigerlich in einem Höhepunkt mit den sich immer wiederholenden Lyrics „Jim Will Fix It“ mündet, bevor der Song zum sanften und trügerisch ruhigen Kinderlied zurückkehrt.
Auch produktionstechnisch zeigen sich SKYND und Father bei diesem Song gewohnt detailverliebt. Elektronische Sounds, verzerrte Gitarren und druckvolle Drums greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu überlagern. Statt auf permanente Lautstärke setzt die Komposition auf Dynamik. Immer wieder zieht sie das Tempo leicht zurück, um kurz darauf mit voller Wucht zurückzukehren. Dadurch entsteht eine beklemmende Atmosphäre, die den Song bis zum Ende trägt.
Das Musikvideo knüpft nahtlos an die bisherige Bildsprache von SKYND an. Es arbeitet mit dunklen Farben, starken Kontrasten und symbolischen Bildern, anstatt die Verbrechen selbst in den Mittelpunkt zu stellen. So wird das Böse durch einen Schattenmann dargestellt, der eine markante, leuchtende Perücke trägt. Die Menschen, die ihm begegnen, sind zwar irritiert, lassen ihn jedoch gewähren. Dadurch entsteht eine düstere Gesamtinszenierung, die den Song visuell ergänzt, seine bedrückende Stimmung aufgreift und zeigt, dass das Böse nicht aufgehalten wurde. Die Bilder wirken bewusst verstörend, ohne dabei reißerisch zu werden.
Mit der Komposition „Jimmy Savile“ ist es SKYND abermals verstörend gut gelungen, etwas in Worte und Musik zu fassen, das man nicht begreifen kann. Damit beweist die Band einmal mehr, weshalb sie innerhalb der modernen Industrial- und Dark-Electro-Szene eine Sonderstellung einnimmt. Sie verbindet beklemmende Themen mit einer aufwendig produzierten Klanglandschaft und schafft es erneut, einen realen Kriminalfall musikalisch so umzusetzen, dass Atmosphäre und Erzählung untrennbar miteinander verschmelzen. Durch die heutige Veröffentlichung wird der bisherige SKYND-Katalog auf erschreckend eindrucksvolle Weise erweitert – wenn man das angesichts des menschlichen Horrors überhaupt so sagen kann …
„The debt that you owe me
Won’t be paid with money
With silver, or gold
I just want your soul
So tonight, I have come to collect
You’ve done nothing wrong, but here’s your punishment
Jim will fix it“
Termine SKYND
31.07.2026 Wacken Open Air 2026, Wacken
07.08.2026 (GB) Bloodstock Open Air 2026, Catton
09.08.2026 M’era Luna 2026, Hildesheim
05.09.2026 NCN – Nocturnal Culture Night 2026, Deutzen bei Leipzig
24.10.2026 (FI) Helsingin Jäähalli, Helsinki mit Turmion Kätilöt
Weblinks SKYND:
Homepage: SKYND
Facebook: SKYND
Instagram: skynd_music
YouTube: SKYND
bandcamp: SKYND
Patreon: SKYND
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