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DEAD LIGHTS veröffentlichen neues Album „Lash“ und überraschen mit melancholischer Video-Single „(The Edge Of) Dusk“

Mit „Lash“ haben Dead Lights gestern ihr bislang ambitioniertestes und emotional vielschichtigstes Werk veröffentlicht. Zeitgleich erschien mit „(The Edge Of) Dusk“ auch ein neues Musikvideo, das eine überraschend verletzliche Seite der Band offenbart. Statt kompromissloser Club-Eskalation setzen Saul und Richard van Kruysdijk diesmal verstärkt auf melancholische Synthpop-Atmosphäre, cineastische Spannung und introspektives Storytelling. Für ein Projekt, das bislang vor allem für monumentale Basslinien, aggressiven Industrial-Druck und zynische Dancefloor-Hymnen bekannt war, wirkt dieser Kurswechsel fast schon mutig.

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Gegründet wurde Dead Lights mitten in der Pandemie des Jahres 2020. Während Saul in Großbritannien und Richard van Kruysdijk in den Niederlanden lebten, entstand die Band zunächst vollständig aus der Distanz. Songs, Ideen, Visuals und Musikvideos wurden digital zwischen beiden Ländern hin- und hergeschickt, lange bevor sich die Musiker überhaupt persönlich trafen. Erst zwei Jahre später standen sie erstmals gemeinsam in einem Proberaum, um sich auf Konzerte vorzubereiten. Trotzdem entwickelte sich das Duo in kürzester Zeit zu einer festen Größe innerhalb der internationalen Darkwave- und Industrial-Szene und spielte bereits auf Bühnen mit Acts wie Front Line Assembly, Priest, Ultra Sunn oder Mesh.

Das neue Album „Lash“ trägt nicht zufällig den Untertitel „Lesions of Low Art“. Inhaltlich beschäftigt sich die Band intensiv mit der Idee, dass jede Form von Zerstörung gleichzeitig auch der Beginn von etwas Neuem sein kann. Inspiriert von Pablo Picassos berühmtem Zitat „Every act of creation is first an act of destruction“ zieht sich dieses Motiv durch das komplette Album. Alte Strukturen müssen fallen, damit persönliche, emotionale oder kreative Weiterentwicklung überhaupt möglich wird. Genau diese innere Spannung prägt auch die Musik: Einerseits liefert das Album kompromisslose, basslastige Clubtracks, andererseits erschafft es fragile, melancholische Momente voller Weltschmerz und Selbstreflexion.

Besonders deutlich wird das auf der aktuellen Single „(The Edge Of) Dusk“. Der Song verabschiedet sich weitgehend vom aggressiven Industrial-Sound früherer Veröffentlichungen und bewegt sich stattdessen in Richtung düsterer 80er-Gothic-Ästhetik. Sauls Gesang wirkt zurückhaltender, verletzlicher und emotional offener als bisher. Inhaltlich erzählt der Track von zwei Menschen, die sich über Jahre hinweg voneinander entfernt haben und am Rand des Vergessens auf einen letzten gemeinsamen Moment hoffen. Die Bildsprache des Videos greift diese Tragik konsequent auf und verbindet romantische Sehnsucht mit existenzieller Leere. Nietzsche-Anspielungen, Vergänglichkeitsmotive und der symbolische „Rand der Dämmerung“ ziehen sich dabei durch das gesamte Werk.

Tracklist:
01. Never Take Me Alive
02. The Human Touch
03. The Dream Membrane
04. (The Edge Of) Dusk
05. Break Out
06. Gravity
07. Killing Time
08. Take
09. The Algorithm
10. Grind
11. Resonate
12. Unmaker

Das Album kaufen: DEAD LIGHTS – LASH

Musikalisch bleibt „Lash“ trotz aller emotionalen Tiefe klar in der Welt von Dead Lights verankert. Gewaltige Synth-Bässe, stoische Beats und monumentale Arrangements treffen weiterhin auf die rohe Energie zwischen Glamgoth, EBM und Industrial-Darkwave. Gleichzeitig erlaubt sich die Band mehr Raum für Atmosphäre, orchestrale Fragmente und cineastische Dynamik. Gerade diese Balance zwischen zerstörerischer Wucht und melancholischer Schönheit macht das Album vermutlich zu ihrem bislang stärksten Release. Die Mischung aus Underground-Ästhetik, emotionaler Ehrlichkeit und dunkler Tanzbarkeit dürfte jedenfalls dafür sorgen, dass „Lash“ die alternative Clublandschaft der kommenden Monate nachhaltig prägen wird.

Weblinks DEAD LIGHTS:

Webseite: www.deadlights.band/
Facebook: @officialdeadlights
Instagram: @dead_lights_band
Bandcamp: Bandcamp

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