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SIAMESE tauchen mit neuer Single „Drown“ tief unter die Oberfläche

Siamese, © Alexander Christensen

Mit „Drown“ leget die dänische Alternative-Metal-Band Siamese eine neue Single vor, die sich tief unter die Oberfläche gräbt. Der Track ist der erste Vorbote eines kommenden Albums, dessen Veröffentlichung bislang noch unbekannt ist. Geschrieben wurde „Drown“ gemeinsam mit Mads Zelasny von Cold Culture, der die Single auch mitproduziert hat. Entstanden ist eine dichte, moderne Produktion voller emotionaler Intensität.

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„Drown“ beginnt ruhig, fast zerbrechlich. Mirza Radonjica singt mit kontrollierter, zurückgenommener Stimme, während im Hintergrund elektronische Elemente flirren und eine düstere Atmosphäre entsteht. Doch die Ruhe hält nicht lange an: Immer wieder brechen brachiale Momente durch die Oberfläche. Der Song pendelt zwischen stiller Spannung und druckvollen Ausbrüchen, bevor sich im hymnischen Refrain die ganze emotionale Wucht entlädt. Im letzten Drittel zieht Siamese die Schlinge noch enger – die Atmosphäre verdichtet sich, die Spannung wächst, bis Mirza schließlich in heftige Screams ausbricht und „Drown“ in einem dramatischen Finale kulminiert.

Inhaltlich richtet sich der Blick nach innen. „Drown“ tastet sich durch Selbstzweifel, durch alte Risse im eigenen Spiegelbild und durch das nagende Gefühl, an den eigenen Erwartungen zu zerbrechen. In den Lyrics tauchen immer wieder religiöse Bilder auf – ein „false messiah“, ein „plastic prophet“ –, Figuren, die Hoffnung versprechen und doch Leere hinterlassen. Das lyrische Ich erkennt sich selbst darin wieder: als jemand, der versucht hat, Brüche zu reparieren, während unter der Oberfläche längst neue entstanden sind.

Besonders stark ist das Motiv der Selbstentfremdung. Im Spiegel blickt ein Fremder zurück, gezeichnet von verpasster Zeit und unausgesprochenen Reuegefühlen. Zwischen diesen Bildern wächst der Wunsch nach einem radikalen Bruch – nach einem Moment, in dem alles Überdeckte, Verdrängte und Unterdrückte endgültig nach oben drängt. Das wiederkehrende „Ertrinken“ wird so zum zentralen Symbol des Songs – als Grenzpunkt zwischen Kontrollverlust, Konfrontation und emotionaler Entladung.

Frontmann Mirza Radonjica beschreibt diesen inneren Konflikt:

„’Drown‘ ist nach innen gerichtete Wut. Es geht darum, genau zu wissen, wo es wehtut, und trotzdem dorthin zu gehen. Wenn ich singe ‚Ich will, dass du mich zerbrichst, bis ich ertrinke‘, ist das sowohl ein Geständnis als auch eine Bitte. Mein Ertrinken wird zu einer Befreiung, nicht zu einer Strafe.“

Gerade deshalb wirkt auch das bildstarke Musikvideo wie eine visuelle Übersetzung dieser inneren Reise – ein Abstieg in die Tiefe, in dem Vergangenheit, Angst und Erlösung miteinander verschwimmen. Die Bilder führen in eine düstere Unterwelt: Räume tief unter der Erde, die unter Wasser stehen. Dort sieht man Mirza als Kind, das eine Treppe hinabsteigt und schließlich mitten im Wasser steht. Aus der Dunkelheit erscheint eine geheimnisvolle Frau in einem weißen Gewand. Ihr Gesicht ist teilweise von einer eisernen Maske bedeckt, die Kinn, Mund und Nase verhüllt.

Während der Junge frierend durch das Wasser schreitet, bewegt sie sich langsam auf ihn zu. Als er auf einem Stein sitzt, reicht sie ihm die Hand. Für einen Moment wirkt die Szene beinahe ruhig, fast tröstend.

Dann kippt die Situation.

Gemeinsam tauchen sie ab und versinken Hand in Hand in der Tiefe. Luftblasen steigen aus dem Mund des Jungen auf, während die Frau ihn immer weiter nach unten zieht. Er windet sich, kämpft gegen ihren Griff an, reißt sich schließlich los und stößt zurück zur Oberfläche. Als er auftaucht, bricht alles aus ihm heraus – und er schreit das letzte Wort der finalen Zeile in die Luft: „drown“.

Siamese zeigen einmal mehr, wie kraftvoll sie emotionale Schwere, moderne Produktion und eindringliche Bildsprache verbinden können – ein intensiver erster Blick auf das, was mit dem kommenden Album noch folgen dürfte.

Mit „Drown“ schlagen Siamese damit ein neues Kapitel auf – eines, das sie in den kommenden Monaten auch auf die Bühne tragen werden. Denn live gibt es die Dänen bald ebenfalls wieder in Europa zu sehen: Im November und Dezember 2026 begleiten sie Dayseeker auf deren großer „Creature In The Black Night“-Tour durch Großbritannien und Europa.Neben Siamese stehen auch die australischen Metalcore-Visionäre Northlane als Special Guests auf dem Tour-Paket. Auf dem Plan stehen zahlreiche Shows in Großbritannien und Europa, darunter auch vier Konzerte in Deutschland.

Mit neuem Material im Gepäck und einer großen Tour am Horizont dürften Fans in den kommenden Monaten noch ein gutes Stück tiefer in die Welt von Siamese eintauchen.

Termine SIAMESE als Special Guest von DAYSEEKER:

09.12.2026 Oberhausen, Turbinenhalle 1
10.12.2026 Hannover, Capitol
13.12.2026 Berlin, Huxley’s
16.12.2026 München, Tonhalle

Weblinks SIAMESE:

Webseite: siamese.dk/
Facebook: @siamesedk
Instagram: @siamese_band

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