HIRAKI & MEEJAH: „Preserve/Manifest“ – Zweite Single von kommender Split-EP „Interwoven“

Credit Charlotte Lund Mortensen
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Lesedauer: 3 Minuten

Die dänischen Experimental-Acts Hiraki und Meejah legen nach: Mit „Preserve/Manifest“ präsentieren die beiden Bands ihre zweite gemeinsame Single, die am 10. Februar 2026 veröffentlicht wurde und aus der für den 13. März via Pelagic Records angekündigten Split-EP „Interwoven“ stammt. Wer die erste Single „Dead Calls“ bereits gehört hat und dachte, das war schon alles – falsch gedacht. „Preserve/Manifest“ geht tiefer, dunkler, und lässt einen in einem digitalen Puls-Gewitter zurück, das sich im Ohr festbeißt wie ein Mantra, das man nie bestellt hat.

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Der Track wächst aus einem insistenten digitalen Beat heraus und kreist um ein einziges Wort, das immer wieder auftaucht: effigy, effigy. Wiederholung als Ritual, als Spiegel, als Warnung. Hiraki-Sänger Jon Gotlev beschreibt die thematische Achse präzise: „The lyrics as well as the track itself balance between preservation and manifestation, where dominance dissolves into intimacy and resistance turns into care. You could almost call it a tense symbiosis of power and control, love and egoism – a kind of simulated driving force rendered as an organic coexistence.“ Das ist kein Song, der etwas erklärt – das ist einer, der dich in eine Spannung hineinzieht und dort lässt. Produzent Klaus Q, der Hiraki schon lange begleitet, hat dem Stück genau die richtige Form gegeben: von einem anschwellenden Herzschlag bis hin zu einem feralen Verzerrungshammer.

HIRAKI feat. Meejah - Preserve/Manifest

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Dass diese Kollaboration so funktioniert, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis echter gegenseitiger Einflussnahme. Hiraki, das Trio aus Aarhus, das seit 2016 mit seinem charakteristisch rohen Progressive-Synthpunk-Sound die dänische Underground-Szene aufmischt, hat mit „Interwoven“ etwas Neues gewagt: komplexe Ausdrucksformen in einem längeren Format zu verweben, statt nur auf Intensitätsschübe zu setzen. Meejah wiederum – das dänisch-koreanische Post-Experimental-Projekt aus Kopenhagen, dessen Frontperson Mai Soon Young Øvlisen mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und einer tief in koreanischer Philosophie verwurzelten Ästhetik bereits für den dänischen Musikkritikerpreis Steppeulven nominiert wurde – ist durch die Zusammenarbeit dunkler und schwerer geworden, als man es von ihr kannte.

Die Entstehungsgeschichte von „Interwoven“ liest sich wie ein Zufallstreffen, das sich als unausweichlich entpuppt. Im dunklen Konzertsaal Gloria beim Roskilde Festival, während eines Konzerts von The Ocean, wurde bei Meejah-Frontperson Øvlisen ein Gedankenstrom ausgelöst: alte Erinnerungen an Ost-Berlin, das Totenbuch, das Herz, das gegen eine Feder aufgewogen wird – Unschuld und Rache, der Henker, der durch seine eigene Unmenschlichkeit zum Opfer wird. Und als Loïc Rossetti von The Ocean sich zu ihr setzte und fragte, ob alles in Ordnung sei, war der erste Faden bereits gesponnen. Über Verbindungen durch die LLNN-Brüder Rasmus und Ketil Sejersen und deren Hardcore-Industrialprojekt John Cxnnor fanden Hiraki und Meejah schließlich zusammen – und beschlossen, ihre künstlerischen Welten ineinanderzuflechten. Auf dem EP treten neben beiden Bands auch Loïc Rossetti als Gastsänger auf.

Referenzen wie The Body, The Armed, Sightless Pit, Massive Attack, Julie Christmas und Death Engine umreißen das klangliche Kraftfeld von „Interwoven“ – ein Spektrum, das zeigt, dass hier niemand in eine Schublade passen will. Hiraki haben sich seit ihrem Debüt-EP „Modern Genes“ (2017) und dem vielgelobten Album „Stumbling Through The Walls“ (2021) als eine der interessantesten Stimmen der dänischen Underground-Szene etabliert. Meejah hat mit ihrem Debütalbum „Queen of Spring“ international auf sich aufmerksam gemacht – von Seoul bis Seattle. Jetzt, auf „Interwoven“, treffen diese beiden Welten aufeinander und das klingt nicht wie ein Kompromiss, sondern wie eine Konsequenz.

Trackliste „Interwoven“:

  1. Redirect Revenge
  2. All Contrast
  3. Preserve/Manifest
  4. Dead Calls

„Interwoven“ erscheint am 13. März 2026 via Pelagic Records.

Weblinks HIRAKI:

Facebook: @HIRAKIband
Instagram: @hirakiband

Weblinks MEEJAH:

Facebook: @Meejahmusic
Instagram: @meejahmusic


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