UNVERKALT zünden „Oath Ov Prometheus“ – Post-Metal trifft Black Metal Raserei

Unverkalt photo Phrenetica
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Die deutsch-griechische Post-Metal-Formation Unverkalt veröffentlichen am 14. Januar ihre zweite Single „Oath Ov Prometheus“ vom kommenden Album „Héréditaire“, das am 27. Februar 2026 via Season of Mist erscheint. Mit diesem Track schlagen Unverkalt einen noch dunkleren, schwereren Weg ein und verschmelzen ihre charakteristische atmosphärische Post-Metal-Grundlae mit Black Metal-Intensität. Das offizielle Musikvideo ist jetzt verfügbar und demonstriert die künstlerische Neuausrichtung der Band eindrucksvoll.

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Hier gibt´s das Musikvideo zu dem Song auf Augen und Ohren:


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Prometheus‘ Feuer brennt schwarzer denn je

„Oath Ov Prometheus“ zerlegt den Mythos der göttlichen Schöpfung mit unerbittlicher Wucht. Dort, wo früher ausschließlich die klaren, ätherischen Vocals von Dimitra Kalavrezou den Klangraum durchschwebten, brechen jetzt auch extreme Gesangspassagen durch – eine bewusste künstlerische Entscheidung, die „Héréditaire“ zum bisher schwersten und emotionalsten Werk der Band macht. „Dieser Song reflektiert die Illusion von Größe, wie die Menschheit sich selbst zur Gottheit krönt, um ihre Position um jeden Preis zu bewahren“, erklären Unverkalt. „Nicht alle, die schwören, dienen dem Licht. Manche tragen Feuer nur, um zu verbrennen.“

Die Lyrics offenbaren eine düstere Apokalypse: „We are calling all the creatures to die with us / No more, no more / Great gods with broken thrones“ – wir rufen alle Kreaturen, mit uns zu sterben, keine mächtigen Götter mit zerbrochenen Thronen mehr. Die Zeilen „They are the ones that always suffocate / They are the ones that hide / And pretend they’re saints“ – sie sind diejenigen, die immer ersticken, sich verstecken und vorgeben, Heilige zu sein – entlarven die Scheinheiligkeit jener Machtstrukturen, die sich als Retter inszenieren, während sie in Wahrheit nur ersticken und vernichten.

Der erschütternde Refrain „We’re becoming / We are calling all the creatures to die with us“ beschwört eine kollektive Transformation herauf, einen gemeinsamen Untergang, der paradoxerweise zur Erlösung werden könnte. Die finalen Zeilen „This distance has killed us tonight / And resolved our pain / It dissolved our pain“ – diese Distanz hat uns heute Nacht getötet und unseren Schmerz aufgelöst – sprechen von einer bittersüßen Befreiung durch Vernichtung. Hier verschmilzt persönliches Leiden mit universeller Katharsis.

Von französischen Gemälden zu archaischer Dunkelheit

Seit ihrer Gründung 2017 durch Gitarrist und Hauptkomponist Themis Ioannou und Sängerin Dimitra Kalavrezou bewegten sich Unverkalt in einem Spannungsfeld zwischen erstickender Schwere und grenzenloser Atmosphäre. Ihr 2020er-Debüt „L’Origine du Monde“ ließ sich von französischer Malerei inspirieren, während das 2023 erschienene „A Lump of Death: A Chaos of Dead Lovers“ mit europäischem Film Noir kokettierte. Mit „Héréditaire“ werfen sie nun den samtenen Vorhang beiseite und lüften den Schleier über unserer verfluchten Existenz.

„Unsere Musik hat sich natürlich entwickelt“, erklärt Ioannou. „Wir lieben es, mit jedem Album zu experimentieren. Bei ‚Héréditaire‘ wollten wir extreme Vocals einführen, weil sie all diese schweren Gefühle herausholen. Es ist, als würden sie dich wachrütteln.“ Und genau das tut „Oath Ov Prometheus“ – als erster für „Héréditaire“ geschriebener Song markiert er eine Zäsur und zeigt die künstlerische Neuausrichtung der Band mit erschütternder Klarheit.

Brooklyn Vegan beschrieb die Lead-Single „Die Auslöschung“ als „gothy, doomy, ethereal“ – doch „Oath Ov Prometheus“ geht noch tiefer, noch dunkler. Blast Beats von Drummer Christian Eggers peitschen durch rauchige Post-Metal-Atmosphäre, während Gitarrist Eli Mavrychev Death Growls in den Mix wirft. Kalavrezous Stimme bleibt das unverwechselbare Markenzeichen der Band, doch ihre neu gewonnene Black-Metal-Raserei verleiht dem Sound eine zusätzliche Dimension der Verzweiflung.

Sakis Tolis von Rotting Christ an Bord

Das kommende Album wartet mit einem besonderen Gast auf: Sakis Tolis, Frontmann der griechischen Black-Metal-Ikonen Rotting Christ, ist auf dem monumentalen Track „I, The Deceit“ zu hören. „Ich genieße es, in der heutigen überwältigenden Informationswelt neue, einzigartige und fesselnde Musik zu entdecken, und ich glaube, ich habe mit Unverkalt wirklich Erfolg gehabt“, schwärmt Tolis. „Dies ist ein außergewöhnliches Kunstwerk, das jede Minute des Hörens wert ist.“

Das Video zu „Oath Ov Prometheus“ wurde von der Band selbst produziert und von Themis Ioannou im RAWBITE Studio inszeniert. Die düstere Bildsprache unterstreicht die thematische Ausrichtung: Wo frühere Alben noch cineastische Eleganz ausstrahlten, herrscht jetzt archaische Dunkelheit.

„Héréditaire“ – Eine Reise in die Ursprünge

Das dritte Album der Band erscheint am 27. Februar 2026 via Season of Mist und umfasst neun Tracks mit einer Gesamtlaufzeit von über 50 Minuten. „Héréditaire“ wechselt zwischen Farben, Texturen und sogar Sprachen – der Track „Ænæ Lithi“ beschwört Erinnerungen an den Großen Brand von Smyrna herauf, die Themis‘ Großmutter weitergegeben hat. Das Album ist eine Klage über das, was älter ist als unsere eigene Existenz, ein Nachdenken darüber, was über Generationen hinweg durchsickert.

„Dieses Album soll nicht auflösen“, erklärt die Band, „sondern Muster von denen auflösen, die vor uns kamen – gesichtslos, aber vertraut. Die Farben sind verblasst. Was bleibt, ist in Schwarz gehüllt, nicht als Symbol, sondern als Wahrheit, die alles bedeckt.“

Die Trackliste liest sich wie eine Reise durch Trauer, Trauma und die dunkelsten Ecken der menschlichen Psyche: Von „Die Auslöschung“ über „Penumbrian Lament“ bis hin zu „Maladie de l’Esprit“ – jeder Song schält eine weitere geschwärzte Schicht von Erinnerung und Leid ab.

Trackliste „Héréditaire“:

  1. Die Auslöschung (6:06)
  2. Oath Ov Prometheus (5:40)
  3. Ænæ Lithi (5:34)
  4. A Lullaby for the Descent (5:11)
  5. Penumbrian Lament (6:02)
  6. Introjects (5:25)
  7. I, The Deceit (feat. Sakis Tolis) (5:47)
  8. Death is Forever (4:50)
  9. Maladie de l’Esprit (5:34)

„Héréditaire“ erscheint als CD Digipak sowie als 2×12″-Vinyl Gatefold in verschiedenen Farbvarianten (Black, Black & Gold ‚Sunburst‘). Pre-Order ist ab sofort möglich.

Mit „Oath Ov Prometheus“ liefern Unverkalt einen erschütternden Vorgeschmack auf ihr bisher kompromisslosestes Werk – ein Album, das die Grenzen zwischen Post-Metal und Black Metal verwischt und dabei eine künstlerische Tiefe erreicht, die nur wenige Bands in diesem Genre für sich beanspruchen können.

UNVERKALT „Héréditaire“ – neues Album, neuer Abgrund, neue Intensität

Weblinks UNVERKALT:

Facebook: @Unverkalt
Instagram: @unverkalt
Bandcamp: Bandcamp
YouTube: @unverkaltofficial


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